Crashtest

Renault Mégane Renault Mégane

Crashtest

— 03.12.2002

Die Knaller des Jahres

18 neue Autos im Crashtest von Euro NCAP. Vier schafften die Bestnote von fünf Sternen, drei versagten kläglich.

Mégane – erster Kompakter mit fünf Sternen

Sie haben wieder zugeschlagen, die Männer von Euro NCAP (European New Car Assessment Program). Das von der EU unterstützte Konsortium von Verbänden, Behörden, Verbraucherorganisationen und Automobilclubs unterzog 18 aktuelle Autos aus sieben Klassen (vom Kleinwagen bis zum Van) verschiedenen Crashtests. Die Ergebnisse sind teilweise beachtlich, teilweise aber auch erschreckend. Doch der Reihe nach.

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Als erstes Kompaktauto überhaupt schafft der neue Renault Mégane die Höchstwertung von fünf Sternen. Damit ist der Franzose nach dem Laguna der zweite Renault mit dieser Crashwertung. Klar, dass da Renaults Oberklassenlimousine Vel Satis nicht nachstehen wollte. Auch sie erhält fünf Sterne.

Der nächste "Fünf-Sterne-Kandidat" ist Saabs neuer 9³, dessen Vorgänger noch arg unter der alten Vectra-Plattform zu leiden hatte und bei uns im Crash vor zwei Jahren versagte. Jetzt zeigen die Schweden wieder, was sie unter Sicherheit verstehen.

Auch in Stuttgart, wo automobile Sicherheit längst ein traditioneller Wert ist, lässt man sich nicht lumpen: Serienmäßig fährt die E-Klasse fortan mit sechs Sternen vor – einem vorn am Kühler und fünf in der NCAP-Wertung. Leider kommt aber auch die größte Enttäuschung aus dem Hause DaimlerChrysler: der PT Cruiser. Der Van von Chrysler schaffte nicht einmal die Vier-Sterne-Hürde, die heute im Minimum von jedem Auto verlangt wird. Dieses trübe Ergebnis dürfte für weitere Spannungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis sorgen.

Chrysler PT Crusier, Citroën C3, Ford Fiesta

Hyundai Santa Fe, Freelander, E-Klasse

M-Klasse, Mercedes Vaneo, Nissan Primera

Nissan X-Trail, Peugeot 807, Renault Mégane

Renault Vel Satis, Saab 9³, Seat Ibiza

Legacy Outback, Suzuki Grand Vitara, Corolla

Die Ergebnisse der Crashtests im Überblick

Basis der Euro-NCAP-Bewertung sind zwei Crashs. Der Frontalcrash: Dabei wird mit 64 km/h und 40 Prozent Überdeckung (offset) gegen eine verformbare Barriere gefahren. Maximale Punktzahl: 16. Der Seitencrash: Er erfolgt mit 50 km/h. Maximales Ergebnis: 16 Punkte. Zusätzlich wird beim Seitencrash – falls vorhanden – die unterstützende Wirkung von Kopfairbagsystemen getestet. Dieser so genannte "Pfahltest" findet aber nur freiwillig statt und bringt maximal zwei zusätzliche Punkte.

Beim Front- und Seitencrash sitzen vorn zwei Dummys und hinten zwei Kinder-Dummys, die ein drei Jahre und ein 18 Monate altes Kind simulieren. Akustische und optische Gurtwarner können weitere Punkte bringen. Zu guter Letzt wird der Fußgängerschutz getestet, jedoch in einer eigenen Wertung dargestellt. Die Sicherheitsausstattung in den getesteten Fahrzeugen entspricht dem niedrigsten Serienstandard in einem europäischen Land.

Zum besseren Verständnis: Rätseln Sie nicht, wenn die Additionen in der Tabelle manchmal nicht stimmen. Dort sind nur die vollen, gerundeten Punkte aufgeführt, die Wertungen aber erhalten Dezimalstellen. Beispiel: Eine 5,6 ist eine 6, addiert mit 15,7 (erscheint als 16), ergibt dies 21,3. Jetzt wird auf- bzw. abgerundet. Macht also 21.

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