Dieter Zetsche

Daimler senkt Jahresprognose

— 23.10.2008

Stern auf Talfahrt

Mercedes-Hersteller Daimler hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate eine Gewinnwarnung herausgeben müssen. Eine Nachricht, die Folgen an der Börse hatte - und die einen Sparkurs auf schwäbische Art nach sich ziehen dürfte.

(dpa/cj) Die Krise auf den Auto- und Finanzmärkten hat den Daimler-Konzern erneut mit voller Wucht getroffen. Wegen der massiven Probleme auf dem europäischen und amerikanischen Pkw-Markt sowie der anhaltend unsicheren Lage auf den Finanzmärkten schraubte Konzern-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag (23. Oktober 2008) die Prognose für das laufende Jahr zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate deutlich zurück. Für 2008 wird nun nur noch mit einem operativen Ergebnis von mehr als sechs Milliarden Euro gerechnet. Ausdrücklich nicht in dem Ausblick enthalten sind mögliche weitere Belastungen durch Chrysler sowie die Kosten für den Produktionsstopp der Lkw-Marke Sterling Trucks. Die ursprüngliche Prognose hatte Zetsche zum Halbjahr bereits von 7,7 Milliarden auf einen Wert von rund sieben Milliarden Euro gesenkt.

EBIT sinkt um zwei Drittel, Umsatz schrumpft um sieben Prozent

Im dritten Quartal 2008 sackte der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) beim Premiumhersteller von 1,9 Milliarden im Vorjahr auf 648 Millionen Euro ab. Der Umsatz fiel um sieben Prozent auf 23,8 Milliarden Euro. Der Überschuss lag bei 213 Millionen Euro. Den größten Bremseffekt spürte Daimler in der Mercedes-Benz-Autogruppe, in der das EBIT von 1,3 Milliarden auf 112 Millionen Euro einbrach. Infolge der erneuten Hiobsbotschaften aus Stuttgart rutschte der Kurs des Dax-Konzerns zeitweise um über sieben Prozent auf rund 22 Euro ab. Als Konsequenz kündigte Daimler-Chef Zetsche einen konsequenten Sparkurs und die nachdrückliche Entwicklung neuer Produkte an.

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