Autokauf

DEKRA-Studie zu Autokosten

— 10.03.2009

Ein Drittel teurer

Alles wird teurer, das ist keine neue Erkenntnis. Aber die Kosten für das Auto sind in den vergangenen zwölf Jahren besonders stark gestiegen. Künden müssen 34,3 Prozent mehr zahlen, um einen Neuwagen zu fahren.

Wird Autofahren zum Luxusgut? Es scheint so: Binnen zwölf Jahren sind die Kosten für den Kauf und den Unterhalt eines Fahrzeuges regelrecht explodiert. Wie eine Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag der DEKRA ergab, stiegen die Kosten von 1995 bis 2007 um 34,3 Prozent. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum legten die allgemeinen Verbraucherpreise nur um knapp 20 Prozent zu. Am heftigsten drehen neben den Kosten für Wartungs- und Reparaturarbeiten (jährlich plus 2,1 Prozent) auch die Kraftstoffpreise (plus 4,7 Prozent) und vor allem die Kfz-Steuern an der Preisschraube, die sogar um 6,5 Prozent pro Jahr zulegten.

Geldvernichter Wertverlust

Noch heftiger wird zur Kasse gebeten, wer sein Auto auf Pump kauft. Die Finanzierungskosten stiegen laut der Studie von 2005 bis 2007 um 40 Prozent. Die Autos blieben mit einer Preissteigerung von rund einem Prozent jährlich unter dem allgemeinen Verbraucherindex von 1,5 Prozent pro Jahr. Derzeit liegt der Anteil der Autokosten am monatlichen Haushaltsnettoeinkommen durchschnittlich bei 661 Euro (20,4 Prozent). Setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort, würden die Kosten auf 864 Euro (22,8 Prozent) im Jahr 2015 steigen. Jeden zweiten Euro verlieren die Autofahrer im Schnitt durch den Wertverlust ihres Fahrzeuges (50,4 Prozent). Es folgen die Kraftstoffkosten (23,9 Prozent), Steuer und Versicherung (16,5 Prozent) sowie Wartung und Reparatur (9,2 Prozent). Je größer das Auto, desto höher ist der Wertverlust. So büßt ein Oberklassefahrzeug binnen zwei Jahren im Schnitt 66,9 Prozent seines Wertes ein.

Forderung: Tritt auf die Kostenbremse

Bei den Kunden spielt der Faktor dieser nur eine untergeordnete Rolle, obwohl seit Anfang des Jahrzehnts die Wertverluste deutlich gestiegen sind. So ist der Restwert eines zwei Jahre alten Fahrzeuges im Schnitt von etwa 70 Prozent im Jahr 2000 auf derzeit knapp 64 Prozent gesunken. Eine Befragung von 1071 Privatkunden im Juni 2008 hat ergeben, dass am wichtigsten für die Kaufentscheidung von Neuwagen-Käufern die Kraftstoffkosten sind. 74 Prozent der Befragten nannten diesen Punkt "sehr wichtig". Es folgen die Reparaturkosten (70 Prozent) sowie die Versicherungskosten (69 Prozent) und erst danach der Wertverlust mit 63 Prozent. Ein Tritt auf die Kostenbremse ist laut der Studie schnell notwendig. Die Empfehlung: Wartungs- und reparaturfreundliche Autos, Service-Optimierung in den Werkstätten, gute Langzeitqualität und zeitloses Design sowie den Verzicht auf Restwert schädigende Rabatte.

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