Continental baut Gaspedal

Continental baut Gaspedal

— 29.04.2009

Intelligentes Gaspedal

Das Gaspedal "Active Force Feedback Pedal" von Continental ist ein intelligenter Helfer im Auto. Wird der Sicherheitsabstand zum Vordermann unterschritten, vibriert das Pedal und baut Gegendruck auf.

Der Reifenhersteller Continental bringt ein intelligentes Gaspedal, das "Active Force Feedback Pedal", kurz AFFP, auf den Markt, eine bisher weltweit einmalige Sicherheitstechnologie. Das AFFP vibriert und baut gegen den Fuß einen spürbaren Gegendruck auf, sobald der empfohlene Sicherheitsabstand zum Vordermann unterschritten wird. Laut Continental eine notwendige Entwicklung, denn nach wie vor passieren ein Großteil der Auffahrunfälle aufgrund von Unkonzentriertheit oder Übermüdung des Fahrers. Fast jeder zweite Unfall in Deutschland ist ein Auffahrunfall. Dabei wurden 2007 laut einer Statistik des Kraftfahrtbundesamtes 384 Menschen getötet und über 100.00 verletzt. Unfallursache ist zu 85 Prozent menschliches Versagen. Das AFFP wird an die vorhandenen Radar- oder Kamerasensoren des Fahrzeugs angeschlossen, vibriert und alarmiert damit den Fahrer, sobald die Sensoren eine bedenkliche Unterschreitung des Sicherheitsabstands anzeigen. Zusätzlich baut der im AFFP integrierte Elektromotor einen Gegendruck zum Fuß auf und hält den Fahrer so vom weiteren Gas geben ab.

Keine neuen Geräusche im Auto

Der größte Vorteil an Continentals intelligentem Pedal ist, dass es keine zusätzlichen akustischen oder optischen Signale ins Auto bringt. Aufgrund der Vielzahl an Geräuschen und Tönen in einem modernen Fahrzeug ist der Fahrer sowieso abgelenkt genug. Und er neigt dazu, Notsignale zu ignorieren oder sie einer anderen Ursache zuzuordnen. Deshalb vibriert das AFFP von Continental, bringt den Fuß dadurch im Notfall zu einer deutlich kürzeren Reaktionszeit, um beispielsweise auf die Bremse zu treten. Der Gegendruck, den das Pedal aufbaut, wird von einem Elektromotor erzeugt, der die Stellung des Gaspedals innerhalb von 0,1 Sekunden verändern kann. Der ist nicht statisch, sondern kann bei Notwendigkeit übertreten werden, wenn der Auffahrunfall zum Beispiel nur noch durch Ausscheren und Gas geben verhindert werden kann. Das AFFP eignet sich nicht nur zum Einbau in den Pkw, sondern für Lkw und Kleintransporter, die auf deutschen Autobahnen ein hohes Unfallrisiko darstellen. Ganz nebenbei soll das AFFP, das bisher von einem japanischen Autohersteller verbaut wird, laut Continental durch seinen Einsatz für eine ausgeglichenere Fahrdynamik auch dabei helfen, den Benzinverbrauch und den Ausstoß an Emissionen zu senken.

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