DDC Mexiko 2004 (1. Tag)

DDC Mexiko 2004 (1. Tag)

— 22.03.2004

Start mit Schwierigkeiten

Verwirrende Chinesenzeichen, Stau im Dschungel und Versteckspiel bei den Mayas: So begann der Dunlop Drivers Cup (DDC).

Wenn nur noch Inspiration weiterhilft

Der Regen rauscht herab. Wie ein dichter Vorhang fllt das Wasser vom Himmel. Strzt kaskadenartig ber die dicken Lianen der Urwaldbume, die harten Zweige der Palmen und saftigen Bltter der Bananenstauden. Fr eine kurze Zeit trommelt der Regen allein die Urwaldmelodie, bevor wieder Tausende von Vgeln und Insekten mit ihrem Zwitschern, Zirpen, Kreischen, Schreien, Pfeifen und Singen die Luft erfllen. Operette im Urwald. Jeden Tag aufs Neue. Faszinierende Welt.

So schn die erste Etappe des Dunlop Drivers Cup 2004 endete, so spannend fing sie in Villahermosa an. Alle 15 Teams wollten pnktlich ab 10.15 Uhr an den Start ihrer insgesamt 2800 Kilometer langen Reise. Doch die Schulterklopfer vom Start waren manchmal schon nach 400 Metern verbraucht: Das Roadbook, die Bibel aller Rallyefahrer, verlangte ein Abbiegen nach links, das an dieser Stelle unmglich war. Inspiration half schnell weiter, sonst dauerten die Umfahrungen etwas lnger. An die tckischen Fahrangaben mit Richtungspfeilen und Strecken-Kilometern, im Fachjargon Chinesenzeichen genannt, mussten sich viele erst gewhnen.

Aber dann ging die Fahrt ab, quer durch die Tabasco-Provinz Richtung Regenwald. Kilometerlange Bananen-Plantagen sumten den Weg, hungrig aussehende Hunde beobachteten den Tross, wenn er sich Wagen fr Wagen im Minutentakt durch die Drfer schlngelte. Das kam nicht nur einem Polizisten spanisch vor. "Ola" Hallo , hie es dann an der Kreuzung. Und war die Neugier gestillt, wurde mit freundlichem Lcheln und grozgiger Geste der Weg wieder freigegeben.

Maya-Sprachunterricht inklusive

Die Jungs konnten wirklich nichts dafr, dass 40 Kilometer vor dem Etappenziel Palenque eine Militr-Kontrolle in Minusta den Verkehr zum Erliegen brachte. Nach einer Stunde Diskussion, Rangieren und Taktieren durften wir bevorzugt passieren das Gastrecht gilt noch viel.

Mit Versptung kamen alle Teams deshalb zur abschlieenden Sonderprfung in den Maya-Ruinen von Palenque. Hier begannen vor fast 160 Jahren die Ausgrabungen. Und im Urwald knnten fr noch mal so viele Jahre Tempelschtze liegen. Eine Maya-Mrchenstadt, aus der Zeit von 600 bis 800 nach Christi. Ein groer Hauptpalast mit wuchtigen Tren beherrscht die Hochebene, drei Tempelpyramiden stehen an den Hngen des Regenwalds. Als Perle gilt jedoch der "Tempel der Inschriften". In ihm wurde 1952 die Begrbnis- und Schatzkammer eines Maya-Herrschers entdeckt.

Groartige Kulisse fr die Abschlussaufgabe des Tages: Mit Hilfe von GPS-Gerten mussten alle Teams drei Punkte im Gelnde finden und sportliche Umwege in Kauf nehmen, wenn eine Maya-Pyramide im Weg stand. Auf jedem Fixpunkt wartete ein Maya-Fhrer auf die Teams. Er gab ein Stckchen des gesuchten Lsungswortes preis in Maya-Sprache natrlich. Wer das in der Schulstunde versumt hatte, musste mit Fantasie, Mimik und Lautmalerei das Rtsel lsen. Vlkerverstndigung als Herausforderung bei jeder neuen Etappe.

Tagessieger und Gesamtfhrung: Team 4/Switzerland II mit Marcel Kutak und Urs Ziegler

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