Coast-to-Coast-Marathon (1. Teil)

Coast-to-Coast-Marathon (1. Teil)

— 01.08.2005

Prolog in New York

Wieder fhrt AUTO BILD von Kste zu Kste durch Amerika. Neue Aufgabe: Wie schlgt sich die neue M-Klasse mit Diesel beim Marathon?

New York kocht. Selbst um 23.30 Uhr zeigt das Bordthermometer im M-Klasse-Mercedes immer noch 29 Grad. Am Times Square im Herzen von Manhattan tobt das Leben: Straenmusiker, japanische Touristen, leichtbekleidete Collegegirls, schwarze Rapmusiker im Rolls-Royce Phantom, qualmende Hotdog-Buden und ein buntes Gewitter aus blinkenden Leuchtreklamen im XXXL-Format. Nein, New York kocht nicht. New York kocht ber. Und mittendrin schiebt sich Stck fr Stck unser silbernes Stern-SUV durch den Stau.

Zwischen Hummer und Stretch-Limo wirkt er zierlich. Rechts am Heck blitzen drei Buchstaben im Neonlicht, die in Amerika so exotisch sind wie Kondomautomaten im Vatikan: CDI. Exklusiv fr AUTO BILD tritt der Diesel-Offroader zu einer Wettfahrt gegen den Lexus RX 400h an. Eine Wettfahrt, bei der es weniger um Beschleunigung und Spitzentempo geht, sondern um den Verbrauch. Zentrale Frage: Was schluckt der Mercedes auf der Strecke New York City bis San Francisco? Der Lexus hat den Marathon bereits Ende Mrz absolviert. Der ML 320 CDI war damals noch nicht verfgbar. Verbrauch des RX 400h: Durchschnittlich 10,5 Liter auf 100 Kilometer bei der Reise von Coast to Coast.

Nun also Mercedes-Benz. Kann die neue M-Klasse es mit dem Japaner aufnehmen? Ist die Diesel- der Hybridtechnik berlegen? Oder fhrt der Selbstznder dem innovativen Benzin-Elektro-Antrieb hinterher? Um das zu klren, hat Mercedes weder Kosten noch Mhen gescheut und gleich zwei ML 320 CDI sowie einen RX 400h als Vergleichsfahrzeug an den Start geschickt. Respekt, meine Herren. Die Jungs vom Stern scheuen den direkten Schlagabtausch nicht und sind sich sicher, da ihr Diesel gegen die Erfolgstechnik aus Fernost bestehen kann. Kurios: Da die Einfhrung des ML 320 CDI in den USA erst fr Ende 2006 geplant ist, sind diese Modelle in den Staaten noch nicht erhltlich. Darum wurden die beiden Autos zunchst vom US-Werk Tuscaloosa (Alabama) nach Stuttgart verschifft, eingefahren und dann wieder ber den groen Teich per Jumbojet geflogen. Logistik vom Feinsten.

Die Testcrew besteht aus den Mercedes-Benz-Mannen Holger Enzmann (Qualittsingenieur) und Jrg Zwilling (Pressesprecher) sowie den Motorjournalisten Denise McCluggage (USA), Craig Kable (Australien), Kyle Fortune (England), Volker Corell und Jrg Maltzan (beide AUTO BILD). Alle sieben sind gespannt, wie der Wettstreit der Systeme Hybrid contra Diesel ausgehen wird. Morgen fllt der Startschu fr die erste Etappe. Wie beim ersten Marathon fhrt sie von New York bis nach Cleveland (Ohio).

Autor: Jrg Maltzan

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