Daimler-Vertriebszentrale in Berlin

— 08.02.2013

Streit um Straßennamen

Die Straße vor der Daimler-Vertriebszentrale in Berlin wird nach einer ehemaligen Zwangsarbeiterin des Konzerns benannt. Das sagen Unternehmen und Politiker dazu.

Die neue Mercedes-Benz-Vertriebszentrale in Berlin wird auf ihren Briefbögen den Namen einer  ehemaligen Zwangsarbeiterin des Daimler-Konzerns tragen. Die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg stimmte dafür, die Straße vor dem neuen Firmengebäude nach Edith Kiss zu benennen. Den Vorschlag hatte die Piraten-Partei eingebracht. Die ungarische Bildhauerin Kiss war wegen ihres jüdischen Glaubens 1944 von den Nazis deportiert worden und musste im Daimler-Werk Genshagen Flugzeugmotoren montieren.

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"Es ist wichtig und richtig, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken", so eine Daimler-Sprecherin. Daher unterstütze der Konzern die Entscheidung des Bezirks. Daimler hatte sich zuvor in den Gremien für eine Straßenbenennung nach Bertha Benz, Ehefrau des Unternehmensgründers oder Mercédès Jellinek, Namenspatin der Marke, ausgesprochen – ohne Erfolg. "Wir sehen unsere Aufgabe nicht darin, Öffentlichkeitsarbeit für die zu machen", sagte Paula Riester von den Grünen, Chefin der größten Fraktion im Bezirksparlament. Daimler will sein neues Firmengebäude Mitte 2013 beziehen.

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