DDC Italien 2005 (2. Tag)

DDC Italien 2005 (2. Tag)

— 13.03.2005

Die Rallye durch Ragusa

Vulkan-Jogging, Offroad-Prfung, Speedster-Rallye schon auf der zweiten Etappe wurde jedem Teilnehmer klar: Im Dunlop Drivers Cup-Finale wird einem kein Punkt geschenkt.

Mit "Four-by-four-Rainer" durchs Gelnde

Nur ein Wort: saukalt. Die zweite Etappe begann, wie die erste geendet hatte bei Minusgraden am tna. Trotzdem erwartete Polar-Instruktorin Christiane Gensel sportliche Leidenschaft beim Jogging auf den Lavafeldern des Vulkans. Um sechs Uhr frh. Ganz freiwillig natrlich, um ein wenig den Kreislauf in Schwung zu bringen und mit der Pulsmeuhr die Kondition zu prfen. Punkte gab es bei dieser ersten Sonderprfung des Tages allerdings auch schon zu holen. Was die Freiwilligkeit ganz erheblich steigerte

Wer sich vorm Frhsport gedrckt hatte, wurde sptestens beim offiziellen Start des Dunlop Drivers Cups richtig wach: Als Jochen Hoim und Kathrin Brehme von Dunlop die 14 Teams gem Etappen-Qualifikation vom Vortag auf die nchste Etappe schickten, klapperten Zuschauer, Instruktoren und Betreuer mit den Zhnen. Schlielich hatte sich das Thermometer noch nicht von der Null-Grad-Marke entfernt. Doch die Route zur zweiten Sonderprfung fhrte talwrts und mit jedem Meter weniger nahm das Frostgefhl ab.

Nur wenige Kilometer vom Start entfernt durften sich die Finalisten erstmals im Gelnde bewhren. Dunlop-Instruktor Rainer Scholz, von Fans und Freunden gern auch "Four-by-four-Rainer" genannt, hatte einen anspruchsvollen Parcour auf den schwarzen Aschefeldern eines Steinbruchs angelegt. Vier Minuten Zeit fr eine echte Offroad-Strecke, ein harmlos klingendes Durchschnittstempo von zwlf Stundenkilometern. Doch am Steuer zeigte sich, was fr einen Parforce-Ritt das ber Stock und Stein bedeutete. Denn auf der Strecke standen kleine Tore, die zielsicher durchfahren werden muten. Rempler gaben Strafpunkte. Genauso ber- und Unterschreitungen des Zeitlimits.

Eine Rallye fr Fu und Kpfchen

Aber der Hhepunkt des Tages sollte die Altstadt-Rallye in Ragusa werden. Eine Stadt, mehr ein Stdtchen auf einem Hgel im Tal. Ein barockes Schauspiel in Stein und Zement, halb verfallen, gekrnt von einem mchtigen Dom. Eindrucksvoll. Doch bevor der Startschu in dieser malerischen Kulisse fallen sollte, muten sich alle Fahrerinnen und Fahrer erst einmal mit der Strecke vertraut machen. Und erkundeten die sieben Links- und acht Rechtskurven in die Oberstadt, fr die sie mit dem Opel Speedster spter kaum mehr als 120 Sekunden brauchen sollten.

Auf Schusters Rappen schon ein halbstndiger Marsch, bei dem der Straenbelag genauso geprft wurde wie die knapp bemessenen "Auslaufzonen" schon ein ernstzunehmender Spa, wenn die Strecke teilweise kaum breiter als eine Gasse ist. Um den Fahrspa nicht unntig herauszufordern, hatten die Instruktoren deshalb eine kleine Schikane eingebaut: Es durfte im Schnitt nicht schneller als Tempo 40 gefahren werden. Klingt nicht nach Herausforderung. Aber wer die erste Spitzkehre mit 20 fahren mute, hatte schn zu tun, um seinen 40er-Schnitt zu retten.

Zweites Handicap: Den ersten Durchgang fuhr jedes Team gemeinsam, die zweite Runde mute der Beifahrer allein bestreiten und dabei genauso schnell sein wie sein Teamkollege zuvor. Ohne Uhr, nur nach Gefhl. Wer dem nicht traute, ma die Strecke in Schrittlngen ab oder versuchte mit stillem Sekundenzhlen im Kopf Gleichklang zwischen den beiden Runden herzustellen. Eine Rallye, bei der das Kpfchen mehr gefordert war als der Gasfu. Drei Sonderprfungen auf der zweiten Etappe, Finalisten und Instruktoren hatten sich am Abend ihr Feierabend-Bier mehr als verdient, das im kultigen Club Giro di Vite eingeschenkt wurde.

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Tagessieger: Team Sport Auto mit Adnan Mumbasi und Kai Tobien

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