Cockpits auf der IAA im Check

Connectivity auf der IAA 2015: Top 5 der modernsten Cockpits

— 16.09.2015

Fünf Cockpits im Check

Porsche 911 FL, die neue Mercedes E-Klasse, Opel Astra, BMW 7er und Jaguar XF – fünf Sitzproben, fünf innovative Cockpits im Check.

Schluss mit der Zukunftsmusik. Zwar bietet gerade der Themenbereich New Mobility World auf der IAA viel Spannendes von morgen, aber wir wollen zeigen, was schon heute machbar und erlebbar ist. Dazu zeigen wir fünf IAA-Premieren mit brandaktuellen Cockpits.
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Brandaktuell: News von der IAA

Porsche 911 Facelift: Endlich voll vernetzt

Video: Porsche 911 Facelift Cockpit (IAA 2015)

Endlich voll vernetzt

Die zwei wichtigsten Neuerungen beim gelifteten Porsche 911 sind die Turbomotoren – und die Cockpits. Denn in der Kommandozentrale hat sich bei der neuesten Generation des Sportlers viel getan: Statt umständlich mit Knöpfen, wird der sieben Zoll große Touchscreen nun intuitiv mit den Fingern bedient. Obwohl der rahmenlos verglaste Bildschirm noch ein paar Zoll größer sein dürfte, ist dank HD-Auflösung alles gut ablesbar. Die Menüs sind einfach und übersichtlich strukturiert, was die Bedienung so simpel macht wie bei einem vertrauten Tablet. Zwei Sensoren registrieren, wenn sich die Finger dem Bildschirm nähern. Erst dann werden weitere Bedienungsoptionen eingeblendet, die sonst die Ansicht stören würden. Dadurch bleibt der Screen immer schön aufgeräumt. Die Näherungssensoren sind außerdem die Grundlage für Gestensteuerung, die zwar jetzt noch nicht verfügbar ist, aber mit einem Update noch kommen wird – ein Blick in die Studie Mission E zeigt bereits, wie das dann funktioniert.

Porsche 911 (991) Facelift: IAA 2015

Porsche 911 Facelift Porsche 911 Facelift Porsche 911 Facelift
Alles im Griff mit Porsche Connect: Sprachsteuerung, Echtzeitverkehrserkennung (RTT mit TomTom-Daten), eigener Hotspot und Apps sind die modernen Zutaten für zeitgemäße Konnektivität. Da die meisten Porsche-Kunden Apple-Produkte nutzen, setzen die Zuffenhäuser vorerst nur auf Apple CarPlay. Simpel: Das iPhone in die Mittelkonsole mit Extra-Antennenanschluss packen und schon sind Inhalte wie Napster, Spotify und Webradio im 911er auf dem Display. Dann lässt sich auch der Sprachdienst Siri direkt über den linken Lenkradstock aktivieren. Routen lassen sich bereits über eine Smartphone-App (Porsche Connect) vor Fahrtantritt programmieren. Außerdem zeigt die App Fahrzeugdaten wie Reifendruck an, öffnet und schließt den Porsche oder signalisiert mit den Blinkern, wo man den 911er geparkt hat. Auch per Apple Watch lässt sich das Fahrzeug ansteuern.

Fazit: Porsche schafft den Anschluss und legt sogar noch vor. Endlich ist der Nobel-Sportler 911 so modern, wie es sich für seine Preisklasse gehört. Und vom Touchscreen bis zu den Apps,– alles ist serienmäßig. Außerdem verspricht Porsche, dass der Elfer auch zukünftig dank Updates immer auf Höhe der Zeit sein wird.

Cockpits auf der IAA im Check

Mercedes E-Klasse: Toppt vorerst die S-Klasse

Video: Mercedes E-Klasse Cockpit (IAA 2015)

Toppt vorerst die S-Klasse

Wir bleiben dabei und zeigen nur Cockpits aus Serienfahrzeugen. Was hat dann das Mercedes Concept IAA hier zu suchen? Mercedes konnte uns versichern, dass in der Studie zu 90 Prozent das Cockpit der neuen E-Klasse steckt, die im Jahr 2016 in Detroit präsentiert wird. Demnach bekommt die neue Oberklasselimousine jeweils zwei 12,3 Zoll große Bildschirme, die sogenannte Screen-Unit, eine Einheit aus digitalem Kombiinstrument und Bildschirm in der Mittelkonsole. Die zwei Screens sitzen nicht mehr wie bei der S-Klasse in einer Mulde, sondern sind optisch geschickter in den Armaturenträger gearbeitet. Der Innenraum wirkt dadurch luftiger und mehr wie aus einem Stück. Mercedes spricht von organischen Strukturen, sprich: Alle Elemente gehen flüssiger ineinander über. Neu ist auch, dass die gesamte Bildschirmfläche nun voll verglast ist.

Die beachtlichste Innovation steckt aber im Lenkrad. Die Menüsteuerung ist in der E-Klasse auch über zwei kleine Touchscreens in den Lenkradspeichen möglich. Dabei steuert die linke Fläche den linken Bildschirm, die rechte den rechten. Damit dürfte Mercedes dem Virtual Cockpit von Audi noch einen Schritt voraus sein, wo zwar auch über das Lenkrad, aber über mehrere Knöpfe gesteuert wird.

Die Stars der IAA 2015

Zukunftsmusik ist in dem Concept IAA allerdings der Touchscreen für Klima, Sitze usw. vor der mittleren Armablage. Vielleicht kommt es später, wenn Audi den A8 mit einem OLED-Display an dieser Stelle bestückt. Gestensteuerung wie im BMW 7er wird es zunächst auch nicht bei Mercedes geben, man setze auf Touchscreens, heißt es.

