Dagger GT mit 2000 PS

Dagger GT Dagger GT

Dagger GT mit 2000 PS

— 09.12.2010

Der Bugatti-Killer

Kommt hier der König der Supersportler? Der Dagger GT hat sich jedenfalls zur Krönung angemeldet. Mit 2000 PS soll er den Highspeed-Rekord des Bugatti Veyron pulverisieren.

Es klang nach einem Rekord für die Ewigkeit: Der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport erreichte kürzlich bei seinem Weltrekord auf dem VW-Testgelände 431,072 km/h im Schnitt nach zwei Fahrten. Macht einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde und eine stolz geschwellte Brust bei Bugatti. Doch der 1200 PS starke Bolide könnte seinen Titel als schnellstes Serienfahrzeug der Welt bald einbüßen. Der Herausforderer heißt Dagger GT und kommt von der US-Sportwagenschmiede Transtar. Und wenn die Amis wirklich das umsetzen, was sie vollmundig ankündigen, kann der Veyron einpacken: Rund 2000 PS, ein maximales Drehmoment von 2710 Newtonmeter und 480 km/h stehen auf dem Datenblatt des Dagger GT.

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Von vorn wirkt der Dagger, als würde er grinsen. Ein Zeichen von Selbstsicherheit?

Das ist noch lange nicht alles: Der Motor mit 9,4 Litern Hubraum – entliehen aus einer Corvette LS7 und von Nelson Racing bereits auf 1800 PS aufgeblasen – wird von Transtar auf 2028 PS gebracht, um den Dagger in 1,6 Sekunden auf Tempo 100 zu bringen. Der in den USA wichtige Viertelmeilenspurt soll nach 6,6 Sekunden durch sein. Nicht zuletzt, weil der 1,12 Meter flache Dagger nur 1360 Kilo wiegen soll und mit einem cW-Wert von 0,26 dem Wind nur wenig Angriffsfläche bietet. Eine Angriffsfläche für Öko-Aktivisten bietet allerdings der Verbrauch: Der 4,88 Meter lange und 2,13 Meter breite Bolide soll bei 300 Meilen pro Stunde (483 km/h) 15 Liter schlucken – pro Minute! Wenn die Brembos mit 15-Zoll-Scheiben bei Tempo 100 aktiviert werden, soll der Bremsweg unter 30 Metern liegen.

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Das Heck mündet in vier armdicken Auspuffrohren.

Das Design des Transtar Dagger GT stammt von Phil Frank, der unter anderem den Saleen S7 gezeichnet hat. Die technischen Zugaben sind typisch für einen Supersportler: Stahlrohrchassis, Carbon-Kleid, superbreite Schlappen (20 Zoll/325er vorn und 21 Zoll/375er hinten) und eine superflache Silhouette mit langer Haube. Von vorn sieht der Dagger ein wenig aus, als würde er verschmitzt lächeln. Kann er auch, wenn er jemals die Sonne sehen sollte. Doch einiges spricht dagegen: Warum soll der Ami als Cabrio kommen, wenn er wirklich Rekorde brechen soll? Und warum sollen nur fünf Exemplare entstehen, wobei der Kunde wählen kann, ob der Dagger als Rennversion oder Straßenflitzer vorrollt? Immerhin hat Transtar schon eine konkrete Preisvorstellung für den Dagger GT: Ab 450.000 Dollar soll er kosten, macht umgrechnet 360.000 Euro. Und zwei Abnehmer soll es auch schon geben. Ob Bugatti jetzt ins Schwitzen kommt? Wir bleiben dran.

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