Das bringt die Coupé-Zukunft

Das bringt die Coupé-Zukunft Das bringt die Coupé-Zukunft

Das bringt die Coupé-Zukunft

— 27.08.2003

Gegen die Langeweile

Coupés sind für die Autohersteller in erster Linie Imageträger. Jenseits von Drei-Liter-Denken und Kofferraumvolumen-Pragmatismus sollen die sportlichen Zweitürer auch in Zukunft Emotionen wecken.

Audi A6 Coupé kommt Mitte 2005

Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Audi das Showcar Nuvolari auf Basis des A8. Das von Chefdesigner Walter de’Silva gezeichnete stattliche Coupé mit Alukarosserie (4,80 Meter lang, 1,92 Meter breit) zielt voll auf das neue BMW 6er-Coupé und den Mercedes-Benz CLK.

Aber Show ist eben Show, und so wird der Nuvolari in dieser Form nie gebaut werden. Zu aufwändig und teuer käme die Aluminium-Bauweise, da in diesem Segment keine hohen Stückzahlen zu erwarten sind. Als technische Basis wird deshalb zurzeit die Plattform des künftigen A6 favorisiert. Das viersitzige Coupé mit Stahlkarosserie, Sechs- und Achtzylindermotoren sowie optionalem Quattro-Antrieb ist für Mitte 2005 vorgesehen und könnte schlicht A6 Coupé heißen.

Das Preisniveau orientiert sich an der Konkurrenz (ab rund 40.000 Euro). Ein Jahr früher wird der neue TT auf den Markt kommen. Der 2+2-Sitzer wächst in allen Dimensionen, dank höherer Stückzahlen kommt er in den Genuss einer Alu-Space-Frame-Konstruktion. Aber auch die anderen Hersteller sind nicht untätig. Im Herbst startet der Extremsportler Mercedes-Benz SLR McLaren, kurz darauf das 6er Coupé von BMW. Erschwingliche Zweitürer sind bei Ford und Opel in Vorbereitung.

Lancia Fulvia, Alfa Brera, Ferrari 612

Lancia Fulvia Coupé Fiats Komfortmarke Lancia möchte zurück zur Sportlichkeit. Erste Hinweise geben Designentwürfe eines kompakten Coupés auf der Bodengruppe des Lancia Ypsilon. In Anlehnung an den seligen Fulvia (1964–74) soll der auf 2000 Exemplare limitierte Fronttriebler Fulvia Coupé heißen – statt wie bisher angenommen Fulvietta. Markteinführung ist vermutlich Ende 2004.

Alfa Brera Fiat-Strategen sehen großes Potenzial in einer Markenbindung von Alfa Romeo an Maserati und Ferrari. So könnte Alfa von der reinrassigen Sportwagentechnik aus Modena und Maranello profitieren, Maserati und Ferrari vom weit verzweigten Händlernetz Alfas. Die Studie Brera zeigt, was dann möglich ist: 4,2-Liter-Maserati-V8 mit 400 PS. Auf der IAA wird das GT Coupé auf Basis des 156 präsentiert. Topmotorisierung: eine GTA-Version mit 250-PS-V6.

Ferrari 612 Scaglietti Als Nachfolger des 456M GT präsentiert Ferrari Anfang 2004 auf der Detroit Motor Show den 612 Scaglietti. In Voll-Aluminium-Bauweise hergestellt, wird der 2+2-Sitzer einen 5,75-Liter-V12 mit 540 PS erhalten. Höchstgeschwindigkeit: 310 km/h.

Jaguar R-Coupé, Ford Capri, Volvo C50

Jaguar R-Coupé Die Studie R-Coupé gibt einen Vorgeschmack auf den Nachfolger der aktuellen XK-Reihe. Anfang 2006 soll er auf Basis der XJ-Limousine mit Alu-Karosserie auf den Markt kommen. Der längere Radstand sorgt für großzügigere Innenraumverhältnisse, ansonsten entsprechen die Abmessungen in etwa dem Vorgänger. So ist denn auch ein Leergewicht von rund 1600 Kilogramm realisierbar. Antrieb: 4,2-Liter-V8, bis zu 400 PS.

Ford Capri Nach der Produktionseinstellung von Cougar und Puma hat Ford gegenwärtig kein Coupé im Programm. Dies soll sich dank einer Neuauflage des zwischen 1969 und 1987 gebauten Capri ändern. Ab 2005 soll er, wie das Urmodell, dank Heckantrieb Fahrspaß auf unsere Straßen bringen. Die passende Plattform spendet der künftige Mazda MX-5 (kommt 2004), der wiederum auf einer verkürzten Bodengruppe des RX-8 basieren wird.

Volvo C50 Ab 2005 will Volvo mit dem kompakten C50 den Konkurrenten Audi TT und BMW Dreier Coupé das Leben schwer machen. Auf der Plattform des nächsten Ford Focus soll der 2+2-Sitzer Motoren mit bis zu 300 PS aufnehmen. Die starken Versionen werden Allradantrieb bekommen. Daneben sind ein 160-PS-Turbodiesel und eine Hybridversion geplant.

