Connected Car in Paris 2014

Connected Car in Paris 2014

— 02.10.2014

So vernetzt ist die Zukunft

Das vernetzte Auto ist einer der wichtigsten Trends auf dem Pariser Autosalon 2014. Stefan Voswinkel, Connectivity-Experte von AUTO BILD, zeigt die spannendsten Neuheiten.

Paris ist die Stadt der Mode. Alle großen Labels zeigen in diesen Tagen ihre wichtigsten Trend für die kommenden Jahre. Passt also prima, dass auch die Autoindustrie gerade zu Gast an der Seine ist – der Autosalon in Paris ist das Stimmungsbarometer des Herbstes. Klar, neue Formen und Farben bestimmen das Bild auf den Messeständen. Das Mode-Thema auf dem Pariser Salon 2014 ist aber das vernetzte Auto.

"Mirror Link" in Kleinwagen

Wobei sich beim Connected Car so langsam der Markt sortiert. Lange war nicht klar, welche Systeme sich durchsetzen werden, welche Technologien die Kunden wirklich wollen. Paris aber zeigt, dass sich bei den Kleinwagen wohl "Mirror Link" etablieren wird, also eine intelligente Schnittstelle zwischen Smartphone und Auto. Beispiele dafür sind etwa der neue Skoda Fabia oder der überarbeitete Opel Corsa mit "IntelliLink". Die Schnittstelle kostet nur wenige Hundert Euro, bietet aber dank Apps vom Handy mit Echtzeitverkehrsinformationen, Internetradio und Musikstreamig-Diensten wie Aupeo und Stitcher Technik aus der automobilen Oberklasse.

Erste Mitfahrt im Opel Corsa E

Das Jaguar-System kann mit Android- und Apple-Handys arbeiten.

Doch nicht nur Kleinwagen setzen auf das System, wichtige Messeneuheiten wie der neue VW Passat oder Jaguar XE vernetzen Smartphone und Auto. Während Volkswagen auf "Mirror Link" setzt und damit bis auf Weiteres nur Handys mit einem Android-Betriebssystem nutzen kann, haben die Briten ein eigenes System entwickelt, das zusätzlich auch mit iPhones arbeiten kann. Zum vernetzten Auto gehören aber nicht nur Multimedia-Systeme, sondern auch Sicherheits-Assistenten. Hier sticht vor allem der neue Volvo XC90 hervor, der mit zwei Weltneuheiten auf sich aufmerksam macht. So bieten die Schweden künftig einen Kreuzungs-Assistenten an, der bei einer drohenden Kollision mit entgegenkommendem Verkehr automatisch eine Vollbremsung einleitet. Der bekannte City-Safety-Assistent wird um die Erkennung von Radfahrern erweitert, die künftig (wie auch Fußgänger) bei Nacht erkannt werden.

Sitzprobe Mercedes-AMG GT

Mehr Sicherheit: VW hat den Passat mit einem "Emergency Assist" ausgerüstet.

Aber auch in deutlich günstigeren Preisklassen arbeiten die Hersteller daran, die Sicherheit zu verbessern. Volkswagen etwa hat einen "Emergency Assist" entwickelt, der erstmals im neuen Passat zum Einsatz kommt. Falls der Fahrer – etwa nach einem Herzinfarkt – nicht mehr in der Lage ist, das Fahrzeug zu steuern, leitet der VW eine kontrollierte Bremsung bis zum Stillstand ein, aktiviert die Warnblinkanlage und hält automatisch die Spur. In den kleineren Fahrzeugklassen kommen zunehmend Assistenzsysteme aus der Oberklasse zum Einsatz, wie etwa ein Totwinkelwarner im Opel Corsa oder der "Front Assist" im Skoda Fabia, der bei einem drohenden Auffahrunfall automatisch eine Vollbremsung einleitet.

Paris zeigt: Das Connected Car ist schon lange kein Eliten-Thema mehr – die Kunden haben durch alle Fahrzeugklassen hinweg das Thema für sich entdeckt. Und die Hersteller bedienen es gerne, vom Kleinwagen bis in die Luxusklasse, von günstigen Einstiegslösungen bis hin zu voll integrierten Systemen für mehrere Tausend Euro.

Autor: Stefan Voswinkel

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