Dekorfolien im Innenraum

Holz in der Hütte Holz in der Hütte

Dekorfolien im Innenraum

— 18.02.2003

Holz in der Hütte

Tapetenwechsel fürs Cockpit. Klebefolien sind schön – wenn sie denn halten würden.

Klebt, klebt nicht, klebt, ...

Keine Angst, Bruder Baum. Holz im Innenraum hat zwar seine Liebhaber, doch für das große Angebot am Nachrüstmarkt musste kein Stamm gefällt werden. Gefragt sind Kunststoff-Folien, wahlweise in Forsthaus-Flair oder Motorsport-Moderne. Für unseren Golf III wählten wir den Foliensatz von C-F-C für 61 Euro. Nicht billig, aber dafür ist das Klebeset präzise zugeschnitten. Selbst die Bohrungen für Kontrollleuchten sind liebevoll gestanzt.

Vor der Montage reinigten wir das Cockpit, denn nur auf fettfreier Oberfläche bleibt die Folie kleben. Fingertapper und alte Cockpitspray-Reste lassen sich gut mit Reinigungsbenzin aus der Drogerie entfernen. Stinkt fürchterlich, reinigt aber selbst die kleinste Ritze. Wenn es an die Klebearbeit geht, sollten Sie ein ruhiges Händchen haben. Doch keine Angst: Sitzt die Folie nicht sofort korrekt, kann sie noch leicht verschoben werden. Danach fest andrücken – und fertig. Gegen Luftbläschen und kleine Knicke hilft ein beigelegter Spachtel; muss das "falsche Holz" über Rundungen geklebt werden, hilft warme Luft aus dem Föhn.

Und das Ergebnis? Na ja, ist eben Geschmackssache. Das Holz bemüht sich gleich gar nicht, halbwegs echt zu wirken. Das bekommen die Autohersteller ab Werk besser hin. Auch haftet die Folie ab Werk deutlich länger. Das Kunststoff-Holz von C-F-C jedenfalls enttäuschte schon nach kurzer Zeit. Bereits nach einem Tag löste sich der Streifen über dem Handschuhfach. Mal sehen, wie lange der Rest hält ... Zur Nachbesserung wollen wir es mit Kunststoffkleber versuchen, doch von einem Produkt für 61 Euro haben wir mehr erwartet.

Alternative Lack per Folie

Folien gibt es nur für die gängigsten Fahrzeugmodelle und nicht für alle Innenraumteile. Wirklich individuell sind dagegen spezielle Lackierungen, wie sie K.H.-Design (Telefon 0 66 59-91 97 20) aus Eichenzell bietet. Wassertransfer-Druck heißt diese Technologie, bei der eine Folie im Wasserbad an das gewünschte Bauteil angelegt wird.

Nach einiger Zeit löst sich diese Folie auf, und deren Design haftet aufdem Teil. Je nach Beanspruchungsgrad tragen die Profis mehrere Klarlackschichten in verschiedenen Härten auf und versiegeln so das schöne Stück. Die Preise schwanken je nach Aufwand. Beispiele: • Die Behandlung von Felgen (15-18 Zoll) kostet etwa 90 Euro • Ein Kühlergrill-Styling rund 45 Euro • Der neue Look für das Spiegelgehäuse kostet zirka 60 Euro Rund 360 verschiedene Muster sind möglich • Kosmetik für die Motorabdeckung (Sechszylinder) ungefähr 150 Euro.

Insgesamt sind rund 360 verschiedene Muster möglich. Wer von der Gestaltungswut gepackt wurde, kann auch sein Handy oder das Gehäuse der Armbanduhr mit ins feuchte Folienbad schicken. Nicht billig, sieht aber gut aus.

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