Dakar: Sainz mit Etappensieg

Rallye Dakar: Alle Sieger der Auto-Wertung

Dakar: Sainz mit Etappensieg

Zwei Außenseiter in den Top-10

Nach sechs Etappen mischen zwei völlige Außenseiter in den Top-10 mit. Carlos Sainz holt sich indes den ersten Etappensieg. Stéphane Peterhansel führt weiter.
Nach den Dünen kommen die Berge. Die sechste Etappe führte auf die Hochebenen Boliviens auf über 4700 Meter. Die Fahrer kämpften mit der dünnen Höhenluft. Doch die Etappe war schnell, die Abstände zwischen den Fahrern gering. Carlos Sainz sicherte sich im Peugeot 3008 DKR Maxi den ersten Etappensieg. Seinen Rückstand in der Gesamtwertung auf Stéphane Peterhansel hat er um vier Minuten verkürzt: Er beträgt jetzt 27 Minuten. Nur noch diese beiden haben realistische Siegchancen, wenn sie keine großen Fehler mehr machen und die Autos halten.

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Es ist aber die Rallye Dakar der großen Hürden. Viele Topfahrer haben sich schon verabschiedet oder sind aussichtslos zurückgefallen. Das spült plötzlich Fahrer nach vorn, mit denen zuvor keiner gerechnet hat.

Die sechste Etappe hat Carlos Sainz gewonnen

Auf Rang neun der Gesamtwertung liegt gerade Eugenio Amos. Der Italiener ist gerade 32 Jahre alt und nach seinem Debüt 2016 (Rang 62) ist die Ausgabe 2018 erst der zweite Anlauf des Geschäftsmannes. Amos fährt mit einem 2WD Buggy SMG, der von einem Chevrolet-V8-Diesel angetrieben wird. Obwohl sein Vater in den 80er Jahren schon mit einem Truck bei der Dakar mitmischte, kommt Amos eigentlich aus dem Rundstreckensport. 2010 wurde er Meister der europäischen Lamborghini Super Tropheo. „Aber dann hat mich eine neue Herausforderung und vor allem die freundliche Atmosphäre im Biwak gereizt. Also habe ich 2015 mit Marathon-Rallyes begonnen“, erinnert er sich.
Nur ein Platz hinter Amos: Patrick Sereyjol. Der Franzose ist schon seit den 80er Jahren bei der Rallye Dakar dabei, erst mit dem Motorrad, inzwischen mit einem Auto. Sein Cummins Buggy hat einen 6,2-Liter-Benziner eingebaut, der über 400 PS leistet – mehr als beispielsweise die Werks-Boliden von Peugeot. Bisher war der Franzose aber weitgehend unauffällig unterwegs: mit dem Motorrad 1994 Vierter, mit dem Auto nie besser als Zwölfter (2009).
Jahre Rallye Dakar: Das waren die Highlights!
Auf den kommenden Etappen dürften die beiden vermutlich etwas zurückfallen: Sie ähneln WRC-Prüfungen, wo die Profi-Piloten ihre Erfahrung und ihr Talent gegenüber Amateurpiloten wie Amos und Sereyjol voll ausspielen können. Schon auf der sechsten Etappe landete Sereyjol nur auf Platz 19, Amos auf Rang 21.
Gesamtwertung nach der sechsten Etappe
1. Stéphane Peterhansel (Peugeot)
2. Carlos Sainz (Peugeot) +0:27,10 Stunden
3. Bernhard Ten Brinke (Toyota) +1:20,41
4. Nasser Al-Attiyah (Toyota) +1:24,20
5. Giniel de Villiers (Toyota) +1:35,59
6. Jakub Przygonski (Mini) +2:25,16
7. Martin Prokop (Ford) +2:25,52
8. Scheich Khalid Al Qassimi (Peugeot) +2:29,06
9. Eugenio Amos (2WD Buggy SMG) +2:30,58
10. Patrick Sereyjol (Cummins Buggy) +3:25,35

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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