Dauertest Nissan Qashqai

Dauertest Nissan Qashqai

— 02.12.2009

Qashqai im Härtetest

Er brachte frischen Wind in Nissans Modellpalette: Der Nissan Qashqai ist ein trendiger Mix aus SUV und Kompaktmodell – und verkauft sich blendend. Auch nach Abschluss des Dauertests über 100.000 km fällt die Bilanz positiv aus.

Manchmal wird die AUTO BILD-Tiefgarage zum Geschmackslabor. Wenn abends Dutzende von Verlagskollegen durch den Fuhrpark strömen, kurz den silbernen BMW Z4 bewundern oder den roten Audi A5. Aber nur an Modellen, die für den persönlichen Bedarf und das eigene Portemonnaie wirklich infrage kommen, drücken sie sich die Nase platt. So einer ist der Nissan Qashqai. Sofort nach Beginn des Dauertests im Oktober 2007 erhielt er den Ritterschlag der Massentauglichkeit: Ob Drucker kurz vor der Rente, Jungredakteur oder Chefsekretärin – der Japan-Tiguan eroberte sich schnell eine breite Fangemeinde. Und das trotz seines zungenbrecherischen Namens: Qashqai (sprich "Käschkai") sind eigentlich persische Nomaden. Was haben die mit einem kompakten Allradler zu tun? Nichts, seien trotzdem gnädig mit diesem Marketing-Unsinn.

Überblick: Alle News und alle Tests über Nissan

Die hohe Sitzposition (Sitzhöhe 65 Zentimeter) und das übersichtliche Cockpit wurden oft gelobt.

Wichtiger als die Offroad-Qualität ist ohnehin seine Alltagstauglichkeit. Und da punktet er: Besonders frischgebackene Väter zeigen starkes Interesse am Nissan, womit der Familiensinn beweist, ohne gleich in die langweilige Zweckform eines Vans abzudriften. Ein sympathischer Typ also, dieser Qashqai. Innen sitzt man gemütlich wie in einem Golf, nur höher und mit guter Übersicht nach vorn. Nach hinten ist der Blick verbaut, aber das ist für die Kunden kein Hindernis: Seit Erscheinen im Jahr 2006 wurde der Trendtyp rund 44.000-mal in Deutschland gekauft und ist damit der beliebteste Nissan zwischen Flensburg und Garmisch. Japans Nummer drei hatte einst den Ruf, mit Modellen wie dem Sunny und Laurel sehr robuste Autos zu bauen. Aber erstens ist das lange her, und zweitens läuft der Qashqai in England vom Band. Kann unser 2.0 Tekna trotzdem an die Japan-Qualität früherer Jahre anknüpfen?
Technische Daten Nissan Qashqai 2.0 Tekna
Motor Vierzylinder-Benziner, vorn quer eingebaut
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2
Hubraum/Ventilsteuerung 1997 ccm/Steuerkette
kW (PS) bei U/min 104(141)/6000
Nm bei U/min 196/4800
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h
Abgasnorm - Abgas CO2 Euro 4 - 199 g/km
Getriebe/Antrieb 6-Gang/Frontantrieb, Allrad zuschaltbar
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 65 l/Super
Kofferrauminhalt 410 l bis 1513 l
Leergewicht/Zuladung 1498/462 kg
Länge/Breite/Höhe 4315/1783/1606 mm
Anhängelast gebremst/ungebremst 1400/740 kg

Zahlreiche Warntöne nerven im Quashqai

Ein ausgemachter Kurven-Künstler ist der Qashqai mit hohem Schwerpunkt nicht – aber ein guter Allrounder.

