Daewoo Kalos 1.4

Daewoo Kalos Daewoo Kalos

Daewoo Kalos

— 05.09.2002

Daewoos Neustart

Mit Kalos aus der Krise? Warum nicht! Der Korea-Polo ist preiswerte Ware im Italo-Design.

Daewoo ist pleite – es lebe Daewoo! Wie das? Ganz einfach: Die koreanischen Überlebenskünstler sind zwar insolvent, schicken aber dennoch einen neuen Kleinwagen in den Ring. Mehr noch: Mit dem Kalos will Daewoo durchstarten. Die Zeichen dafür stehen gut. Der US-Riese GM, weltgrößter Autobauer, übernimmt 42 Prozent des kränkelnden Konzerns und plant, die Marke mit viel Elan zu etablieren. Gleichteile-Strategie und Dieselmotoren von Opel inklusive.

Kleiner Koreaner für kesse 9999 Euro

Kreisrunde Armaturen dominieren das Cockpit. Genauso wie schwarzer und grauer Kunststoff. E-Fenster vorn und andere Annehmlichkeiten sind Serie.

Keine schlechten Aussichten. In dieser Aufbruchsstimmung kommt der Kalos gerade recht. General Motors hat zwar in keiner Weise am Neuling mitgewirkt, trotzdem ist er ein gelungener Wurf. Das Wichtigste vorweg: der Preis. 9990 Euro kostet der Kalos. Und dafür gibt es eine Ausstattungsliste, die serienmäßig 23 Positionen umfasst. Das bietet kaum ein anderer Wagen dieser Klasse.

Vier Airbags, ZV, E-Fenster vorn, Servolenkung, neigbare Lenksäule, Colorglas, elektrisch verstellbarer Außenspiegel rechts und Radio machen den Kalos zum Preishammer. Dabei wirkt er so wertig, dass der unwissende Betrachter den Preis viel höher schätzt. Denn für die nicht einmal 10.000 Taler gibt es nicht nur einen umfangreich ausgestatteten Fünfsitzer mit fünf Türen, sondern auch einen ansprechend gestalteten Kleinwagen.

Fahrleistungen und Technische Daten

Wie schon der Matiz wurde auch der Kalos vom italienischen Design-Altmeister Giugiaro gezeichnet. Seitliche Sicken, ausgestellte Radhäuser, kiemenförmige Standlichter, Klarglasleuchten: Der Kalos macht auf kesses Kerlchen. Nur der Lufteinlass im Bug geriet ausdrucklos, der lackierte Stoßfänger hinten zu klobig. Das verwischt die Konturen. Ansonsten trägt er seinen Namen zu Recht. Kalos ist griechisch, heißt "der Schöne".

Besonders die Fahrzeughöhe von knapp 1,50 Metern ist bemerkenswert. Dadurch wirkt das Auto groß. Auch innen. Wo es mächtig rund geht: Instrumente, Lüftungsdüsen, Schalter, Türgriffe –alles rund. Farben? Schwarz und Grau. Abwechslung bringt nur der Warnblinkschalter. Der ist rot.

Beim Motor – logisch – muss Einfach-Technik genügen. 83 PS aus 1,4 Liter Hubraum sind ein gängiger Standardwert. Ab 4000/min wird der Vierzylinder brummig und lärmt bei Erreichen der Höchstdrehzahl mehr, als den Ohren gut tut. Das Fahrverhalten bleibt unkritisch, die Bremsen packen kräftig zu. Auch Lenkung und Getriebe funktionieren, wie sie sollen. Manchmal sind eben auch Pleitiers für eine Überraschung gut.

Technische Daten Reihen-Vierzylinder, vorn quer eingebaut • 2 Ventile je Zylinder • Hubraum 1399 cm3 • Leistung 61 kW (83 PS) bei 5600/min • max. Drehmoment 123 Nm bei 3000/min • Frontantrieb • Fünfganggetriebe • Einzelradaufhängung an McPherson-Federbeinen vorn, hinten Verbundlenkerachse • Tankinhalt 45 l Normal • Spitze 170 km/h • Preis 9990 Euro.

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