Defekte Glühlampen

Defekte Glühlampen auswechseln Defekte Glühlampen auswechseln

Defekte Glühlampen

— 21.10.2002

Die dunkle Seite neuer Autos

Trübe Aussichten: Bei vielen modernen Autos wird selbst der Glühlampentausch zum Problem. Das nur die Werkstatt löst.

Größer, stärker und immer besser ausgestattet sind sie, unsere neuen Autos. In Sachen Wartungsfreundlichkeit jedoch parkt so mancher Neuwagen in der automobilen Steinzeit. Wer es nicht glaubt, sollte mal eine Glühlampe wechseln. Und zwar am besten im neuen Ford Fiesta. Am besten? Der erste Blick in den Motorraum schreckt ab, hier greift jeder gerne nach der Bedienungsanleitung. Der zweite Griff gilt dem Bordwerkzeug, mit dem allerdings auch keine Lampe erneuert werden kann. Ford verlangt von seinen Kunden nämlich nicht weniger, als die gesamte Fahrzeug-Front abzumontieren. Für einen Glühlampentausch!

Der Kühlergrill ist zwar nur gesteckt, was praktisch bei der Demontage ist, früher aber undenkbar gewesen wäre. Die Scheinwerfer indes sind mit Torx-Schrauben an der Maske befestigt, ohne Vielzahnstecknuss hilft nur, was auch VW in der Beetle-Bedienungsanleitung nahe legt: "Lampenwechsel nur von einem Volkswagen-Betrieb durchführen lassen." VW konnte es schon mal besser, wie ein Blick in den Golf II zeigt. Einfach die Klammer am Scheinwerfer-Reflektor lösen, schon liegt die H4-Lampe in der Hand.

Kritiker suchen nach dem Fortschritt, denn was bringt die Klarglas-Optik, wenn bereits wegen einer durchgebrannten Lampe ein 30 Euro teurer Werkstattbesuch notwendig ist? Und zwar schleunigst, denn wer einäugig bei Nacht erwischt wird, zahlt 15 Euro Bußgeld. Bordcomputer wie im Alfa 147 zeigen derartige Pannen sofort an, wie auch bei unserem Dauertestwagen. Nur blöd, dass das Licht gar nicht defekt war. Fortschritt anno 2002.

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