Im Fahrtenbuch gibt es zunächst reichlich Lob für den leisen Zweiliter-Benziner, den vier von zehn Käufern wählen. Auch den Verbrauch zwischen neun und zehn Litern fanden die meisten Fahrer okay. Denn der Nissan läuft auf der Autobahn immerhin fast 200 km/h – und davon machten viele eilige Dienstreisende gern Gebrauch. Lob gab es auch für gute Materialanmutung, bequeme Sitze und simple Bedienung. "Hoher Einstieg und komfortables Fahrwerk sind super – ein idealer Reisewagen", findet Vielfahrer Diether Rodatz. Mit dieser Einschätzung steht er nicht allein. Noch mehr Einigkeit herrscht aber beim größten Schwachpunkt des Qashqai: dem Warnton-Wahnsinn bei jedem noch so nichtigen Anlass. Noch nie hat ein Testwagen unsere Ohren so terrorisiert. "Das Gepiepe nervt, nervt, nervt", schrieb AUTO BILD-Chefredakteur Bernd Wieland ins Fahrtenbuch. Für Service-Redakteur Roland Bunke ist die permanente Piepserei sogar ein Grund, den Qashqai nicht zu kaufen, obwohl er ihn ansonsten als "ideal für Stadt und Land" preist.
AUTO BILD Testwerte
Messung bei... Testbeginn Testende
Beschleunigung 0-50 km/h 3,4 s 3,3 s
0-100 km/h 9,9 s 9,7 s
0-130 km/h 16,6 s 16,4 s
Elastizität 60-100 km/h 9,1 s (4. Gang) 9,2 s (4. Gang)
80-120 km/h 12,9 s (5. Gang) 12,7 s (5. Gang)
Bremsweg aus 100 km/h kalt 36,1 m 35,2 m
Bremsweg aus 100 km/h warm 36,5 m 36,9 m
Innengeräusch bei 50/100/130 km/h 58/69/72 dB (A) 57/66/72 dB (A)
Testverbrauch/100 km (Teststrecke) 9,0 l Super 9,5 l Super
Leistungsmessung (Testende)* 104,3 kW (141,8 PS)
Abgasmessung* (Testende) Nox 0,047/CH 0,05/ CO 0,643/CO2 205**
* Messungen erfolgten auf dem Prüfstand des DEKRA Technology Center Klettwitz
**alle Angaben in g/km

Einige Schönheitsfehler

Nur wer den Starterknauf mit Entriegelungstaste richtig bedient, wird halbwegs von den akustischen Angriffen verschont. Aber selbsterklärend ist das schlüssellose System eben nicht. Nee, ihr Nissan-Entwickler – das sollte geändert werden. Dringend! Gleiches gilt für die Heckklappe, denn die öffnet nur bis 1,76 Meter Höhe und verteilt Kopfnüsse. "Ein Unding", flucht Fotograf Martin Meiners. "Deckel und Schließzapfen haben mir mehrfach einen an die Birne gegeben." Na ja, der Mann ist 1,96 Meter groß. Insgesamt summieren sich die Logbucheinträge nur zu einer kurzen Tadelliste: schwache Sitzheizung, Windgeräusche bei hohem Tempo, schwer erreichbare Isofix-Ösen und ungünstig platzierter Öleinfüllstutzen. Das alles fällt in die Kategorie Schönheitsfehler, mit denen man leben kann und die nichts mit der Dauerhaltbarkeit des Nissan zu tun haben.
Reparaturen
Kilometer Reparatur Kosten in Euro
16.140 Abschirmblech über Auspuffrohr befestigt Garantie
47.654 Abdeckkappe vom Schloss der Fahrertür ersetzt Garantie
60.189 Vordere Bremsscheiben und -klötze erneuert 352,81
79.846 Hintere Stoßdämpfer ausgetauscht, Türgriff
Fahrertür komplett ersetzt
Garantie
91.418 Wegen Verlust der Bremsleistung Austausch der
Manschette am Bremssattel vorn rechts
Garantie
Zusätzlich Austausch der Bremssscheiben vorn 259,03
Zusätzlich Austausch der Batterie des Senders der Zentralverriegelung 6,18

Im Kern ist der Qashqai ein solides Auto

Weil die Kappe am Türgriff der Fahrertür mehrfach abfiel, wurde der ganze Griff ersetzt.

