Die schönsten Bilder vom Porsche 911 RSR

Daytona: Porsche RSR GTE (2018)

Mangelnde Gelbphasen überraschen Porsche

Porsche hat beim 24-Stunden-Rennen von Daytona nur Rang sieben erreicht. Die Technik des Porsche 911 RSR GTE.
 
Das hätte sich Porsche in Daytona anders vorgestellt. Beim 24-Stunden-Rennen von Daytona reichte es nur für Rang sechs in der GTLM-Klasse, hinter Ford, Corvette und Ferrari. Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser: "Uns fehlte ein bisschen Speed. Es gab kaum Gelbphasen, was völlig außergewöhnlich ist in Daytona. Deshalb auch der große Abstand nach vorne." Besonders auf den Geraden verlor Porsche die Zeit. Es ist allerdings auffällig, dass die Balance of Performance in Daytona stets die amerikanischen Hersteller bevorzugen scheint. Letztes Jahr schon war Corvette klar vorn, dieses Jahr nun Ford. Für die WEC und speziell für Le Mans ist Porsche daher zuversichtlicher.
GT-Klasse: Der Ford GT
Die Enthüllung der technischen Details des Porsche 911 RSR war eine echte Überraschung: Obwohl Ferrari und Ford mit ihren GTLM-Rennwagen auf Turbomotoren setzen, baut Porsche einen Boxer-Motor ein. Porsche-Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser: "Durch die Balance-of-Performance werden verschiedene Konzepte auf ein Niveau gebracht – also können wir auch das nehmen, das Tradition bei Porsche hat." Überraschend auch: Der Motor wurde weiter vorn angebracht, ist also ein Heck-Mittel-Triebwerk, vier Liter Hubraum, sechs Zylinder, je nach Einstufung der BoP leistet er über 500 PS.

Die technischen Daten

Motor: 4,0-Liter-6-Zylinder-Boxer
Leistung:
<500 PS
Gewicht: ca. 1243kg (je nach Reglement-Einstufung)
Länge: 4557 mm
Breite: 2042 mm
Radstand: 2516 mm

Tracktest

AUTO BILD MOTORSPORT durfte Porsches Eine-Million-Euro-Renner fahren! Normalerweise rast der 911 RSR professionell beim Klassiker in Le Mans, ist dort in der kleineren GTE Pro-Klasse unterwegs. Und für die 24-stündige Tortour in Frankreich hat er einigen Luxus an Bord.

Der Eine-Million-Euro-Porsche 911 RSR

Der Clou: Ein radargestütztes Kollisionswarnsystem zeigt mit Hilfe von farbigen Pfeilen an, ob sich im Rennen ein schnelleres Auto einer höheren Klasse nähert. Eine LED-Leiste auf dem Armaturenbrett blinkt auf, wenn die Räder beim Bremsen blockieren, und gibt mit verschiedenen Farben an, ob die Hinter- (gelb) oder Vorderachse (lila) stehen bleibt. Praktisch auch: Der Porsche hat eine Klimaanlage mit Sitzkühlung und Helmbelüftung sowie eine beheizbare Frontscheibe. Klar, so viel Luxus im Hightech-Rennwagen kostet. Und zwar genau 990 913 Euro!

Die schönsten Bilder vom Porsche 911 RSR

Nein, Sie brauchen nicht traurig sein, dass sie sich das nicht leisten können! Selbst als Millionär hätten Sie bei diesem Porsche keine Chance. Der Renner ist nämlich ein echter Prototyp. Ihn gibt es weltweit nur fünfmal. Zwei Autos fahren an diesem Wochenende bei der Sportwagen-WM in Fuji (Japan), zwei weitere düsen über die Rennstrecken Amerikas. Dabei gibt’s dann auch was auf die Ohren. Der Porsche 911 RSR ist nämlich der lauteste Flitzer der Le Mans-Rennserie. Wie die Fahrt im Millionen-Mobil war, lesen Sie heute in der neuen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Hersteller

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen