CO2-Ausstoß von Politikerautos
— 14.11.2012Eigene Vorgaben verfehlt
Die Dienstagwagen des Bundestags sorgen für dicke Luft – sie husten pro Kilometer deutlich mehr als 120 Gramm CO2 in die Umwelt. Umsteigen aufs Taxi? Och nö!
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Die Grünen sind strikt gegen die Aufweichung. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) begründete das Vorgehen mit fehlenden Limousinen, die entsprechend wenig CO2 ausstoßen. Der Grenzwert von 120 Gramm CO2 entspricht dem Ausstoß eines VW Golfs mit kleineren Benzin- oder Dieselmotoren und um die 100 PS Leistung. Angepeilt wird nun der Einsatz von Autos, die weniger als 140 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen.
Für den Bundestag stellt der Dienstleister RocVin rund 150 Fahrzeuge bereit, die Bundestagsverwaltung hat zudem 35 eigene Fahrzeuge. Den Standard für solche Einsätze setzen gehobene Wagentypen von Mercedes, BMW und Audi, die teilweise Spitzenwerte knapp unter 200 Gramm CO2/km erreichen.
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Die Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn machte Union und FDP für das Verfehlen der Umweltziele verantwortlich. "Die Abgeordneten von Union und FDP wollen nur mit großen Limousinen durch Berlin gefahren werden. Das kann ich nicht verstehen, weil man in der Regel nur wenige Minuten im Auto sitzt. Da reichen auch kompaktere Autos", sagte Höhn der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Ein Vorschlag, aus Kosten- und Klimagründen vermehrt Taxis zu nutzen, wurde unter anderem von der FDP mit dem Argument abgelehnt, "dass die Taxifahrer oftmals dazu neigten, Belehrungen politischer Art abzugeben".
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