ADAC-Dachboxentest

Dachboxen-Test

— 12.12.2007

Boxen im Zweiten

Nach dem verheerenden Ergebnis im letzten Dachboxentest hat der ADAC die Skisärge im Crashtest erneut unter die Lupe genommen. Nur ein Kandidat überzeugte mit echter Verbesserung, einer blieb "mangelhaft".

Beim Dachboxen-Test 2006 war die Hälfte der vom ADAC im Crashest überprüften Kandidaten durchgefallen. Schon bei einem Aufprall von 30 km/h bohrten sich bei drei Boxen die Skier durch das Plastikgehäuse und hätten im Ernstfall das vorausfahrende Auto getroffen. Eine vierte Box flog sogar komplett vom Dach. Ein Nachtest von drei mangelhaften "Skisärgen" sollte jetzt klären, ob die Hersteller aus dem schlechten Abschneiden ihrer Produkte Konsequenzen gezogen haben. Resultat: Lediglich die Firma Thule hat ihre damals durchgefallene Ski-Box deutlich verbessert.

Die Thule Atlantis 780 besitzt nun einen dritten Spanngurt für die Ladungssicherung. Die beanstandete Schnellbefestigung wurde stabiler ausgelegt. Die Box bleibt auf dem Dach. Zwar reißt der vordere Spanngurt, die Ladung wird jedoch gut zurückgehalten. Statt "mangelhaft" gab es im Nachtest ein "gut". Das Video (rechts) zeigt den direkten Vergleich zwischen "alter" und "nachgebesserter" Thule-Dachbox. Die Atera Carver 411 konnte sich nur um einen Platz verbessern: "ausreichend" statt "mangelhaft". Bei dieser Box wurden die Kunststoffverschlüsse der Spanngurte durch solche aus Metall getauscht, dafür reißen jetzt die zu schwach dimensionierten Zurrösen aus Kunststoff aus. Das Ladegut durchschlägt wieder die Boxenwand, fällt aber nicht komplett heraus. Keinerlei Konsequenzen aus dem katastrophalen Testergebnis des Vorjahres zog der Hersteller der G3 Pegaso 450. Somit gab es das gleiche Ergebnis und die gleiche Note wie damals: "mangelhaft". Die G3 Cargo 12, die zweite mangelhafte Box dieses Herstellers, konnte nicht nachgetestet werden. Die Baureihe wird inzwischen nicht mehr produziert.

Drei Produkte, die 2006 mit dem Gesamturteil "mangelhaft" aus dem umfangreichen Test hervorgingen, wurden inzwischen von den Herstellern überarbeitet und jetzt nochmals vom ADAC auf den Crash-Prüfstand gestellt. Ergebnis: Nur eine Box die "Atlantis 780" von Thule wurde so überarbeitet, dass sie beim Kriterium "City-Crash-Test" zum Vorjahres-Testsieger "Corvara 310" von Kamei aufschließen konnte. Weitere Kriterien, die im Nachtest 2007 nicht mehr geprüft wurden, sind  Wasserdichtigkeit, Handhabung und Diebstahlschutz. "Absolut wasserdicht sehr gut", lautete das Urteil der ADAC-Profis zur Dichtigkeitsprüfung über die Kamei Box. Die drei nachgetesteten Boxen von Thule, Atera und die G3 Pegaso 450 erreichten in dieser Kategorie maximal ein "befriedigend". Von allen getesteten Boxen erreichten 2006 nur zwei die Note "gut". Als Testsieger ging die Corvara 310 vom Wolfsburger Hersteller Kamei hervor. Besondere Bedeutung in der Gesamtbewertung des ADAC hatte der City-Crash Test (nach DIN 75 302), den die Corvara 310 von Kamei damals als einzige unbeschadet überstand.

Stichworte:

Dachbox

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