D1-Driftserie 2005

D1-Driftserie 2005 D1-Driftserie 2005

D1-Driftserie 2005

— 10.01.2006

Quer was los!

Beißender Gummiqualm, gequält quietschende Pneus und spektakulär schnelle Autos in atemberaubender Schräglage: Die D1 Driftmeisterschaft 2005 hatte es in sich.

Das Drift-Virus breitet sich aus

Letztes Jahr zeigte sich mal wieder, daß professionelles Driften zum echten Erfolgssport avanciert ist. Die Saison 2005 der japanischen D1-Grand-Prix-Serie endete im November auf der Rennstrecke von Tsukuba, wo das Kei-Office-Team seinen ersten Sieg feierte. Und das Drift-Virus breitet sich unaufhaltsam weiter auf der Welt aus. Sogar in Irwingdale, Kalifornien, startete die Meisterschaft. Dort feierten amerikanische Fans ekstatisch die extrem schnellen und qualmenden Rutschpartien der Fahrer.

Auch die US-Serie Formula Drift erfreut sich zwei Jahre nach ihrem Start stetig steigender Zuschauer- und Teilnehmerzahlen. Auch im englischen Silverstone gastierte die D1-Serie, wo sich einheimische Quertreiber aus England und Schottland packende Kopf-an-Kopf-Duelle lieferten. Es war ein erster Versuch von Daijiro Inada, dem Gründer der D1-Serie, diesen spannenden Sport weltweit bekannt zu machen. In diesem Jahr können wir die irrwitzigen Fahrer in vielen weiteren Ländern erwarten. Langsam, aber sicher nähert sich so der Wettbewerb seinem Ziel einer Weltveranstaltung, bei der sich die besten Fahrer aus allen Ländern packende und qualmende Zweikämpfe liefern.

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Um die Zuschauer auch weiterhin zu begeistern, sattelten einige Teams auf neue Autos um, wie zum Beispiel Kumakubo von Team Orange. Der bekannte Tuner JUN baute für ihn einen Subaru Impreza STi Spec C zu einem heckgetriebenen Schleuder-Monster um. Tanaka, der fürs gleiche Team fährt, wechselte gerade auf einen 550-PS-Impreza, der in der kommenden Saison um den Sieg mitfahren dürfte. Ueno hat mit dem Lexus SC jetzt dank eines 650 PS starken Reihensechszylinders das stärkste Auto in der Meisterschaft.

Kazama beherrschte die Szene

Und dann gibt es ja noch Manabu Orido. 2004 saß er zusammen mit Rennlegende Keiichi Tsuchiya in der Jury. Dann versuchte er sein Glück als Fahrer im RS-R-Team. Angesichts der vielen Ausfälle und Crashes hatte er bis jetzt nicht viel davon. Vom Jahr 2006 verspricht er sich aber mehr Chancen. Neue Saison, neues Glück.

Die vergangene Saison wurde gleich ab Runde 1 von Kazama dominiert, der sich oft als wahres Drift-Naturtalent bewies. Sein 450 PS starker S15 Nissan Silvia hat sich keinen Ausfall geleistet und ihm den Weg zum Titel damit etwas erleichtert. Suenaga hat Kazama im RE-Amemiya Mazda RX-7 das ganze Jahr über gejagt und blieb ihm mit nur sieben Punkten Rückstand bis zum vorletzten Lauf auf dem Fuji Speedway dicht auf den Fersen. Beim Finale in Tsukuba sah es zunächst nach einem knappen Sieg für Suenaga aus, doch dann fiel sein Auto überraschend aus.

Vergangene Meister wie Imamura, Nomura und Taniguchi können auf ein schweres Jahr mit gleichermaßen vielen Fehlern zurückblicken. Aber das Geilste ist, daß sich dank der neuen Street-Legal-Klasse auch Amateure in der D1-Serie einfinden, was dem spektakulären Sport eine erfolgreiche Zukunft sichern dürfte.

Autoren: Carbonare, Frank Wiesmann

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