DDC Mexiko 2004 (5. Tag)

Dunlop Drivers Cup 2004 Dunlop Drivers Cup 2004

DDC Mexiko 2004 (5. Tag)

— 29.03.2004

Der lange Marsch

Der Weg zur Pazifikküste führt quer durch die Berge, über schnurgerade Schnellstraßen und vorbei an einem Millionen Jahre alten Canyon.

Kleines Boot, großer Canyon

Kilometer fressen ist heute angesagt – 550 Kilometer durch die Sierra Madre de Chiapas. Ein langer Marsch, zu dem wir erst mal ohne Frühstück starten müssen. Dafür beginnt der Tag ohne Regen – das hatten wir die letzten drei Tage nicht mehr. Aber jetzt soll es wirklich nur noch der Sonne entgegengehen. Eine Stunde lang schaukeln wir uns auf den Serpentinenstraßen den Schlaf aus den Augen, bevor wir zum Canyon Sumidero gelangen.

Schwimmwesten anziehen? Nur zur Sicherheit, so nass wie beim Regenwald-Rafting soll es diesmal nicht werden. Auf kleinen schnellen Booten fahren uns die Mexikaner den Canyon entlang, dessen Wände bis zu 900 Meter hoch reichen. Vor mehr als 36 Millionen Jahren ist der Canyon entstanden – lange bevor sich auch nur ein Affe von den Bäume traute. Teilweise sanfte Hänge, dann wieder so steil und schroff, als hätte ein Riese mit einem Faustschlag die Erde gespalten. Und dann auf einmal ein kleiner Anleger, eine Sommerterrasse mit Restaurant. Endlich doch noch Frühstück. Gewohnt herzhaft mit Rührei und Schinken sowie frischem Obst. Jetzt kann der Tag wirklich kommen.

Nach dem Brunch beginnt harte Arbeit: Steuer festhalten und den Blick immer schön geradeaus halten. Kilometerlang zieht sich die Straße von Ost nach West. Schnurgerade wie auf der Landkarte mit dem Lineal gezogen. Vorbei an Tuxtla Gutiérrez, der Stadt, in der von 1951 bis 1954 die Carrera Panamericana startete. Heute jagen auf der Straße die Laster mit Bier, Obst und Benzin vorbei. Große, amerikanische Trucks. Amerikanisch? Da lassen die Mexikaner nicht mit sich feilschen, auch wenn sich der große Bruder in Nordamerika gern allein so nennt. Amerika ist größer.

Sol schafft die nötige Bettschwere

Der Highway zur Pazifikküste, das ist das moderne Mexiko. Das quirlige, hektische, hungrige Mexiko. Mit vielen neuen Autos, modernen Tankstellen und Supermärkten an breiten Ausfallstraßen. Land der Gegensätze. Vor zwei Tagen waren wir noch bei den Lakadonen, diesen verlorenen Indianern am äußersten Ende des Regenwaldes. Wo Straßen und Handy an ihre Grenze stoßen. Und hier rauscht Truck hinter Truck die Straße entlang. Vorbei an endlos scheinenden Rinderweiden und dem atemberaubenden Panorama der Sierra Madre.

Dafür bleibt uns mehr als nur ein Blick. Lediglich eine Gleichmäßigkeitsprüfung fordert volle Konzentration, um mit der vorgegebenen Geschwindigkeit die Strecke in der exakten Zeit zu fahren. Die meisten fahren nach Augenmaß und Daumenschätzung, die Rechenfreunde kalkulieren zwischendurch immer wieder nach, ob sie noch im Limit sind.

Doch ob mit oder ohne Mathematik, am Ende wollen alle nach 15 Stunden Fahrerei nur noch ankommen. Ein letztes Gekurve führt uns über das Vorgebirge direkt an den Strand von Huatulco – das kleine Acapulco. Nicht ganz so berühmt, aber nicht weniger reizvoll und 250 Kilometer südlicher. Dort donnern die Wellen an den Strand des gar nicht so stillen Ozeans, während über unseren Köpfen der Sternenhimmel funkelt. Ein mexikanisches Barbecue füllt die hungrigen Mägen nach diesem Marathon-Tag wieder auf, Sol- und Corona-Bier schafft die nötige Bettschwere.

Tagessieger und Gesamtführung: Team 13/Kicker mit Gregor Prawinski und Markus Schumacher.

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