Crashtest: Unterfahrschutz bei Lkw
Alles nur Fassade

–
Der Lkw-Unterfahrschutz soll tödliche Unfälle stoppen. Doch die Blech-Barriere ist instabil und oft nur lose befestigt. Sichere Alternativen werden jedoch zerredet.
Der Renault hat sich bis hinter die B-Säule unter den Sattelzug gebohrt, Decken verhüllen die Überreste der Fahrgastzelle. Bei dem Unfall Anfang August 2011 auf der A3 starben drei Menschen. Solche Tragödien müssen verhindert werden, fordert Dr. Dieter-Lebrecht Koch, Europa-Abgeordneter der CDU. Er plädiert für weitreichende und allgemeingültige Vorschriften, die einen stabilen Unterfahrschutz für alle Lkw zur Pflicht machen: "Das wird helfen, Unfallfolgen abzumildern" Seit 1970 gehört der Heckunterfahrschutz per Europa-Richtlinie zur Standardausstattung von Lkw, 2006 wurde die Regelung durch eine geringfügig verschärfte Richtlinie ersetzt. Dennoch gehen Unfälle mit Personenwagen oft tödlich aus. Laut Statistischem Bundesamt starben 2010 bei 23.517 Lkw-Unfällen 294 Pkw-Insassen. Als Grund nennt ADAC-Versuchsingenieur Volker Sandner die leichte Bauweise des Schutzes und seine mangelhafte Befestigung am Lkw: "Der Unterfahrschutz knickt weg oder reißt ganz ab."
Überblick: Alle Crashtests auf autobild.de

Eine einfache Modifikation bringt den gewünschten Effekt: Der Motorraum des Pkw zerschellt, die Fahrgastzelle bleibt unversehrt.
Bild: Werk
Service-Links