Crashtest Autobahnbaustellen

DEKRA-Crashtest Autobahnbaustellen DEKRA-Crashtest Autobahnbaustellen DEKRA-Crashtest Autobahnbaustellen

Crashtest: Autobahnbaustellen

— 29.06.2012

DEKRA fordert Schutzmaßnahmen

Der Weg in den Urlaub führt oft durch Autobahnbaustellen. Ein Ort, wo sich die wenigsten Autofahrer wohl fühlen. Die DEKRA zeigt in Crashtests die lauernden Gefahren und fordert neue Sicherheitsmaßnahmen.

Fast jeder zweite Autofahrer fühlt sich laut einer DEKRA-Befragung in Autobahnbaustellen unsicher. Jeder sechste bekommt sogar Angst, unter anderem wegen zu enger Fahrspuren. Unfallforscher der DEKRA haben jetzt Maßnahmen gegen Unfälle in den Anti-Komfortzonen gefordert. Provisorische Markierungen müssten regelmäßig überprüft werden, zudem sollten Rüttelstreifen und Anpralldämpfer für Signalwände (also die mobilen Hinweisschilder) konsequent eingesetzt werden. Grundlage der Forderungen sind aktuelle Crashtests im schweizerischen Wildhaus, die diese Einschätzungen bestätigten. Und so wurde getestet: 1. Aufprall auf Anpralldämpfer. Ein Fahrzeug nähert sich einer Tagesbaustelle. Sein Fahrer übersieht das Sicherungsfahrzeug, das den Beginn der Baustelle markiert. Es kommt zum Aufprall mit ca. 75 km/h gegen den Anbau am Heck des Lastwagens. Zum Glück ist die mobile Warneinrichtung mit einem Anpralldämpfer versehen. Sie rettet dem Fahrer möglicherweise das Leben. 2. Kollision mit einem Pannenfahrzeug. Ein Fahrzeug steht im Baustellenbereich mit einer Panne auf der rechten Spur, ein Pannenstreifen steht nicht zur Verfügung. Der Fahrer mit Warnweste  versucht, die Panne bei geöffneter Motorhaube zu beheben. Sein Kind ist auf dem Rücksitz, gesichert mit Kindersitz und Sicherheitsgurt. Das havarierte Auto ist schlecht abgesichert. Deshalb erkennt der Fahrer eines nachfolgenden Fahrzeugs die Situation zu spät und kann nicht mehr rechtzeitig anhalten. Es kommt zur Kollision mit ca. 55 km/h. 3. Gegenverkehrskollision im Bereich einer Verschwenkung. Bei einer Spurverschwenkung an einer Baustelle fährt ein Transporter auf der rechten Spur geradeaus weiter, anstatt der Spurverschwenkung zu folgen. Er drängt dadurch den links neben ihm fahrenden Kleinwagen auf die Gegenfahrbahn. Dieser überfährt zuerst die Beschrankung und prallt anschließend mit ca. 50 km/h in das entgegenkommende, etwa gleich schnelle Fahrzeug.

Check vor der Baustelleneinfahrt: Ist Ihr Auto auch zu breit?

Gleichzeitig mahnen die Forscher die Autofahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit innerhalb von Autobahnbaustellen. Unaufmerksamkeit, Hantieren am Radio oder gar das Schreiben von SMS seien tabu. Auf der schmalen, linken Spur sollten Fahrer nach Möglichkeit im gleichen Tempo versetzt fahren und das Überholen vermeiden, so die Verkehrsexperten.

Stichworte:

Autobahn Baustelle DEKRA

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.