Daimler-Vorstand Dieter Zetsche

Daimler-Jahresbilanz 2007

— 15.02.2008

Scheiden tut gut

Die Trennung von Tochter Chrysler hat Daimler wieder auf Kurs gebracht. Die Stuttgarter verbuchten 2007 einen kräftigen Gewinnanstieg. Und auch Smart soll 2008 erstmals schwarze Zahlen schreiben.

(dpa) Der Stuttgarter Autokonzern Daimler gibt nach dem Abschied von seiner defizitären US-Tochter Chrysler und einem tiefgreifenden Konzernumbau wieder Gas. Das operative Ergebnis wurde im Jahr 2007 kräftig gesteigert. Der Nettogewinn legte trotz der milliardenschweren Belastungen aus dem Chrysler-Verkauf ebenfalls zu. Vorstandschef Dieter Zetsche zeigte sich am Donnerstag (14. Februar) in Stuttgart für das laufende Geschäftsjahr optimistisch: Auch 2008 erwarte der Autobauer kräftige Zuwächse. "Der Kurs ist klar, Daimler gibt Gas." Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von von 5,0 Milliarden auf 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2007. Der Nettogewinn stieg leicht von 3,8 Milliarden auf 4,0 Milliarden Euro. Dabei wirkten sich Belastungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro aus der Abwicklung des Verkaufs der schwächelnden US-Tochter Chrysler negativ aus. Der Konzernumsatz bewegte sich mit 99,4 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau (99,2 Milliarden) und soll 2008 leicht steigen.

C-Klasse als Erfolgsgarant

Wachstumsmotor der Stuttgarter war im Jahr 2007 die Mercedes-Gruppe (Mercedes, Smart, Maybach). Das operative Ergebnis sprang von 1,783 Milliarden auf 4,753 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg leicht um zwei Prozent auf 54,2 Milliarden Euro. Der Absatz war 2007 unter anderem dank der neuen C-Klasse auf die Rekordmarke von 1,293 Millionen Fahrzeugen gestiegen (2006: 1,25 Millionen). Zetsche betonte, der Autobauer wolle die neue Generation des Kompaktsegments A- und B-Klasse "im Grundsatz eigenständig" entwickeln. In diesem Segment wollen die Stuttgarter künftig erheblich mehr Fahrzeuge absetzen. Dazu würden neue Fabrik-Kapazitäten benötigt, erklärte der Manager. "Dabei spielen auch andere Standorte außerhalb Deutschlands eine Rolle." Bei der Nachfolgegeneration der A/B-Klasse sowie bei anderen Fahrzeugen könne es eine Zusammenarbeit mit anderen Autokonzernen bei einzelnen Komponenten geben, betonte Zetsche. Die Gespräche in diesem Zusammenhang mit BMW verliefen gut, es gebe aber noch keine konkreten Ergebnisse.

Smart soll 2008 Gewinne abwerfen

Bei der jahrelang defizitären Kleinwagensparte Smart zeigte sich Zetsche optimistisch: Die eigenen Vorgaben seien erreicht worden. In diesem Jahr sei dann ein Gewinn geplant. Der Absatz von Smart war 2007 leicht von 102.700 auf 103.100 Fahrzeuge gestiegen. Allerdings hatte Daimler 2006 noch den forfour im Angebot, der nach Milliardenverlusten bei der Kleinwagenmarke eingestampft wurde. Einziges Modell im Angebot ist nun der überarbeitete Zweisitzer fortwo.

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