Bei der Haltbarkeit leistet sich der Qashqai kaum Schwächen, erreicht aber auch nicht die legendäre Robustheit früherer Japan-Modelle – ein Durchschnittstyp. Dass dieser Nissan im Grunde ein solides Auto ist, bewies unter anderem das in der Tekna-Ausstattung serienmäßige und von vielen geschätzte Panoramaglasdach. Bis zum Schluss hielt es knisterfrei durch und dicht – keine Selbstverständlichkeit, wie wir von anderen Dauerläufern wissen. Dafür verlor der Test-Qashqai gleich mehrfach die Abdeckkappe vom Fahrertür-Schloss. Erstmals bei Kilometerstand 47.654, dann noch dreimal, bis bei 79.846 Kilometer der gesamte Griff erneuert wurde.
Kosten
Betriebskosten/Garantien
Fixkosten pro Jahr
Haftpflicht 16 (100%, R11)* 800 Euro
Vollkasko 19 (500 Euro SB, R9)* 996 Euro
Teilkasko 19 (153 Euro, R10) 109 Euro
Kfz-Steuer** 208 Euro
Kraftstoffkosten für 100.343 km
10.517,54 Liter Super (=10,5 l/100 km) 13.357,27 Euro
Motoröl-Nachfüllbedarf 3,2 Liter 64,00 Euro
Inspektionskosten (inklusive Ölwechsel)
30.000 km 214,41 Euro
60.000 km 433,89 Euro
90.000 km 494,59 Euro
Reifenkosten (inklusive Montage)
2 Satz Sommerreifen Bridgestone Dueler H/T 215/60 R 17 H 1286 Euro
1 Satz Winterreifen Continental 4x4 WinterContact 215/60 R 17 H 780 Euro
Preise/Wertverlust
Testwagenpreis 10/2007 (inklusive Extras) 30.400 Euro
Neupreis ohne Sonderausstattungen 11/2009 29.730 Euro
Schätzpreis 11/2009 14.800 Euro
Wertverlust des Testwagens 15.600 Euro
Gesamtkosten für zwei Jahre
auf 100.343 km 21.040 Euro
Kosten pro km 0,21 Euro
Kosten pro km mit Wertverlust 0,37 Euro
*Neue Haftpflicht-/Vollkaskoeinstufung ab 10/2009: 15/18
**Kfz-Steuer ab 1.7.2009: 218 Euro

Mit der Abschlussnote 3+ liegt der Nissan Qashqai im vorderen Mittelfeld

Der quer eingebaute Zweiliter-Benziner treibt die Vorderräder an. Bei Bedarf ist die Hinterachse zuschaltbar.

Beim gleichen Werkstattstopp bekam der Qashqai auch zwei neue Stoßdämpfer hinten. Links zeigte das ausgeschlagene Befestigungsauge zu viel Spiel. Gut 10.000 Kilometer später schwächelte die vordere Bremse. Grund: Die innere Manschette des rechten Bremssattels war undicht. Eigentlich nicht so schlimm, trotzdem gab es unerwartete Ersatzteilprobleme, sodass die Werkstatt den Qashqai kurzzeitig stilllegen wollte. Zum Glück blieb ihm das erspart: Nach 24 Stunden war er mit neuem Bremssattel und zwei frischen Scheiben wieder auf der Straße. Keine Tragödien. Keine Heldentaten. Das Repertoire des Qashqai ist undramatisch, und so wird er weiter seine beliebte Rolle spielen. Mehr noch: Seit Jahresbeginn schickt Nissan den Qashqai +2 mit sieben Sitzen auf die Bühne. Der Applaus geht weiter.
Zuverlässigkeitswertung
Fahrzeug nicht fahrbereit 0 x 10 Punkte
Unplanmäßiger Werkstattaufenthalt 1 x 5 Punkte
Defekte Funktionsteile 3 x 3 Punkte
Geringfügige Defekte 3 x 1 Punkte
NOTE 3+
Für jeden Defekt sammelt der Dauertest-Wagen Punkte. Je weniger Fehler-Punkte am Ende auf dem Konto stehen, desto besser ist die Platzierung.

Super Messwerte, aber Gammel im Detail

Die Demontage nach 100.000 km bringt jeden Mangel ans Tageslicht. Im Falle des Qashqai auch Rost.

