CO2-Vergleich: Polo, Corsa, C3, 207 und Fiesta

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CO2-Zwerge: Polo, Corsa, C3, 207 und Fiesta

— 21.07.2010

Halten die Hersteller ihr CO2-Versprechen?

Beim CO2-Ausstoß versprechen die Hersteller das Blaue vom Himmel. Wie klimafreundlich die Öko-Varianten von Polo, Corsa, C3, 207 und Fiesta wirklich sind, zeigt der Test.

Fitnessstudio, FdH, Verzicht auf das Feierabendbier: Wer schon mal Diät gemacht hat, weiß, wie schwer es fällt, ein paar Gramm loszuwerden. Autos haben’s kaum leichter. Schließlich geht es nicht nur um Gewicht, sondern auch um das, was hinten rauskommt – die Abgase. Seit die per Kat und Rußfilter entgifteten Motoren die Luft kaum noch mit Schadstoffen verpesten, haben sich Politik und Hersteller auf Kohlendioxid (CO2) eingeschossen. Das Abfallprodukt der Verbrennung fossiler Energieträger gilt als Antreiber des Klimawandels.

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Abgas-Leichtgewichte: Jeder Einzelne soll weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Nur ein leeres Versprechen?

Wie das Kaninchen auf die Schlange starren die Ingenieure bei ihrem Feldzug gegen das Treibhausgas auf die magische Zahl 100. Gemeint sind Gramm pro Kilometer. Wer diese Schwelle unterbietet, darf sich nicht nur als Umwelt-Engel feiern. Er liefert auch handfeste Kaufargumente, denn in den meisten Ländern orientiert sich die Kfz-Besteuerung inzwischen am CO2-Ausstoß. Das Prinzip ist einfach: Wer wenig rausbläst, zahlt auch wenig. Der deutsche Fiskus kassiert für Autos mit einem CO2-Ausstoß von unter 120 g pro km nur die hubraumbezogene Sockelsteuer – zwei Euro beim Benziner und 9,50 Euro beim Diesel, jeweils pro angefangene 100 Kubik. Ein Extra-Obolus fürs CO2 entfällt.

Überblick: 160 Typen, die keine CO2-Steuer kosten

Kleine Spritsparer: Opel Corsa, Peugeot 207, VW Polo, Citroën C3 und Ford Fiesta.

Trotzdem heißt es genau nachrechnen. Weil bislang nur relativ teure Dieselmodelle den steuerrelevanten Grenzwert unterbieten, können genügsame Benziner unterm Strich günstiger sein, vor allem für Wenigfahrer – auch wenn sie mehr verbrauchen. Außerdem gilt: Nicht überall, wo kleine Werte draufstehen, kommt wirklich auch so wenig aus dem Auspuff (Vergleich: Normverbrauch gegen Testverbrauch). Der CO2-Ausstoß hängt vom Verbrauch ab – und den ermitteln die Hersteller mit einem zwar genormten, aber praxisfernen Prüfverfahren. Im AUTO BILD-Test schlägt die Stunde der Wahrheit für die kleinen Sparmodelle Citroën C3 HDi 90 FAP 99g, Ford Fiesta 1.6 TDCi, Opel Corsa 1.3 CDTI EcoFlex, Peugeot 207 99g HDi FAP 90 und VW Polo 1.6 TDI BlueMotion Technology.

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Martin G. Puthz

Martin G. Puthz

Fazit

Wieder so ein Fall, bei dem uns die Hersteller das Blaue vom Himmel versprechen. Der Test beweist: Ein CO2-Ausstoß von weniger als 100 Gramm steht selbst bei vielen Sparmodellen nur auf dem Papier. Und das ist bekanntlich geduldig. Einerseits gut, weil Vater Staat sich bei der Steuer bloß für praxisferne Prüfstandswerte interessiert. Andererseits schlecht, denn mit steigendem Verbrauch rechnet sich der teure Diesel in einem Kleinwagen immer weniger. Und auch das grüne Gewissen wird nur vordergründig ruhiggestellt.  

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