Crashtest Mercedes SLS AMG

Crashtest Mercedes SLS AMG

— 05.11.2009

So sicher ist der neue Flügeltürer

Neben besten Fahreigenschaften soll der Mercedes SLS AMG auch jede Menge Sicherheit bieten. Landet er bei einem Unfall auf dem Dach, werden die Flügeltüren weggesprengt.

Er ist sportlich, er ist schnell, er ist sexy: Der neue Mercedes SLS AMG hat die Herzen der meisten Autoliebhaber schon lange vor seiner Markteinführung erobert. Dass er auch extrem sicher ist, spielt bei den Fans dieser Fahrzeuggattung auf den ersten Blick sicherlich keine große Rolle. Auf den zweiten aber schon. Und deshalb haben die Ingenieure während der Produktionsphase des Flügeltürers viel Energie und Hirnschmalz in die Entwicklung der Sicherheitssysteme gesteckt. So war die Zielvorgabe "sportlicher Leichtbau plus hervorragendes Crashverhalten" von Anfang an auf den tiefen Fahrzeugschwerpunkt und den optimalen Verlauf der Kraft- und Lastpfade ausgelegt.

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Oberste Priorität war, die Crashlastpfade gezielt um die Passagiere herumzuleiten, um schwere Verletzungen bestmöglich zu vermeiden. Und zwar bei Frontal-, Heck- und Seitenaufprall sowie für Dachkollisionen. Ein ganz besonderes Schmankerl haben sich die Ingenieure für mögliche Dachkollisionen ausgedacht. Landet der SLS auf dem Dach, werden die eventuell verkeilten Flügeltüren durch eine kleine automatische Sprengung vom Fahrzeug getrennt. Bei der Frontalkollision wird die Aufprallenergie in die extrem steife Schwellerstruktur eingeleitet. Darum bleibt die Fahrgastzelle bei den üblichen Frontaufprall-Tests mit 50 bis 60 km/h unverformt. Durch die Anordnung des Triebwerks als Frontmittelmotor hinter der Vorderachse ergibt sich eine große Deformationszone vor dem Motor.

Beim Seitencrash schützen Verstärkungen aus kaltvervormtem Stahl

Ganz schön clever: Fällt der SLS aufs Dach, werden die Türen mit einer Mini-Explosion weggesprengt.

Auch die Torque Tube, die den Motor mit dem Doppelkupplungsgetriebe verbindet, hilft beim Crash: Beim Front- und Heckaufprall entlastet die Torque Tube die Rohbaustruktur, weil sie die Aufprallkräfte gezielt aufnehmen und weiterleiten kann. Beim Seiten-Crash kommt eine in den Flügeltüren integrierte Seitenaufprallverstärkung aus kaltverformtem Stahl zum Einsatz. Diese stützt sich auf A- und B-Säule ab und überträgt die auftretenden Kräfte in die Karosseriestruktur. Der Mercedes SLS AMG soll sämtliche länderspezifische Aufprallkonfigurationen erfüllen, die für die Zulassung nötig sind. Die ersten Tests vom ADAC oder Euro NCAP dürfen mit Spannung erwartet werden.

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