Vor der Demontage gab es für den Qashqai wie für alle Dauertester bei AUTO BILD noch einmal den allgemeinen Fitness-Check. Dazu gehören die Beschleunigungs- und Bremsversuche auf der Messstrecke ebenso wie Prüfstandsläufe zur Leistungs- und Abgasmessung. Bei all diesen Tests konnte der Nissan überzeugen. Er schaffte den Sprint von null bis 100 km/h in 9,7 Sekunden – schneller, als die Herstellerangabe versprach (10,6 Sekunden). Die Bremsen packten immer noch mit voller Kraft zu, brachten den SUV auf weniger als 37 Metern aus Tempo 100 zum Stillstand. Ebenso überzeugend fallen die Prüfstandsergebnisse aus. 104,3 kW (141,8 PS) bescheinigen die Techniker vom DEKRA Technology Center in Klettwitz dem Kandidaten, und damit ziemlich genau die Werksangabe. Auch bei der Verbrauchsmessung nach ECE keine nennenswerte Abweichung. Fazit vor der Demontage: Der Kandidat ist nach 100.000 Kilometern in guter Form.
Zuverlässigkeits-Rangliste
Fahrzeug Punkte Note
1. BMW 130 i (E87)/Mazda6 Sport 1.8 MZR Comfort 0 1+
3. Mazda5 2.0 MZR-CD Top/Toyota Prius HSD 1 1
5. BMW 320i Touring (E91) 3 1
6. Skoda Octavia II Combi 1.6 FSI 5 1-
7. Mercedes-Benz E 320 CDI T Elegance (S 211) 6 2+
8. Ford Focus 1.6i Turnier 8 2
9. Ford S-Max 2.0 TDCi Trend/Ford Mondeo 1.8/Opel Vectra 2.2/Skoda Roomster 1.9 TDI Comfort 9 2
13. BMW 745i (E65) 10 2
14. Mercedes-Benz C 180 Kompressor Classic (W 204) 11 2
15. Honda Civic 1.8 Sport/Honda Jazz 1.4/Renault Clio 1.4/Mercedes-Benz B 180 CDI (W 245)/Toyota Auris 1.6 Executive 12 2-
20. Fiat Panda 1.1 8V Active 13 2-
21. Hyundai Getz/BMW 318i (E46) 14 2-
23. Toyota Avensis 2.0 D-Cat/VW T5 2.5 TDI Multivan 15 2-
25. VW Lupo 1.4 TDI 16 3+
26. Nissan Qashqai 2.0 Tekna 17 3+
26. Audi A6 Avant 2.7 TDI/Opel Meriva Cosmo 1.7 CDTI 17 3+
29. Mini Cooper 18 3+
30. Hyundai Elantra 1.6 21 3
31. Renault Kangoo 1,9 dTi/Fiat Grande Punto 1.3 Multijet 16V 22 3
33. Alfa 147 2.0 T.S./BMW X3 2.0d/BMW X5 3.0d 23 3-
36. Mercedes-Benz A 170 CDI (W 168)/C 220 CDI T (S 203) 24 3-
38. Opel Zafira 1.8/Volvo XC 90 D5 25 3-
40. VW Golf V 1.4 26 4+
41. Opel Astra (H) 1.9 CDTI/Alfa Romeo 159 SW 2.4 JTDM 20V Distinctive 28 4+
43. Opel Astra (G) 1.6/Mercedes-Benz ML 270 CDI ( W 163) 29 4
45. Ford Fusion 1.6/C-Max 2.0 TDCi 30 4
47. Skoda Fabia 1.4 16V 31 4
48. Skoda Octavia I Combi 1.9 TDI 32 4
49. Fiat Punto 1.2/Jaguar S-Type 3.0/Renault Mégane 1.6/Laguna 1.9 dCi 33 4-
53. VW Passat Variant 2.0 TDI Comfortline 41 5
54. VW Fox 1.2 42 5
55. Citroën C8 2.2 HDi SX FAP 45 5-
56. Peugeot 307 HDi 110 FAP 46 6
57. VW Polo 1.2 Comfort 56 6
58. VW Touran 2.0 TDI Trendline 77 6
Legende: 1 bis 5 Punkte = 1; 6 bis 15 Punkte = 2; 16 bis 25 Punkte = 3; 26 bis 35 Punkte = 4; 36 bis 45 Punkte = 5; ab 46 Punkte = 6

Rost an Achsträger und Blechhaltern

Angefressen: Wie dieser Achsträger sehen diverse Bauteile unterm Qashqai aus.

Das positive Bild trübt sich, als der Blick des DEKRA-Sachverständigen Günther Schiele mehrfach auf beginnende oder auch schon stärker ausgeprägte Korrosion an diversen elektrischen Anschlüssen hängen bleibt, er unzureichenden Oberflächenschutz an Achsbauteilen und Blechhaltern notiert. Auch ein weitgehend verschlissener Lenkstangenkopf und der mit Laufgeräuschen auffallende Klimakompressor bringen Minuspunkte im Protokoll. Versöhnlich stimmt das Ergebnis der Motoruntersuchung. Nach der Vermessung von Kolben und Zylindern bescheinigt der Sachverständige allen Bauteilen eine Maßhaltigkeit innerhalb der Grenzwerte des Herstellers. Ein Resultat, das die schon erwähnten guten Messergebnisse vor der Demontage bestätigt. Ebenso positiv ist das Ergebnis der endoskopischen Hohlraumuntersuchung. Im Gegensatz zum auffälligen Korrosionsansatz an äußeren Bauteilen ist der Nissan an den unzugänglichen Stellen sehr gut geschützt. Egal ob überlappende Bleche in den Schwellern oder Längsträgern, Kanten und Ecken in den Türen oder der Heckklappe – das Endoskop kann nirgendwo Pfusch am (Karosserie-) Bau entlarven. Hätte sich Nissan beim Oberflächenschutz genauso viel Mühe gegeben, stünde der Qashqai auch am Testende glänzend da.
Zuverlässigkeits-Rangliste SUV
Bei den SUV übernimmt der Qashqai die Führung, wirkt auf den ersten Blick überzeugend. Liegt aber vorrangig daran, dass die bisher geprüften Allradler bei der Zuverlässigkeit nur Mittelmaß waren.
1. Nissan Qashqai 2.0 Tekna 17 3+
2. BMW X3 2.0d (E83) 23 3-
2. BMW X5 3.0d (E53) 23 3-
4. Volvo XC 90 D5 25 3-
5. Mercedes-Benz ML 270 CDI (W 163) 29 4

