BYD E6

Daimler und BYD

— 05.03.2010

Millionen für ein E-Mobil

Daimler will Millionen in die Hand nehmen, um ein Elektroauto für China zu entwickeln. Partner dabei ist BYD. Die Chinesen wollen bereits 2011 einen Stromer nach Europa bringen.

(apn/dpa/sb) Daimler will in die Entwicklung eines speziellen Elektroautos für den chinesischen Markt rund 100 Millionen Euro investieren. Das kündigte Vorstandschef Dieter Zetsche auf dem Genfer Autosalon (4. bis 14. März 2010) an. Die Planung des Fahrzeugs werde bald losgehen. Zuvor hatte der Konzern eine Kooperation bei dem Projekt mit dem chinesischen Autobauer und Batterie-Spezialisten BYD (Build Your Dreams) bekanntgegeben und eine entsprechende Absichterklärung unterzeichnet. Das neue Fahrzeug werde unter einer neuen Marke vertrieben, die Daimler und BYD gemeinsam etablieren würden. In China solle ein Technologiezentrum aufgebaut werden, um das Elektrofahrzeug zu entwickeln, zu gestalten und zu testen. BYD ist in China Marktführer in der Entwicklung modernster Batterietechnologien und der am schnellsten wachsende chinesische Automobilhersteller.

Alle News und Tests zu Mercedes

Daimler will das geplante Elektroauto in China schon in wenigen Jahren auf den Markt bringen. "Wenn man über zwei bis drei Jahre redet, ist man da sehr viel weiter", sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber auf dem Genfer Autosalon. Einen konkreten Zeitplan nannte er aber nicht. "Wir werden Gas geben und die Partner in China zeichnen sich nicht durch Langsamkeit aus", so Weber weiter. BYD sei ein Baustein, um im "wichtigsten Zukunftsmarkt, den es gibt, in China" neue Wachstumspotenziale zu erschließen. "China braucht Mobilität, um den Wachstumsmotor am Laufen zu halten“, sagte Weber. "China muss deshalb und aufgrund der hohen Belastung, die in den Ballungsräumen durch den Verbrennungsmotor entsteht, massiv den Umschwung einleiten." Nach dem Willen der chinesischen Regierung sollten 2011 fünf Prozent aller Neufahrzeuge Elektroautos sein. Daimler peile an, seinen Absatz in China in diesem Jahr auf 100.000 Fahrzeuge zu steigern, sagte Weber. Im vergangenen Jahr hatten die Stuttgarter dort 70.000 Fahrzeuge verkauft.

Lesen Sie auch: BYD E6 in Detroit 2010

Unterdessen kündigte BYD an, als erstes chinesisches Unternehmen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben nach Europa zu bringen. Das sagte ein Manager des Herstellers auf dem Genfer Autosalon. Geplant ist demnach der Start des elektrisch angetriebenen E6 und des F3DM, der mit einem Range-Extender ausgerüstet ist. Der E6 stellt eine 4,54 Meter lange Mischung aus Kombi und Großraumlimousine als. Sein Elektromotor leistet 102 PS und beschleunigt den Wagen auf bis zu 140 km/h. Die Reichweite des Fünfsitzers gibt BYD mit 330 Kilometern an. Der F3DM dagegen ist eine kompakte Stufenhecklimousine von 4,53 Metern Länge. Sie soll auf eine deutlich höhere Reichweite kommen und bis zu 150 km/h erreichen. Möglich macht das ein Elektro-Antrieb mit eingebautem Notstrom-Aggregat: Wenn der Akku zur Neige geht, startet ein kleiner Benziner und treibt einen Generator für die weitere Stromproduktion an. Zu den Preisen machte BYD noch keine Angaben. Auch die Stückzahlen ließ das Unternehmen offen. Allerdings nannte ein Firmensprecher die mögliche Jahreskapazität für die beiden Autos: "10.000 Fahrzeuge im Jahr könnten wir bauen."

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.