DDC Mexiko 2004 (9. Tag)

DDC Mexiko 2004 (9. Tag)

— 31.03.2004

Kondition am Kraterrand

Dauerlaufen an der Schneefallgrenze und Querfeldeinrennen mit dem Fahrrad die Dunlop-Instruktoren testeten die Finalisten einmal mehr auf Herz und Nieren.

Schnee am erloschenen Vulkan Xinantcatl

Schnee in Mexiko? Das klingt nicht nur unglaubwrdig, das ist unglaubwrdig. Doch hier die nackten Tatsachen: Nord-Ostwind, Strke zwei bis drei, Temperatur knapp ber dem Gefrierpunkt, Hhe etwa 4200 Meter ber dem Meeresspiegel am Nevado de Toluca, indianisch Xinantcatl. Einem lngst erloschenen Vulkan, sdwestlich von Mexiko City.

Dorthin fhrt uns die Sonderprfung am vorletzten Tag des Dunlop Drivers Cup 2004. Und dort erwartet uns wiederholter Schneefall. Zwar keine schnen Flocken wie im Alten Europa, sondern feste Schneekgelchen, fast wie Hagelkrner. Aber es ist Schnee, der auch liegen bleibt. Jedenfalls fr ein paar Minuten. Romantische Gefhle am Rand des Vulkansees Laguna del Sol haben aber nur einige Mexikaner, die sofort Erinnerungsbilder knipsen. Fr die Teams geht es noch mal um viele Wertungspunkte und eine Verbesserung ihrer Platzierung.

Die angesetzte Trial-Prfung ist nicht leicht: Innerhalb von drei Minuten muss ein Teampartner mit einem Opel Frontera sechs gesteckte Tore im Vulkanstein mglichst berhrungslos durchfahren. Solange wie sein Durchgang dauert, luft sein Teamkollege mit maximaler Herzfrequenz 160 den Vulkanhang hoch in 4200 Meter Hhe wohlgemerkt. Da ist die sonntgliche Joggingrunde im Stadtpark nicht mehr als ein Spaziergang. In diesem Fall braucht der Fahrer gute Nerven und der Lufer noch bessere Kondition. Denn sptestens bei der 100-Meter-Marke zieht der Hang mchtig an den Fen und macht die Glieder mit jedem Schritt schwerer.

Kein Erbarmen, keine Entfernungen

Selbst ohne sportlichen Ehrgeiz zeigt die ungewohnte Hhenluft schnell Folgen: Von leichtem Kopfdruck bis hin zu Schwindelgefhlen reicht die Diagnose bei der Begleitmannschaft. Auch die anschlieende Rckkehr auf leicht vertrgliche 2000 Hhenmeter mssen berstanden werden. Denn den Team-Finalisten steht noch ein zweiter Konditions-Check ins Haus: Auf dem wunderschnen Naturgelnde des Hotel-Ressorts Rodavento warten bereits die Mountainbikes.

Nach kurzer Verschnaufpause muss jedes Team zwei Runden durch den Wald laufen und Fahrrad fahren. In zwei Gruppen gegeneinander auf Zeit, damit der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz kommt. ber Stock und Stein im wahrsten Sinne des Wortes. Da werden noch mal alle Krfte mobilisiert, auch wenn bei so manchem Sturz im Downhill-Fahren viele die Drahtesel auf den Mond wnschen. Indes, fluchen hilft nichts, Instruktor Dany Pfeil kennt kein Erbarmen und nennt keine Entfernungen. Nur Zeitangaben: "Pro Runde msst ihr mit fnf bis zehn Minuten rechnen."

Da ist viel Luft im Spiel und wenig in den Lungen. Denn natrlich will keiner der Letzte sein. Aber einen trifft es nun mal immer. Doch die begeisternden Anfeuerungen der gesamtem Mannschaft lassen auch ihn glcklich ber die Ziellinie fliegen die letzte Etappe bis zum groen Finale.

Tagessieger: Team 6/Austria mit Matthias Derflinger und Frank Gtzinger

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