Daimler: Defizitäre Niederlassungen

Daimler: Defizitäre Niederlassungen

— 27.05.2013

Schrumpfkur soll helfen

Daimlers deutsches Niederlassungsnetz hat 2012 einen Verlust von 45 Millionen Euro gemacht. Jetzt denkt der Konzern über eine Neustrukturierung nach.

(dpa) Daimler stellt sein deutsches Niederlassungsnetz auf den Prüfstand. Wie die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtet, sollen einzelne Niederlassungen verkauft, zusammengelegt oder kleinere Standorte geschlossen werden. Eine Daimler-Sprecherin sagte am 27. Mai 2013 auf dpa-Anfrage, die Niederlassungen würden angesichts sich ändernder Marktbedingungen laufend überprüft. Eigene Standorte seien für Daimler besonders wichtig, um den direkten Kontakt mit Kunden zu haben. Allerdings müssten sie dem Wettbewerb standhalten.

Gewinnrückgang 2012: Daimler kürzt Vorstandsgehälter

Nach Informationen der Zeitung machte das deutsche Niederlassungsnetz 2012 bei fast zehn Milliarden Euro Umsatz einen Verlust von 45 Millionen Euro. Der Autobauer hat hierzulande 34 Niederlassungen mit 144 Standorten und 16.000 Mitarbeitern. Dem Bericht zufolge erwägt zudem ein Private-Equity-Fonds, ein Angebot für wesentliche Teile des Netzes vorzulegen. Auch der US-Autohändler Penske wird demnach als Kaufinteressent gehandelt. "Der Vorstand will die Struktur des deutschen Vertriebs verändern", sagte ein Arbeitnehmervertreter. Pläne über einem kompletten Verkauf der Niederlassungen gebe es derzeit aber nicht.

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