VW Coupé (Skoda Tudor), Audi TT, Opel GTC

VW Coupé (Skoda Tudor) 2002 zeigte Skoda in Genf ein großes viersitziges Coupé auf Basis des Superb und mit dessen 2,8-Liter-V6-Motor (193 PS). Um dem sportlichen Anspruch zu genügen, wurde das Fahrwerk im Vergleich zum Superb straffer abgestimmt und mit 18-Zoll-Rädern versehen. Skoda schloss eine Serienproduktion allerdings von Anfang an aus, und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass der elegante Zweitürer unter dem VW-Label als Passat-Coupé auf den Markt kommen wird. Der Tudor wurde also nur gebaut, um die Publikumsresonanz zu prüfen. Schade eigentlich – für Skoda!

Audi TT 2005 kommt der neue Audi TT als 2+2-sitziges Coupé, die Roadster-Variante ein Jahr später. Technische Basis sind VW Golf V und Audi A3, die Karosserie wird jedoch aus Aluminium bestehen. Trotz größerer Abmessungen soll sich dadurch das Mehrgewicht im Vergleich zum Vorgänger in engen Grenzen halten. Basismotor ist ein Zweiliter-FSI mit 150 PS, als Turbo mit 180 PS. Darüber rangiert der 3,2-Liter-V6 mit wahlweise 250, 280 und 350 PS und serienmäßigem Allradantrieb.

Opel GTC Die Studie GTC ("Gran Turismo Compact") zeigt, wie eine Coupé- Variante des kommenden Opel Astra (Premiere auf der IAA) aussehen könnte. Kräftig modellierte Kanten und ausgestellte Radläufe kennzeichnen die viersitzige Sportlvariante mit dem getönten Panorama-Glasdach. Frühestens 2005 geht der Opel GT II an den Start. Der knackige Zweisitzer sorgt für Fahrspaß pur.

Renault Mégane CC, Citroën Airdream

Renault Mégane CC Den Spagat zwischen Coupé und Cabriolet wagt Renault mit dem Mégane CC. Das Zwei-in-eins-Spaßmobil wird mit dem Peugeot 307 CC konkurrieren. Beide debütieren noch in diesem Herbst. Der vollwertige Viersitzer bietet bei geschlossenem Dach ein üppiges Kofferraumvolumen von 490 Litern, geöffnet bleiben immerhin 190 Liter übrig.

Das transparente Dach besteht aus vier Millimeter dickem "Vénus 35"-Spezialglas und wird beim bekannten Karosserie-Spezialisten Karmann in Osnabrück gefertigt, um anschließend im Renault-Werk in Douai mit der Rohkarosserie "vermählt" zu werden. Für Sicherheit bei einem Überschlag sorgen automatisch ausfahrende Bügel hinter den Fondsitzen sowie verstärkte A-Säulen.

Citroën Airdream Der Airdream zeigt, wie ein Nachfolger des Xsara Coupés aussehen könnte. Auf Basis des kommenden Citroën C4 kreierten die Designer ein avantgardistisches Coupé in der Tradition des SM von 1970. Der Airdream trägt jedoch keinen Maserati-Motor (wie der SM) unter der Haube, sondern einen neuen Benzin-Direkteinspritzer. Die Hydropneumatik soll für geschmeidigen Komfort, das Glasdach für Durchblick sorgen. Im Innenraum gibt es ein Telematiksystem mit MP3-Player und Internet-Zugang.

BMW 6er Coupé, Mercedes-Benz SLR

BMW 6er Coupé Auf der IAA im September feiert das BMW 6er Coupé Premiere. Der Hightech-Bolide wird in Alu-Stahl-Kunststoff-Bauweise gefertigt und bringt daher "nur" 1,6 Tonnen auf die Waage. Zum Verkaufsbeginn Ende 2003 gibt es den 4,4-Liter-V8 aus dem 745i mit Valvetronic und 333 PS.

Das starke maximale Drehmoment von 450 Newtonmeter gelangt wahlweise per Sechsgang-Handschaltung, Steptronic-Automatik oder SMG-Getriebe an die Hinterräder. DSC und Dynamic Traction Control (DTC) sind Serie, optional gibt es adaptives Kurvenlicht, Aktiv-Lenkung mit variabler Übersetzung sowie Dynamic Drive (verhindert allzu große Seitenneigung der Karosserie). Die Preise werden sich auf dem Niveau der 7er-Reihe bewegen. Ob ein Coupé der 1er-Reihe kommt, ist noch unklar.

Mercedes-Benz SLR Der bei Formel-1-Partner McLaren im englischen Woking handgefertigte Supersportwagen wird ab Herbst zum Preis von etwa 350.000 Euro ausgeliefert. Sein 5,5-Liter-Kompressor-V8 leistet gut 600 PS und katapultiert den Silberpfeil in unter zehn Sekunden auf 200 km/h. Um aus der Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h wieder sicher zum Stehen zu kommen, fährt bei Bedarf im Heck als Luftbremse eine Klappe aus. Chassis und Karosserie bestehen aus Carbonfiber. Leergewicht: 1600 Kilogramm.

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