Dartz Prombron Nagel
— 11.05.2011
Gepanzerter Sportback für Yachteigner
Diese Nische muss man erst mal finden: Der Dartz Prombron Nagel ist ein gepanzertes Sportback-SUV, das mit seinem 2000-PS-Motor gerne mal eine Yacht an den Haken nimmt.
Als Hersteller von Spezialfahrzeugen ist es das tägliche Brot der russischen Firma Dartz, die größten Autos für die kleinsten Nischen zu ersinnen. Jetzt haben sich die Russen mit Gray Design aus Schweden zusammengetan und den Dartz Prombron Nagel entwickelt. Überlegungen zum Sinn hinter diesem Fahrzeug plöppen zwar reflexartig auf, laufen dann aber schnell ins Leere. Dabei offenbart der Steckbrief des Nagel vielseitige Talente: Optisch macht das martialische Sportback-SUV mächtig Eindruck. Auch die Performance spricht für sich, 250 Sachen sind kein Problem. Und das, obwohl das Geschoss dafür gedacht ist, eine Yacht ins Schlepptau zu nehmen. Um die Sache richtig rund zu machen, ist der Nagel – typisch Dartz – auch noch gepanzert.
Man kann sich den typischen Käufer des Nagel nun also als reichen, gehetzten Hobbykapitän vorstellen, der öfter Gefahr läuft, beim Transport seines maritimen Schatzes unter Beschuss zu geraten. Klingt reichlich konstruiert. Deswegen sollte man wohl schlicht sagen: Der Nagel ist einfach cool, seine Existenz reiner Selbstzweck. Außerdem schreiben die Entwickler dem Nagel eine historische Komponente zu: Dartz versteht ihn nämlich als dreifache Hommage. Geehrt werden soll zum einen die russische Vorgängermarke Russo-Balt. Dann soll der Wagen aber auch an Andrey Nagel erinnern, der mit einem Russo-Balt-Rennwagen die Rallye Monte Carlo im Jahr 1912 gewann. Zu guter Letzt ist im Ehrungs-Triathlon auch noch die monegassische Yacht-Tradition mitgemeint.
Ruckzuck die Yacht an den Nagel gehängt. Den 2000 PS-Motor kann das nicht schrecken.
Gebaut ist der Nagel auf Plattform der rollenden Festung Dartz Prombron. Unter der Haube wütet ein nicht näher bestimmter Motor, der sagenhafte 2000 PS zur Verfügung stellen soll. Dementsprechend darf die Yacht am Haken auch immerhin bis zu fünf Tonnen wiegen und bis zu 15 Meter lang sein. 2012 kommt der gepanzerte Transport-Sportback auf den Markt. In diesem Zusammenhang verraten Dartz und Gray Design schließlich doch noch, wie man dem Kauf des Nagels einen legitimen Sinn geben kann: Man solle doch einfach die Nachbarn mit dem Sportback-Panzer neidisch machen. Sicher ist: Große Augen werden sie auf jeden Fall machen.
Kommentare zum Artikel (36)
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Schon etwas skuril, die Kiste, als Kind hab ich sowas aus Legosteinen gebaut und daraus wäre es auch jetzt noch ein Hit.
Aus Vollstahl als Bonzenpanzer ist es leider nur der Spiegel einer zutiefst kranken Gesellschaft, die aber immerhin noch so ursprünlich ist, dieses so bildhaft nach aussen Kund zu tun. Im Gegensatz dazu setzen die verschleierten westlichen Ausführungen da noch mal maniupulatorisch unbemerkt gemacht Ein bis Zwei oben drauf.
Wir haben also keinen Grund uns über die Russen zu echauffieren.
So ein Schmarrn, Cockpit-Leder aus Walpenis-Haut!!! Und fast niemand merkts hier...
Ein herrlicher Wagen. Hier meine Empfehlung für den entsprechenden Sound:
http://www.youtube.com/watch?v=smh834dsYu8
Russen haben nun mal keinen Geschmack - im Leben und bei Autos!
Es gibt auch Schönes mit 2000 PS:
http://www.bild.de/auto/auto-news/supersportwagen/power-monster-mostro-di-potenza-sf22-17861274.bild.html
Reicht auf jeden Fall für die komplette Innenausstattung. Ist ja sehr dehnfähig. :D