DDC Italien 2005 (6. Tag)

Dunlop Drivers Cup Italien 2005 Dunlop Drivers Cup Italien 2005

DDC Italien 2005 (6. Tag)

— 17.03.2005

Spurensuche in Matera

Wie orientiert man sich in einer Altstadt? Am besten mit GPS und Kondition. Konzentration war dafür beim Gleichmäßigkeitsfahren gefordert.

Beinarbeit, ganz viel Beinarbeit

Früh aufstehen ist ja nicht jedermanns Sache. Und wenn der Weckruf um 6:30 Uhr erfolgt, will mancher kaum mehr als einen Kaffeebecher halten, geschweige denn etwas Nahrhaftes zu sich nehmen. Doch an diesem Morgen sollte ruhig eine Stulle mehr auf dem Teller liegen. Denn nach dem frühen Frühstück hieß es Abmarsch in die Altstadt von Matera. Mit Hilfe eines GPS-Gerätes mußten verschiedene Koordinaten erlaufen werden. Zeitlimit: 80 Minuten.

Was in der Theorie ganz einfach klingt, zeigte seine Tücken in der kreuz und quer gebauten Altstadt. Der Richtungshinweis im GPS hilft nämlich spätestens dann nicht weiter, wenn eine Häuserwand den Weg versperrt und man erst mal um den Block laufen muß, um ans Ziel zu kommen. Das bedeutet Beinarbeit. Viel Beinarbeit. Um so erstaunlicher, daß Hanjo Christian Bähr und Alexander Lang (Team 7) in 33 Minuten die Strecke abjoggten, ohne einen Zielpunkt auszulassen. Dort stand nämlich stets wie zufällig ein Einheimischer oder Instruktor, der das Erreichen der Koordinaten per Stempel bestätigte.

Nach der schweißtreibenden Sonderprüfung hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von der erstaunlichen Stadt Matera mit ihren Steinzeithöhlen und mehr als 100 Felsenkirchen. Im Hinterland wartete schon Instruktor Ralf Flachbarth mit der nächsten Aufgabe für die Dunlop-Finalisten: Eine Gleichmäßigkeitsprüfung mit dem Opel Speedster, also möglichst genau eine vorgeschriebene Geschwindigkeit über eine bestimmte Strecke einhalten. Das ist nicht so banal wie es klingen mag, denn an Steigungen oder hinter einem Trecker wird es schwierig, in der vorgegebenen Zeit ans Ziel zu kommen.

Geheime Kontrollen, unheimliche Müdigkeit

Gleichmäßig fahren bis ans Ziel, das lernt keiner in kurzer Zeit. Da half neben groben Schätzungen – wieviel Sekunden dürfen pro Kilometer gebraucht werden und wieviel Über- oder Unterschnitt muß durch wieviel mehr Tempo ausgeglichen werden – oft nur das richtige Zeitgefühl. Gegen den brachialen Trick, mit Volldampf bis kurz vors Ziel preschen und dann die überschüssige Zeit quasi im Angesicht der Zielflagge abzusitzen, hatten sich der alte Profi Flachbarth natürlich auch etwas einfallen lassen: geheime Zeitkontrollen.

Zwei Stück gab es auf der Strecke, um sicherzustellen, daß alle Fahrer auch wirklich schön gleichmäßig über die ganze Strecke rollten. Das meisterte Team 5 mit Georg Mehlhorn und Martin Müller souverän und leistete sich nur 2,5 Sekunden Abweichung auf die Sollzeit. Bei einer Strecke von acht Kilometern! Team 7 erzielte das zweitbeste Ergebnis mit 3,6 Sekunden Differenz und sicherte sich zusammen mit dem Spitzenplatz bei der GPS-Prüfung am Morgen den begehrten Titel "winner of the day".

Kondition und Konzentration forderten bei Temperaturen über 20 Grad Celsius ihren Tribut auf der 200 Kilometer langen Etappe nach Fuiggi Fonte: Mehr als ein Beifahrer schloß ermattet die Augen, während die Fahrer alle Mühe hatten, das lange, graue Asphaltband im Blick zu behalten. Bis dicht vor die Tore Roms ging die Fahrt, erst in der alten Kurstadt Fuiggi Fonte begrüßte das Dunlop-Team die erschöpften Speedster-Besatzungen im Hotel Ambasciatori. Mit einer sehr heißen Dusche und einem sehr kalten Bier.

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Tagessieger: Team 7/BamS mit Hanjo Christian Bähr und Alexander Lang

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