Sportwagen

Daytona: Rückblick 24h-Rennen

— 27.01.2017

Amerika begründete Tradition

In Daytona startet am Wochenende das 24-Stunden-Rennen mit deutschen Siegkandidaten. Die Tradition dieser Langstreckenrennen wurde in Amerika begründet.

Neben den Grand Prixs der Formel 1 sind 24-Stunden-Rennen heute die bekanntesten Autorennen der Welt: Le Mans, Nürburgring, Daytona – es gibt zahlreiche populäre Events zwei Mal rund um die Uhr. Das 24-Stunden-Rennen von Daytona ist auch deswegen so bedeutend, weil es die erste derartige Veranstaltung im Jahr mit Sportwagen-Prototypen ist. Und weil hier vor mehr als 100 Jahren die Tradition der 24-Stunden-Rennen begründet wurde. Der amerikanische Hersteller Packard wollte 1904 die Zuverlässigkeit seiner Autos unter Beweis stellen und veranstaltete eine Solofahrt über 24 Stunden. Daraus entwickelte sich die Idee eines 24-Stunden-Rennens in Columbus (Ohio) für 1905. Sechs Autos waren gemeldet, die Brüder Soules siegten auf einem 30 PS starken Pope-Toledo und legten dabei 828,5 Meilen (1333 Kilometer) zurück.

Ford dominiert im Qualifying die GT-Klasse

1907 wurden dann schon sieben solcher 24-Stunden-Rennen in Amerika ausgetragen. Sie waren bei den Herstellern äußerst beliebt. In die Siegeslisten trugen sich Fiat, Renault, Ford, Autocar, Lozier und Thomas ein. Gefahren wurde auf kleinen Trabrennbahnen, also nicht auf Asphalt, sondern auf sandigem Untergrund. Für die damalige Technik waren diese Strapazen noch zu viel des Guten: Die Holzräder brachen, Achsen kollabierten, Lenkräder lösten sich. In Los Angeles haben die Veranstalter daher den Teilnehmern sogar gestattet, mit einem Ersatzauto weiterzufahren, wenn das eigentliche Fahrzeug einen Defekt erleidet.

Bis 1910 wurden in verschiedenen Städten wie New York, Philadelphia und Detroit solche 24-Stunden-Rennen ausgetragen. Nachts wurden die Pisten mit Fackeln beleuchtet. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten steigerten sich von anfangs rund 53 km/h auf 83 km/h im Jahr 1910. Dann aber war Schluss. Erst 1966 wurde das nächste 24-Stunden-Rennen veranstaltet – in Daytona.

Für die Ausgabe 2017 hat Cadillac die besten Chancen. Die amerikanische Marke aus dem Hause General Motors qualifizierte zwei Fahrzeuge in der ersten Startreihe. Auf Rang drei folgt der Oreca-Gibson von Rebellion, in dem auch der Deutsche Nick Heidfeld mitfährt. Er hat durchaus eine realistische Chance auf den Gesamtsieg. In der GT-Wertung gibt Ford das Tempo an: Drei rund 600 PS starke Ford GT qualifizierten sich ganz vorne. Erst dann folgt der beste Verfolger, ein Ferrari.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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