Cottbus bekämpft Feinstaub

Cottbus bekämpft Feinstaub

Cottbus bekämpft Feinstaub

— 01.03.2007

Intelligentes Ampelnetz

In der Cottbuser Bahnhofsstraße regelt ein Großrechner den Verkehr. Motto der Lausitz-Metropole: "Weniger Stillstand für bessere Luft".

Die Stadt Cottbus in Brandenburg hat den Kampf gegen den Feinstaub aufgenommen – allerdings nicht mit Umweltzonen und Fahrverboten, sondern mit grünen Ampeln. Ein 433.000 Euro teurer Großrechner regelt ab sofort den Verkehr in der stark belasteten Bahnhofstraße. Mit Sensoren erfasst er Daten wie die Fahrzeugdichte und Geschwindigkeit, berechnet daraus die Schaltung. Das Ziel: weniger Stillstand für bessere Luft. Denn beim Anfahren entstehe am meisten Feinstaub, sagt Hartmut Jonas vom Landesumweltamt Brandenburg. Und davon war im letzten Jahr zu häufig zu viel in der Luft um die Bahnhofstraße. An 86 Tagen (zulässig: 35 Tage) lagen die Messungen 2006 über dem erlaubten Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter – die zweitschlechteste Schadstoffbilanz in Deutschland.

Langes Stehen und Stinken ist in Cottbus bald vorbei. Grün ist trumpf!

In den nächsten Wochen gehen 13 weitere Straßenzüge ans intelligente Ampelnetz. Zusammen mit der ebenfalls neuen westlichen Umgehung hoffen die Stadtväter, die Einrichtung einer Umweltzone und die damit verbundene Aussperrung bestimmter Fahrzeuge zu vermeiden. Das Umweltministerium Brandenburg geht davon aus, mit diesen Maßnahmen bis Ende 2007 die Feinstaubbelastung in Cottbus "spürbar zu verringern". Dann steht fest, ob die rote Laterne (zehn Überschreitungen bis zum 24. Februar 2007) abgegeben werden konnte. Ähnliche Ampelsysteme sind für Potsdam und Bernau in Planung.

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