Defekte Bosch-Dieselpumpen

Defekte Bosch-Dieselpumpen

— 02.02.2005

Heureka! Oder doch nicht?

Bosch glaubt, die Lösung fürs Dieselpumpen-Problem gefunden zu haben. BMW und Mercedes-Benz stoppen trotzdem die Produktion.

Der Autozulieferer Bosch will sein Problem mit fehlerhaften Einspritzpumpen für Dieselmotoren am Mittwoch (2. Februar) gelöst haben und dann wieder mit der Produktion beginnen. Bis auch die betroffenen Diesel-Pkw bei den Autobauern wieder vom Band rollen können, wird es allerdings noch einige Tage dauern.

"Wir arbeiten an einer Lösung und glauben, daß wir sie gefunden haben", sagte ein Bosch-Sprecher, ohne Einzelheiten zu nennen. BMW kündigte an, daß es bei den für die Karnevalswoche angekündigten Produktionsstopps bleibe und will bereits mit den Pumpen ausgelieferte Fahrzeuge in die Werkstatt zurückrufen. Auch Mercedes-Benz will am Montag (7. Februar) und Dienstag der kommenden Woche auf die Produktion von Dieselmodellen im Werk Sindelfingen verzichten. "Es bleibt dabei", sagte ein Unternehmenssprecher. "Wenn Bosch sagt, sie haben das im Griff, glauben wir das. Wir werden aber erst mal prüfen, inwieweit die Teile den Anforderungen genügen", fügte er hinzu.

Branchenexperten schätzen, daß die Schadenssumme durch die Lieferung fehlerhafter Dieseleinspritzpumpen in zweistelliger Millionenhöhe liegt. Zu möglichen Regreßforderungen der Autohersteller machte Bosch keine Angaben. Noch ist unklar, in welcher Höhe Bosch Rückstellungen für mögliche Schadensersatzforderungen gebildet hat. Der größte Schaden für den als technisch führend geltenden Autozulieferer dürfte nach Einschätzung von Branchenkennern der Imageverlust sein. In den vergangenen Monaten hatte Bosch schon mehrfach im Zusammenhang mit Rückrufaktionen von deutschen Autoherstellern für Schlagzeilen gesorgt.

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