Das Duell in der Formel 1

Schumacher vor Montreal: abtauchen, abschalten, aufholen Schumacher vor Montreal: abtauchen, abschalten, aufholen

Das Duell in der Formel 1

— 14.06.2006

Abtauchen, abschalten, aufholen

Formel-1-Pilot Michael Schumacher macht Urlaub in den USA und beharrt auf seiner WM-Chance – trotz Alonsos weitem Vorsprung.

Als Silverstone-Triumphator Fernando Alonso sich anschickte, seinen Erfolg beim achten von 18 Formel-1-Rennen der Saison 2006 zu feiern, wollte der chancenlose Michael Schumacher nur noch ganz schnell weg. Rund zwei Stunden nach seinem zweiten Platz hinter dem Weltmeister aus Spanien schnappte sich der Ferrari-Star einen Motorroller, und noch am Abend trat er mit Ehefrau Corinna und Freunden von London aus die Flugreise in die USA an. Vor der richtungsweisenden Nordamerika-Tournee mit den beiden Rennen in Montreal (25. Juni) und Indianapolis (2. Juli) genießt Schumacher wie jedes Jahr Wild-West-Romantik und will neue Kräfte sammeln. Diesmal aber mit dem Kopf voller Gedanken an die Zukunft. Trotz der Lektion im Mutterland des Motorsports will Schumacher offiziell nicht aufgeben.

"Das Titel-Rennen ist noch lange nicht gelaufen. Wir haben noch nicht einmal die Hälfte erreicht, es liegen noch zehn Rennen vor uns, da kann noch vieles passieren", sagte der siebenmalige Weltmeister kämpferisch und fuhr fort: "Wir werden ganz sicher nicht aufstecken, und alles dransetzen, Boden gutzumachen." Daher lautet die Devise: abtauchen, abschalten, aufholen. Angesichts der Dominanz von Alonso und Renault jedoch braucht Schumacher ein kleines Wunder, denn der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte fährt derzeit in einer eigenen Liga. In den vergangenen 14 Rennen stand der 24jährige stets auf dem Podest, sechsmal sogar ganz oben. In dieser Saison holte er 74 von 80 möglichen WM-Punkten. Sein Vorsprung vor dem Verfolger Schumacher beträgt schon 23 Zähler (74:51).

Und Alsonso hat längst noch nicht genug. "Angriff ist die beste Verteidigung. Wir wollen den Vorsprung nicht über die Runden schaukeln, sondern weiter Rennen gewinnen." Die Aussichten scheinen rosig, denn Renault besticht durch seine hohe Zuverlässigkeit. Der letzte Ausfall wegen eines technischen Defekts datiert vom September 2004 in Spa/Belgien. Analyse von Renault-Teamleiter Flavio Briatore: "Mit jedem weiteren Erfolg steigt unser Selbstvertrauen, und das merken die anderen Teams."

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