Audi im Connectivity-Test

Connectivity-Test: Audi

— 24.08.2015

Wie gut vernetzt ist Audi?

Stauassistent, Musik-Streaming, WLAN im Auto: Das Thema Connected Car wird immer wichtiger bei Kaufentscheidungen. Wie gut ist Audi ausgerüstet?

Überall Touchscreens statt analoger Instrumente und nobler Holz-Paneele. Was von der üblichen Tasten-Armada übrig geblieben ist, versammelt sich auf den Speichen des Lenkrads: Die Studie Prologue sieht im Innenraum schwer nach Science-Fiction aus – kommt aber so tatsächlich im neuen A8 ab Anfang 2017 in Serie. Doch schon heute bietet Audi auf Wunsch für alle Modelle eine Connect-Option an. Sie bringt viele Online-Dienste ins Auto und kostet zwischen 500 und 700 Euro – zusätzlich zum knapp 3000 Euro teuren Navi wohlgemerkt. Was der Kunde fürs Geld bekommt, hat AUTO BILD getestet.
Alle News und Tests zu Audi

Virtual Cockpit: Inzwischen ist es für den A4, den Q7, den TT und den neuen R8 erhältlich.

Die Basis für die Connect-Option heißt zwar generell "Navigationssystem plus", es gibt sie aber je nach Modell in drei unterschiedlichen Ausführungen
. Bei allen Systemen klappt die Bedienung wahlweise per Sprachsteuerung oder MMI-Controller. Das "Multimedia Interface" ist ein Dreh-und-Drück-Knopf in der Mittelkonsole, mit dem der Fahrer Navigation und Musikwiedergabe steuert. Aber auch Fahrzeugfunktionen wie die Härte der Dämpfer oder die Assistenzsysteme lassen sich per MMI steuern.
Neuere Modelle haben zusätzlich auf oder neben dem Drehknopf ein Touchpad für Eingaben von Ziffern und Buchstaben. Das lenkt den Fahrer tatsächlich weniger ab, sodass er sich
 besser auf den Verkehr konzentrieren
 kann. Sukzessive kommt das Touchpad in alle Audi mit Connect-Option.

Vielseitige Connect-Dienste

Jeder Audi mit Connect hat entweder in der Mittelkonsole oder im Handschuhfach Steckplätze für SD-Karten, um Musik oder Videos abzuspielen. Zudem findet neben den SD-Karten 
eine SIM-Karte Platz. Sie ist der Schlüssel zum vernetzten Audi und bringt die Online-Verkehrsdaten per UMTS oder – falls verfügbar – via LTE ins Auto.
 Auch nützliche Infos wie das aktuelle
 Wetter, Kraftstoffpreise im Umkreis oder Infos zu Veranstaltungen wie Konzerte oder Festivals kommen so auf das Display.  Als besonders nützlich erwiesen sich im Test die Parkplatzsuche sowie
 die Landesinformationen. Wer zum 
Beispiel nach Dänemark fährt, weiß so vorab, welche Tempolimits gelten oder ob es eine Lichtpflicht bei Tag gibt. Die Verkehrsinformationen aus dem Netz sind stets aktuell und waren im Test besser als etwa die Infos via TMC. Per Sprachausgabe warnt das Navi selbst vor Fahrbahnverengungen in Baustellen – praktisch etwa für den Q7-Piloten, der dann brav rechts bleiben muss. Eine Route kann der Audi-Fahrer schon zu Hause am Computer planen und dann ans Auto schicken. Dazu benötigt er einen MyAudi-Account, der das Auto mit der persönlichen My- Audi-Internetseite oder der Audi-App koppelt. Steigt der Fahrer dann ins Auto, ruft er einfach die Route ab und fährt los.

Alle Audi-Neuheiten bis 2022

Audi A6 Illustration Audi A3 Illustration Audi A1 Illustration
Nützlich auch der WLAN-Hotspot: Mit ihm können Passagiere über die LTE- oder UMTS-Verbindung des Audi mit ihren Smartphones, Tablets oder Notebooks im Internet surfen. Wer das Smartphone zum Musikhören nicht per Kabel anstöpseln will, kann Musik auch per WLAN abspielen. Die Klangqualität war im Test damit viel besser als mit der üblichen Bluetooth-Verbindung. Im Test erwies sich die WLAN-Verbindung per LTE stets als sehr stabil, beim 3G-Empfang gab’s jedoch Probleme. Zumal auch das Webradio im Test wenig Spaß machte – die Internetverbindung brach häufig ab. Auch die Ladezeiten von Internet-Diensten waren deutlich zu lang. 

Assistenten im Test

Audi bietet eine breite Palette von Assistenzsystemen an:

● Abstandsassistent:
Den Abstandsassistenten nennt Audi "Adaptive Cruise Control". Im Test mit A6 und A8 arbeitete das System meist fehlerfrei. Im Stadtverkehr sollte sich der Fahrer nicht auf ACC verlassen, da das Radarsystem Autos teilweise anderen Spuren zuordnet und nicht erkennt.
● Spurwechselassistent: Top: Sogar im Stadtverkehr ordnet der Spurwechselassistent Fahrmanöver korrekt ein, selbst engere Kurven in mehrspurigen Straßen können ihn nicht irritieren.
Spurhalteassistent: Eine Kamera am Innenspiegel beobachtet die Fahrbahnmarkierungen und erkennt rechtzeitig, wenn das Auto seine Fahrspur zu verlassen droht. Der Test-Audi lenkte deutlich spürbar und bestimmt zurück in die Spur. Beruhigend: Sollte das System doch mal falsch liegen, muss der Fahrer nur stärker gegenlenken. Im Test auf rund 200 Autobahn-Kilometern irrte es sich aber nicht.

Audi im Connectivity-Test

Autor: Stefan Voswinkel

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.