Daewoo Evanda 2.0 CDX

Daewoo Evanda 2.0 CDX Daewoo Evanda 2.0 CDX

Daewoo Evanda 2.0 CDX

— 12.05.2003

Die unbekannte Größe

Evanda, noch nie gehört? Der No-Name-Riese von Daewoo hat Platz wie ein Omega – und kostet nicht mehr als ein Vectra.

Außenhaut von Stardesigner Giugiaro

Die großen Blechriesen sterben aus. Ford Scorpio? Längst weg. Opel Omega? Scheintot. Wer heute richtig viel Blech für günstiges Geld will, muss bei den Koreanern suchen. Das neue Topmodell von Daewoo heißt Evanda. Evanda 2.0 CDX, um genau zu sein, denn die Stufenhecklimousine kommt zunächst nur in dieser einen Version nach Deutschland. Bei Daewoo, ansonsten bekannt für pfiffige Kleinwagen wie Matiz und Kalos, spielt die große Reiselimousine so etwas wie die unbekannte Größe. Auffallen soll vor allem ihr Preis. Der No-Name-Riese im Format eines Opel Omega kostet weniger als ein Vectra: genau 20.990 Euro.

Oho! So billig sieht der Evanda wirklich nicht aus, schließlich hat Italiens Stardesigner Giugiaro sein Blech recht ansehnlich gestaltet. Dahinter steckt reichlich Platz: Der Evanda ist groß genug für die ganze Familie, auch wenn der Kofferraum (435 Liter) größer ausfallen könnte. Erstaunlich die Qualität des Interieurs: Mit diesem Cockpit kann man sich sehen lassen, da redet kein Nachbar vom Sparauto.

Wo der Daewoo einem Vectra hinterherhinkt, zeigen Details: Die Sitze geben zu wenig Seitenhalt, die Kopfstützen fahren nicht weit genug heraus. Dafür lässt die Serienausstattung kaum Wünsche offen: Der CDX bietet Klimaanlage, Audioanlage mit Fernbedienung am Lenkrad, Holzdekor in der Mittelkonsole, elektrisch verstellbaren Fahrersitz, Leder und Sitzheizung vorn. Schöne Nettigkeiten, die in deutschen Preislisten schnell 5000 Euro extra kosten.

Technische Daten und Wertung

Lücken lässt der Evanda in den elektrischen Fangzäunen. Zwar fahren ABS, Traktionskontrolle und vier Airbags serienmäßig mit, doch ein ESP fehlt ganz. Und das wird schnell vermisst, denn beim Ausweichmanöver keilt das Heck hinterhältig aus. Spätestens dann wünscht man auch mehr Gefühl in der leichtgängigen Lenkung. Der Federungskomfort wäre vor fünf Jahren noch als "gut" durchgegangen: Das Fahrwerk dämpft ganz ordentlich, lässt nur die harten Schläge böse durch.

Den Kumpel für den Alltag spielt der 2,0-Liter-Benziner: kein Wunderding, aber lebendig genug, ohne übermäßig zu saufen (9,8 Liter Testverbrauch). Nur wenn er ran muss, knurrt der Motor unwillig, und die Schaltung hakt. Doch für sportliche Ausritte ist der brave Evanda nicht gebaut.

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