Daytona 24h: Vorschau

Daytona 24h: Vorschau

Alonsos Sportwagen-Premiere

Am Wochenende startet das 24-Stunden-Rennen von Daytona. Mit dabei: Formel-1-Star Fernando Alonso. Doch zu den Favoriten gehört der Spanier nicht.
Fernando Alonso geht wieder fremd. Nach seinem Start beim Indy 500 im Vorjahr versucht er sich jetzt bei den 24 Stunden von Daytona – einem Langstreckenklassiker in Florida. Grund: Er will Erfahrung bei Langstreckenrennen sammeln – für seinen geplanten Start in Le Mans. Sein Ziel ist und bleibt es, die Triple Crown des Rennsports zu gewinnen, was bisher nur Graham Hill geschafft hat. Dazu braucht Alonso aber noch Siege in Indy und Le Mans. Den Sieg beim GP Monaco hat er bereits in der Tasche.
Alonso ist der Star des Rennens. Aber nicht der Favorit. In seiner Klasse starten 20 Prototypen. Neben den LMP2-Rennwagen, die auch in der Sportwagen-WM zum Einsatz kommen, starten die sogenannten Daytona-Prototypen. Sie basieren auf LMP2-Autos, allerdings dürfen Hersteller einen eigenen Motor und ein eigenes Aero-Kit entwickeln. Cadillac, Nissan, Mazda und Acura haben das gemacht. Zwar wird mittels einer Balance of Performance versucht, die LMP2 auf einen Stand mit den Daytona-Prototypen zu bringen, aber das ist nur schwer möglich.

Fernando Alonso feiert am Wochenende sein Daytona-Debüt

Fernando Alonso weiß daher: „Wir müssen realistisch bleiben. Aus eigener Kraft werden wir das Rennen nicht gewinnen können.“ Teamkollege Lando Norris sieht es ähnlich, sagt aber auch: „Nichts ist unmöglich. Es ist ein 24-Stunden-Rennen. Wir müssen uns aus allem heraushalten, gute Boxenstopps haben und keinen Unfall bauen.“
Norris wird neben Alonso und Phil Hansson den 600 PS starken Ligier-Gibson pilotieren. Hanson und Norris sind zusammen so alt wie Alonso (36). Mark Webber warnt den Spanier: „Das reine Fahren eines Prototyps ist nicht das Problem. Aber er wird sich das erste Mal ein Auto mit anderen Piloten teilen, muss also Kompromisse eingehen – genau das Gegenteil der Formel 1.“
Einer der Gegner von Alonso ist der DTM-Meister René Rast, der einzige Deutsche im Prototypen-Starterfeld. Er fährt einen Joest-Mazda.

BMW will mit dem M8 GTE die Sportwagen WM aufmischen

Spannend wird es auch in der GT-Klasse. Hier starten dieselben Autos, die auch in Le Mans um den Klassensieg in der GT-Wertung fahren. Daytona ist daher ein erster Fingerzeig für die weitere Saison. Und für BMW ist es der Einstand mit dem neu entwickelten M8 GTE. Auch Porsche, Ferrari, Ford, Corvette und Aston Martin mischen mit. Die dritte Klasse ist die GTD-Kategorie für die stets hart umkämpften GT3-Sportwagen.
Mit 22 Gesamtsiegen ist Porsche der erfolgreichste Hersteller in Daytona. Die letzten Fahrer mit Formel-1-Erfahrung, die in Daytona siegreich waren, sind Sébastien Bourdais und Christian Fittipaldi 2014. Als letzter Formel-1-Sieger gewann Juan-Pablo Montoya 2013. Aber ein Formel-1-Weltmeister war bei diesem Langstreckenklassiker noch nie siegreich.
Mit Christian Fittipaldi (Mustang Cadillac), Felipe Nasr (Mustang Cadillac), Juan Pablo Montoya (Penske-Acura), Fernando Alonso (United Autosport Ligier-Gibson), Paul di Resta (United Autosport Ligier-Gibson), Bruno Senna (United Autosport Ligier-Gibson), Lance Stroll (Jackie Chan Oreca-Gibson), Jan Magnussen (Corvette), Sébastien Bourdais (Ganassi-Ford), Gianmaria Bruni (Porsche), Markus Winkelhock (Magnus-Audi) und Pedro Lamy (Spirit of Race Ferrari) sind zwölf ehemalige Formel-1-Fahrer am Start. 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Twitter/Fernando Alonso / Hersteller

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