Dauertest Kelleners Sport Mini (2)

Dauertest Kelleners Sport Mini One Dauertest Kelleners Sport Mini One

Dauertest Kelleners Sport Mini (2)

— 08.04.2004

Saubere Leistung

Der Mini erhält einen Sportkatalysator von HJS - der ist strömungsgünstig und dank größerem Durchmesser gut für ein paar Mehr-PS.

45% weniger Abgasdruck durch neuen Kat

Mit dem Motortuning bei Kelleners ist der Mini deutlich schneller geworden – rund 50 Prozent mehr Leistung gegenüber der Serie sind nicht von schlechten Eltern. Ab jetzt kostet jedes zusätzliche PS enorm viel Aufwand, aber wir geben nicht auf – ziehen alle Register des Saugmotortunings: Ein Sportkat soll es nun sein.

Das hört sich einfach an, ist es aber bei einem Fahrzeug mit Euro 4-Abgasnorm nicht. Grund: Verschlechtert sich der Wert, verliert das Auto seine Zulassung. Der Abgasspezialist HJS baut für uns einen Sportkat, der bis zum Sommer ins reguläre Sortiment aufgenommen wird. Vor Ort in der Entwicklungsabteilung der Firma findet unser Mini einen Platz zwischen aktuellen Tourenwagen und WRC-Fahrzeugen.

Klaus Osterhaus, Leiter Motorsport & Tuning, macht sich gleich ans Werk: Auf der Hebebühne vermisst und begutachtet er den Verlauf des Serienkatalysators. Dann wird der Krümmer zusammen mit Vor- und Hauptkat demontiert. Die alten 400-Zeller-Katalysatoren (Vorkat Metall, Hauptkat Keramik) werden durch strömungsgünstigere 200-Zeller-Metallkats (Spezialbeschichtung) ersetzt, wobei auch der Rohrdurchmesser vergrößert wird. Dieser Eingriff reduziert den Abgasdruck um etwa 45 Prozent.

Steuergerät und Kat lernen sich kennen

Beim ersten Rollout zeigt sich, dass der Mini jetzt noch eine Spur sonorer und sportlicher klingt als vorher. Mehr Leistung gibt es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, da die neuen Komponenten erst an die Software des Motorsteuergeräts angeglichen werden müssen. Die Veränderung der Zylinderdurchströmung ist zu groß, als dass die Elektronik dies allein nachregulieren könnte. Heißt: Das Steuergerät muss die neuen Teile erst kennen lernen!

Deshalb geht’s zur Firma Kelleners, wo Zündzeitpunkt und Einspritzung angepasst werden. Dort stehen wir vor einem Problem: Die Einspritzmenge ist auch nach der Modifizierung zu gering. Mit anderen Einspritzdüsen läufts wieder rund. Am Ende stehen rund sechs kW (8,2 PS) mehr Leistung zu Buche.

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