Crashtest

Crashtest

— 30.01.2003

BMW X5 verpasst den fünften Stern

Abzüge beim Frontalcrash vermasselten dem BMW X5 die angestrebte Fünf-Sterne-Maximalwertung beim Euro-NCAP-Crashtest.

Nur knapp verfehlte der BMW X5 beim Euro-NCAP-Crashtest die Fünf-Sterne-Maximalwertung. Es war aber ein zweiter Frontalcrash nötig, da sich beim ersten Versuch Probleme am Gurtsystem zeigten. Der Nachtest wurde erlaubt, weil BMW die geforderte Überarbeitung zusicherte. Für Abzüge beim Frontcrash sorgten ein erhöhtes Risiko für Brustbelastungen und harte Innenraumteile im Beinbereich. Durch Seiten- und Kopfairbags sowie die erhöhte Sitzposition besteht beim Seitencrash ein sehr niedriges Verletzungsrisiko. Verbessert werden sollte der Fußgängerschutz.

In der Klasse der Roadster konnte sich der Audi TT mit guten vier Sternen vor der Konkurrenz behaupten. Der Zweisitzer aus Ingolstadt verdaut den Frontcrash bis auf leichte Verformungen am Schweller ausreichend gut. Der Airbag kann allerdings erhöhte Belastungen des Brustraumes nicht verhindern. Ebenso gilt für beide Insassen ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch harte Bauteile rund ums Lenkrad. Verbesserungen sind notwendig beim Fußgängerschutz.

Ebenfalls vier Sterne sicherten sich der neue Opel Meriva in der Klasse der Minivans und der Skoda Superb in der oberen Mittelklasse. Der Minivan aus Rüsselsheim, der voraussichtlich im April auf den deutschen Markt kommt, büßte beim Frontalcrash aufgrund leicht erhöhter Belastungen an Brust und Beinen des Fahrers Punkte ein. Den wirkungsvoll funktionierenden seitlichen Kopfairbag gibt es nur gegen Aufpreis. Beim Skoda Superb zeigt die Fahrgastzelle Schwächen in der Standfestigkeit. Trotz Airbag schlug der Fahrer beim Fronttest bis auf das Lenkrad durch. Zu bemängeln ist der schwache Fußgängerschutz. Hier fordert der ADAC dringend Nachbesserungen.

Einziges Fahrzeug, das nicht die Vier-Sterne-Kategorie erreichte, war der Geländewagen Mitsubishi Pajero Pinin. Beim Frontalaufprall schwenkt das Lenkrad nach oben und sorgt so für ein erhöhtes Verletzungsrisiko für den Kopf- und Brustbereich. Außerdem könnte der gebrochene Lehnenbeschlag den Gurt beschädigen. Die Kombination aus hoher Sitzposition und Seitenairbags sorgt hingegen für niedrige Belastungen beim Seitencrash. (autobild.de/ADAC)

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