Der aktuelle Bußgeldkatalog

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Der aktuelle Bußgeldkatalog

— 01.05.2006

Strafe nach Punkten

Paragraphen-Update in Flensburg: Welches Vergehen künftig wie bestraft wird, das verrät unser aktueller Bußgeldkatalog.

Härtere Strafen seit 1. Mai 2006

Flensburg – der Name dieser Stadt erinnert die meisten Autofahrer vor allem an eines – das Verkehrszentralregister, besser als Verkehrssünderkartei bekannt. Die Heimat der symbolischen Strafpunkte wird vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) verwaltet, das in der Stadt an der Förde seinen Hauptsitz hat. Hier werden alle Verkehrsverstöße mit einem Bußgeld von 40 Euro oder mehr registriert. Stehen Gesetzes-Änderungen auf dem Plan, dann treten die neuen Paragraphen meist im Rudel auf – zuletzt am 1. Mai 2006, als gleich mehrere Strafen deutlich verschärft wurden.

Vor allem Dränglern und Auffahrern tun die Folgen ihrer Verstöße künftig mehr weh. Sie müssen nämlich nicht nur mit einem höheren Bußgeld, sondern auch mit Fahrverbot und Punkten rechnen: Wer bei Tempo 101 weniger als 15 Meter Abstand hält oder bei Tempo 130 weniger als 20 Meter, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro sowie einen Monat Fahrverbot. Ist der Abstand bei diesem Tempo noch geringer, drohen sogar bis zu 250 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und Punkte in Flensburg.

Eine weitere Verschärfung des Bußgeldkatalogs betrifft die Vorschriften an Bahnübergängen. Auch hier muß künftig tiefer in die Tasche greifen, wer sich über das Gesetz hinwegsetzt: Wer an Bahnübergängen trotz Blinklicht nicht wartet, kann mit bis zu 150 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot bestraft werden. Ist die Schranke bereits geschlossen, wird es deutlich teurer.

Noch eine Neuerung: Die Pkw-Ausstattung muß an die Witterungsverhältnisse angepaßt sein. Das heißt: Wer bei widrigen Bedingungen auf Schnee mit Sommerreifen fährt, riskiert 20 Euro Verwarnungsgeld. Behindert ein Wagen ohne Winterbereifung den Verkehr, dann droht dem Fahrer sogar eine Buße von 40 Euro – dazu gibt's einen Punkt in Flensburg.

Wie ist das eigentlich mit den Punkten?

In der Verkehrssünderkartei werden alle Personen gespeichert, die im Straßenverkehr auffällig geworden sind. Das bedeutet: Mindestens ein Bußgeldverfahren oder ein Gerichtsurteil ist ergangen. Einfache Verwarnungsgelder bis 35 Euro werden nicht im Zentralregister eingetragen. Für sie gibt es keine Punkte.

Nach einem einheitlich geregelten Punktesystem werden diese Ordnungswidrigkeiten und Straftaten nach ihrer Schwere und ihren Folgen mit einem bis zu sieben Punkten bewertet. Der Stand des Punktekontos führt dann zu weiteren Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörden, also den Verkehrsämtern, in dessen Zuständigkeit der jeweilige Autofahrer gemeldet ist.

Wie bei einer Ampel gibt es verschiedene Warnstufe. Ab acht Punkten erfolgt eine – kostenpflichtige – Verwarnung durch die Behörde. Mit der Teilnahme an einem Aufbauseminar kann der Punktestand allerdings wieder verringert werden. Solch ein Seminar wird zur Pflicht, wenn 14 oder mehr Punkte erreicht werden. Zugleich erfolgt die Warnung, daß bei 18 oder mehr Punkten der Führerschein entzogen wird – dann gilt der Betroffene als ungeeignet zum Autofahren. Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens nach sechs Monaten ausgestellt werden. Weitere Informationen dazu gibt es beim KBA unter www.kba.de.

Kennen Sie Ihren Punktestand? Mit diesem Formular können Sie beim KBA Ihr Punktekonto abfragen. Einfach hier anklicken, herunterladen und ausdrucken.

Alkohol und überhöhtes Tempo

Sie haben es zu eilig gehabt? Ein Glas zuviel getrunken? Was wie viel kostet, erfahren Sie hier.

Vorfahrt, überholen und abbiegen

Stop heißt Stop. Wer ohne erkennbaren Halt auf die Vorfahrtsstraße rollt, riskiert ein Bußgeld.

Rote Ampel, grüner Pfeil, falschparken

Eine rote Ampel fordert Respekt - wer das zu lässig sieht, geht ganz schnell einen Monat zu Fuß.

Geringer Abstand und Autobahn



Die Schnarchnase von der linken Spur gepustet? Das wird jetzt richtig teuer. Denn Abstand bedeutet Sicherheit.

Bahnübergang, Gurt und Handy

Noch schnell unter der Schranke durchwitschen? Lieber nicht. Denn das kann nicht nur teuer, sondern auch sehr gefährlich werden.

Zulassung, TÜV, sonstiges

Für die Verkehrssicherheit fordert der Staat regelmäßige Hauptuntersuchungen. Fristenüberschreitung bedeutet aber kein finanzielles Drama.

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