Hersteller-Reaktionen: Das sagt Nissan ...

Korrodiert: Batterie und Motorsteuergerät sitzen an einem gemeinsamen Halter – und der rostet nach nur zwei Jahren.

... zu den hinteren Stoßdämpfern: Interne Analysen bei einem Zulieferer haben einen unzureichenden Vulkanisierungsprozess identifiziert. Dieser Prozess wurde zwischenzeitlich optimiert, die neuen Dämpfer wurden in die Neufahrzeugproduktion übernommen.

... zur Korrosion am Unterbau: Kundenreklamationen über Korrosion im Bereich der Vorderachse liegen uns nicht vor. Wir gehen hier von einem Einzelfall aus.

... zum rostigen Batteriehalter: Auch hier gehen wir von einem Einzelfall aus. Trotzdem wurden unsere Ingenieure darüber informiert.

Das sagen die Leser

Am Ende erreicht der Qashqai die Note 3+. Kein Top-Ergebnis, aber guter Durchschnitt.

"Starker Motor, aber schwache Heizung." Positiv an meinem Qashqai: durchzugsstarker Motor, reichliche Grundausstattung, gutes Raumgefühl, knackige Schaltung. Negativ: Wärme gibt es erst nach 20 Minuten, Defrosten so gut wie unwirksam. Oliver Füllggraf, 58553 Halver, Nissan Qashqai 2.0 dCi 4WD Acenta.
"Fast ohne Probleme." Bisher gab es nur einmal notwendige Reparaturen. Die Gummiaufhängungen der hinteren Stoßdämpfer waren ausgeschlagen. Sonst kann ich nur Positives berichten. Allerdings könnte der Benziner mit CVT-Getriebe etwas mehr Leistung vertragen. Klaus Sonnenberg, 29313 Hambühren, Nissan Qashqai 2.0 4WD CVT Acenta.

"Zu viele Pieper." Meine Erfahrungen zu diesem Auto: ausreichende Platzverhältnisse, gutes Navi und Heckkamera, leiser Motor, Verbrauch bei zügiger Fahrweise 10,2 l. Störend: zu viele Warn-(Piep-)Geräusche, Windgeräusche ab 130 km/h, kein optimales Keyless Go. Rainer Müller, 12305 Berlin, Nissan Qashqai 2.0 Tekna Automatik

"Reichlich Defekte." Leider ist mein Qashqai keinesfalls fehlerfrei. Hier nur einige Beispiele: klappernde Heckklappe, knarzende Beifahrertür, knarzender Fahrersitz, Rückruf Lenkgetriebe und Benzintank, abgeschleppt wegen Geräuschen von der Lenkung, Poltern von der Hinterachse, Sprittropfen unterm Auto ... Peter Quester, per E-Mail.
Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Es war still geworden um Nissan. Keine Bestseller, graue Mäuse namens Primera und Tiida, dazu Exoten wie 370Z und GT-R. So gingen die Verkaufszahlen des japanischen Importeurs seit Jahren zurück. Zum Glück gibt es den Qashqai. Er war schneller auf dem Markt als der VW Tiguan, überzeugt mit Raumkonzept, Komfort, Fahreigenschaften und liefert nun im Dauertest eine ordentliche Vorstellung ab. Für einen Spitzenplatz reicht es zwar nicht, aber mit einer 3+ liegt er gleichauf mit dem Audi A6 Avant in unserer Zuverlässigkeits-Hitliste. Das ist doch was! Dieser clevere Kompakt-SUV fährt auf der Überholspur. Auch bei der Modellpflege dreht Nissan an den richtigen Schrauben. So gibt es den Qashqai nicht nur als 4x4- Modell, sondern auch als günstigeren Fronttriebler und gestreckten Siebensitzer. Das ist der richtige Weg.

Autoren: Jörg Maltzan, Manfred Klangwald

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