Daihatsu in Tokio

Daihatsu in Tokio 2007 Daihatsu in Tokio 2007

Daihatsu in Tokio

— 19.10.2007

Für Matsch und City

Kleinwagenspezialist Daihatsu setzt weiter auf ungewöhnliches Design. Der Mud-Master C oder der New Tanto sehen aus, als hätten Kinder ihren Traum von der kantigen Kiste zeichnerisch umgesetzt.

Ein Auto wie ein Schukarton auf Rädern, so stellt sich Daihatsu das Maximum an Raumökonomie vor. Im New Tanto zeigen die Japaner auf der 40. Tokyo Motor Show, was auf knapp 3,50 Metern Länge möglich ist. Für einen bequemen Einstieg in den Fond sorgt eine elektrische bedienbare Schiebetür, für die Wohnzimmeratmosphäre hat Daihatsu einen Fußboden in Holzmaserung verbaut. Dazu sollen ein Grinsegesicht mit rechteckigem Grill und "Schlafaugen" die junge Klientel einwickeln. Optische Basis für den Mini-Tranportkünstler ist die Studie Tanto FCHV, die vor zwei Jahren noch mit einem Brennstoffzellenantrieb ebenfalls in der japanischen Hauptstadt vorgestellt wurde. Der New Tanto verzichtet auf die sauberen Antriebsquelle, kommt aber dafür mittelfristig mit einem weiter entwickelten 600 Kubikzentimeter großen Benzin-Motörchen.

Matsch-Meister für Sportler

Der 3,40 kurze Viersitzer HSC setzt ebenso wie der Tanto auf Würze durch Kürze.

Das reine Spaßmobil gibt der Mud Master-C. Das Mini-Transporter-Konzept soll dank 37 Zentimeter Bodenfreiheit auch durch deftiges Gelände kraxeln, ein Reduktionsgetriebe garantiert Traktion. Ebenfalls offroad-tauglich: die extrem kurzen Überhänge. Damit sich das Führerhaus von Unrat befreien lässt, wurden abwaschbare Kunststoffe eingesetzt, selbst der verbaute LCD-Monitor soll der Feuchtigkeit trotzen. Drei Flügeltüren an den Seiten und hinten erleichtern die Beladung des Matschmeisters, der auf einem Leiterrahmen rollt. So sollen diverse Aufbauten möglich sein. Die Tokio-Studie wurde speziell für Montain-Biker konzipiert. In eine ganz andere Nische stößt der HSC (Heart + Smile Concept), der auch schon in Frankfurt stand, über den Daihatsu aber erst jetzt zusätzliche Informationen preisgibt: Der 3,40 kurze Viersitzer setzt ebenso wie der Tanto auf Würze durch Kürze. Möglich macht es der in diesem Fahrzeug rekordverdächtige Radstand von 2,49 Metern.  Die B-Säule fiel weg, die Türen öffnen gegenläufig und erleichtern den Einstieg auf vier dünn gepolsterte Sitzschalen. Der HSC ist eine rollende Sparbüchse. Geringes Gewicht, der Super cW-Wert von 0,28 in Kombination mit einem 650 Kubik großen Dreizylinder und 60 PS sollen drei Liter Verbrauch ermöglichen. Die Kraft überträgt ein stufenloses CVT-Getriebe.

Hier kommt der Copen-Nachfolger

Zaungast auf der IAA war auch schon der Roadster OFC-1 (Open Future Concept-1). Der kleine Herzensbrecher tritt in die Fußstapfen des Copen und übernimmt nahezu dessen Abmessungen mit 3,39 Metern Länge und 1,47 Metern Breite. Hier sorgt allerdings ein dreiteiliges elektrisches Verdeck mit Glasdach für neue Aussichten: Mit Hilfe einer integrierten LCD-Sonnenblende verdunkelt sich die Glasfläche oder wird wieder transparent. Befeuert wird der 820 Kilogramm leichte Roadster von einem Dreizylinder-Turbomotor, der aus 658 Kubikzentimeter 64 PS und 103 Nm Drehmoment schöpft. Die Kraftübertragung übernimmt eine CVT-Getriebe mit sieben Stufen. Optisch untermalen Aluminium-umrahmte Lufteinlässe, ein mittig platziertes Auspuffrohr hinten und 17-Zöller den durchaus sportlichen Auftritt des OFC.

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