DAT-Veedol-Report 2002

DAT-Veedol-Report 2002

DAT-Veedol-Report 2002

— 09.04.2002

Starke Statistik

Wo werden Gebrauchtwagen gekauft? Wie oft wird das Öl gewechselt? Was zahlt der Autofahrer pro Inspektion? Der DAT-Veedol-Report 2002 zeigt das ganze Autofahrerleben.

Ein Autoleben für 550.000 Mark

Der Autokäufer ist ein durchschaubares Wesen. Anhand von Autoverkäufen, Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes und Befragungen bleibt fast nichts geheim. Besonders nicht, wofür der Autofahrer sein Geld ausgibt. Einmal im Jahr veröffentlicht die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) als Marktbeobachter zusammen mit den Ölexperten von der Deutschen Veedol im DAT-Veedol-Report (nicht im Handel erhältlich), was ein Autofahrerleben bewegt.

So wissen die Statistiker aus dem Jahr 2001, dass ein Autofahrer im Schnitt 54 Jahre lang auf den Straßen unterwegs ist. Dafür gibt er insgesamt rund 550.000 Mark aus: je 20 Prozent entfallen auf Neu- und Gebrauchtwagenkäufe sowie Treibstoff sowie 13 Prozent für die Versicherung. Das sind dreiviertel aller Kosten. Die restlichen 25 Prozent verteilen sich auf Inspektionen, Reparaturen, Garagenmiete und Fahrzeugpflege.

In diesen 54 Jahren kauft ein Autofahrer drei Neu- und sieben Gebrauchtwagen zum Preis von je 42.400 bzw. 16.250 Mark. Solange er fährt, lässt er meist einmal pro Jahr einen Ölwechsel in der Vertragswerkstatt durchführen. Jeder dritte weiß allerdings nicht, welche Ölsorte er gerade fährt. Im Jahr investiert der Autofahrer rund 435 Mark für Wartungsarbeiten. Dabei ist die elektrische Anlage eine Hauptfehlerquelle bei jüngeren Fahrzeugen bis vier Jahre. Danach führen Bremsbeläge, Auspuff und Motor die Hitliste der Verschleißschäden an.

Gebrauchtwagenkauf - aber wann?

Spätestens nach sechs Jahren tauscht der Durchschnittsfahrer das Auto bei 100.000 bis 130.000 Kilometern Laufleistung gegen einen Neuwagen oder einen jüngeren Gebrauchtwagen aus. Vor seiner Kaufentscheidung informiert sich bereits jeder fünfte Käufer vorher im Internet, z. B. bei autobild.de. Von den insgesamt 7.212.393 Besitzumschreibungen in 2001, quasi den Gebrauchtwagenverkäufen, wurden 53 Prozent von Privat gekauft. Nur 47 Prozent aller Gebrauchtwagen wurden im Handel gekauft. Vor fünf Jahren war das Verhältnis noch umgekehrt. Weil der Anschaffungspreis aber die wichtigste Rolle beim Kauf spielt, wird sich dieser Trend fortsetzen. Denn die Privatwagen sind billiger, weil sie meist älter als beim Händler sind. Allerdings sind sie auch dreimal so häufig reparaturanfällig nach dem Kauf.

Wann ist der günstigste Kaufzeitpunkt für einen Gebrauchten, lautet eine der häufigsten Fragen bei AUTO BILD. Anhand der Statistik ergibt sich folgendes Bild: Ab dem zweiten Jahr nimmt die Wartungshäufigkeit und der Wartungsaufwand deutlich zu. Das ergibt sich logischerweise aus wachsenden Kilometerständen, bei denen der Inspektionsaufwand größer wird. Die Zahl der Instandsetzungsarbeiten geht allerdings erst nach dem vierten Jahr in die Höhe und steigert sich dann ab dem sechsten Jahr noch einmal. Das sind Reparaturen außer der Reihe, die nicht über die Wartung aufgefangen werden.

Das kritische sechste Jahr zeigt sich auch beim Reparaturort, sprich die Vertragswerkstatt ist dann nicht mehr die erste Adresse - der Kunde beginnt zu sparen, weil ihm die Reparaturen zu teuer werden. Damit gilt die Faustregel als bestätigt, dass zwischen dem zweiten und sechsten Jahr die günstigste Kaufzeit für Zweitbesitzer liegt. Den hohen Wertverlust des Neuwagens bei geringem Wartungsaufwand hat der Erstbesitzer, die aufwendigen Reparaturen bei geringen Anschaffungskosten der Drittbesitzer.

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