Montage DaimlerChrysler

Daimler trennt sich von Chrysler

— 28.04.2009

Teure Scheidung

Das letzte Kapitel ist aufgeschlagen, die Scheidung ist durch: Daimler hat die letzten Anteile an Chrysler abgegeben. Kostenlos gibt es die Trenung vom ehemaligen Partner aber nicht.

Der Autobauer Daimler trennt sich vollständig von seinem verbliebenen Anteil an Chrysler. Eine entsprechende Einigung sei mit dem Mehrheitseigner Cerberus und der staatlichen Pensionsaufsicht erzielt worden, teilte das Unternehmen in Stuttgart mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern werde dadurch im zweiten Quartal mit bis zu 700 Millionen US-Dollar (529 Millionen Euro) belastet. Im Rahmen der Übertragung des bisherigen 19,9-Prozentanteils der Stuttgarter an den Finanzinvestor Cerberus verzichtet Daimler auf die Rückzahlung der Chrysler gewährten Darlehen, die im Jahresabschluss 2008 bereits vollständig abgeschrieben wurden.

Daimler kauft sich frei

Chrysler und Cerberus verzichten im Gegenzug auf Forderungen im Rahmen des vorhergehenden Anteilsverkaufs im August 2007. Außerdem ziehe Cerberus die 2008 vorgebrachten Vorwürfe zurück, nach denen Daimlers Geschäftsführung zwischen Vertragsunterzeichnung und -abschluss nicht ordnungsgemäß war. Die bestehende Pensionsgarantie in Höhe von einer Milliarde Dollar gegenüber der staatlichen Pensionsaufsicht wird auf einen Betrag von 200 Millionen Dollar reduziert und läuft bis August 2012 weiter. Daimler wird zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags und in den folgenden beiden Jahren jeweils 200 Millionen Dollar in die Pensionspläne von Chrysler einzahlen. Unterdessen geht der Überlebenskampf bei Chrysler weiter. Am Donnerstag (30. April 2009) muss der angeschlagene Autobauer der US-Regierung einen Sanierungsplan vorlegen, an den Präsident Barack Obama weitere Finanzspritzen geknüpft hat.

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