Fazit: Die neue E-Klasse wird Anfang 2016 für Staunen sorgen. Mercedes hat das Cockpit der S-Klasse rasant und an den richtigen Stellen weiterentwickelt. Davon wird aber sicherlich nicht nur die E-Klasse profitieren. 

Opel Astra: Mit Onstar ist immer Hilfe an Bord

Die Idee des Telematikdienstes ist zwar nicht neu, bei Opel aber vergleichsweise günstig.

Das Cockpit im neuen Opel Astra ist zwar nicht ganz so edel wie bei Porsche und Mercedes, kommt dafür aber mit einem virtuellen Privatsekretär. Der optionale Dienst heißt OnStar und soll beim Umgang mit dem Fahrzeug sowie bei alltäglichen Herausforderungen helfen. Dabei steht einem ein Service-Team rund um die Uhr zur Verfügung. OnStar-Knopf in Fahrzeughimmel drücken, kurz die rechtlichen Hinweise über sich ergehen lassen und schon ist man mit einem Mitarbeiter verbunden, der einen nach Ikea-Manier duzt. Die gewählte Sprache des Mitarbeiters entspricht zunächst der gewählten Spracheinstellung im Auto. Wobei der dann unter anderem helfen kann, lesen Sie im Detail hier im ersten Test von OnStar.

Opel OnStar im ersten Check

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Video: Opel Astra Cockpit (IAA 2015)

Mit OnStar ist immer Hilfe an Bord

Die Idee ist zwar nicht neu – in den USA gibt es solche Dienste bereits seit Ende der Neunziger –, doch ist es im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten verhältnismäßig günstig. So bietet auch BMW mit dem Concierge Service vielerlei Hilfestellungen, allerdings sind dafür beispielweise im 1er 700 Euro zu berappen, zusätzlich zu den 1190 Euro für ein Navi. Opel bietet OnStar im Astra ab besseren Ausstattungsvarianten serienmäßig an. Das erste Jahr ist die Nutzung kostenlos, danach müssen jährlich 99 Euro gezahlt werden. Zusätzlich kostet das schnelle Internet 4G/LTE (über die Haifischflosse auf dem Dach) nach Ablauf des ersten Jahres einen von Opel noch nicht definierten zusätzlichen Aufpreis. Der wird aber sicherlich unter zehn Euro liegen.

Fazit: Ob sich OnStar lohnt, kann jeder Opel-Kunde im kostenlosen Jahr für sich persönlich herausfinden. App runterladen, Account einrichten und mit den Funktionen von OnStar vertraut machen – das sind auch schon die aufwendigsten Schritte bei OnStar. Danach wird der Umgang mit dem Fahrzeug nur leichter und unkomplizierter, wie unser erster Eindruck zeigte. 

Jaguar F-Pace, XE und XJ: Groß, schnell und modern

Der 10,2-Zoll-Touchscreen ist nicht nur fett, sondern kann auch richtig was.

Ob im neuen Jaguar F-Pace, XE oder dem XJ, die Briten machen mit dem Betriebssystem InControl Touch und InControl Touch Pro das Interieur zum Internetcafé. Die Steuerung des bis zu 10,2 Zoll großen Touchscreens erfolgt über Gesten, die wir von Smartphones und Tablets kennen. Ein Wi-Fi-Hotspot für bis zu acht Geräte sowie eine Companion-App für iOS- und Android-Geräte vernetzt das System mit allem, was die Passagiere an modernen elektronischen Geräten mitbringen. Die Musik vom Spotify-Account der Sprösslinge auf dem Rücksitz über deren iPad mal eben auf die Lautsprecher übertragen? Kein Problem! Die Temperatur lässt sich auch über die Apple Watch wählen. Damit einem beim F-Pace unterwegs der Saft nicht ausgeht, sind je vier USB- und 12V-Anschlüsse an Bord Wer bei Outdoor-Aktivitäten im Jaguar F-Pace auf einen Schlüssel verzichten will, öffnet und schließt den Wagen per wasserdichtem Armband über das Jaguar-Logo am Heck.

Fazit: Der optionale, 10,2 Zoll große Bildschirm mit dem InControl Touch Pro ist nicht nur richtig fett, sondern auch gut ablesbar, einfach zu bedienen und reagiert verdammt schnell – so muss das heute sein!

BMW 7er: Reagiert auf Fingerzeig

Video: BMW 7er Cockpit (IAA 2015)

Reagiert auf Fingerzeig

Touchscreens sind zwar modern, können aber auch schnell ablenken. Eine weitere Alternative zur Sprachsteuerung oder zu einem Concierge Service hat BMW im neuen 7er parat. Das Infotainmentsystem der Oberklasselimousine kann in vier Bereichen bereits über Gesten gesteuert werden. Sensoren im Dachhimmel registrieren die Handsteuerung im Bereich der Mittelkonsole. Den Finger nach links drehen und die Musik wird lauter, nach rechts gedreht nimmt die Lautstärke wieder ab. Mit dem Peace-Zeichen, einer V-Geste, werden konfigurierte Funktionen aktiviert. So wird der Bildschirm mit einem Zeichen schwarz oder die Musik verstummt. Telefonate lassen sich mit einem Fingerzeig an- oder mit einem Wisch ablehnen. Richtig spannend wird es, wenn man mit zwei Fingern in der 360-Grad-Kameraansicht den digitalen 7er auf dem Bildschirm packt und dreht.

Fazit: BMW ist bei den Gesten ganz weit vorne. Sicherlich sind die Handzeichen keine Modeerscheinung. Das hat auch der VW-Konzern erkannt, der den Bayern im nächsten Jahr in diesem Bereich Konkurrenz machen wird. 

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Stichworte:

Cockpit Vernetzung

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