Der nächste Deutsche in der Formel 1

Hülkenberg im Williams

Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT fährt Nico Hülkenberg (22) ab 2010 für Williams in der Formel 1. Das britische Team bestätigt das offiziell noch nicht, zog aber am Dienstag die Option.

Er ist der nächste Deutsche in der Formel 1: Nico Hülkenberg (22). Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT hat Williams schon am Dienstag die Option gezogen, die das britische Team auf den deutschen Nachwuchspiloten hatte. Hülkenberg ist seit zwei Jahren Testfahrer bei Williams, arbeitet dieses Jahr sogar als Praktikant in der Fabrik. Sein neuer Fahrervertrag läuft angeblich drei Jahre.
Williams will sich derzeit zu einer Verpflichtung des Emmerichers nicht äußern. GP2-Meister Hülkenberg allerdings war sich schon am Monza-Wochenende nach seinem Titelgewinn in der F1-Nachwuchsklasse sicher: „Klar fahre ich nächstes Jahr Formel  1!“ Zu verdanken hat er das auch Schumi-Manager Willi Weber, der Hülkenberg seit zwei Jahren berät. „Willi ist der Beste, eine Legende“, schwärmt „Hülki“.

Hülkenberg ist Alonso-Fan

Neues Arbeitsgerät 2010? Der F1-Williams.

In Insiderkreisen wird der Weber-Schützling schon Schumi III genannt. Doch von dem Druck lässt er sich nicht verrückt machen. „Ich eifere Michael und Ralf Schumacher nicht nach, fahre mein eigenes Ding“, sagt er und schiebt ein Grinsen hinterher: „Aber wenn ich schon einen Weber-Mann als Vorbild nennen muss, dann lieber Michael als Ralf.“
Dabei ist Schumi III eigentlich Alonso-Fan: „Fernando war schon immer mein Held“, sagt Hülkenberg zu AUTO BILD MOTORSPORT. „Das ist ein echter Beißer, ein Temperamentsbolzen, der kämpft – solange bis nichts mehr geht.“ Sich selbst bezeichnet er dagegen als „deutsche Kartoffel“ – weil er immer so cool ist...

Hülkenbergs steiler Weg in die Formel 1

Schöne Bescherung: Das erste eigene Kart gab`s zu Weihnachten.

Nico Hülkenberg ist ein Naturtalent. Obwohl er erst spät in den Motorsport einsteigt, fährt er immer vorne mit. 1997 sitzt er als zehnjähriger zum ersten Mal im Kart. Drei Jahre später gewinnt er die Junior-Kart-Meisterschaft. Im darauffolgenden Jahr, mit 14 Jahren, den Titel in der Deutschen Kart Meisterschaft. 
2005 dann der Wechsel in die Formel BMW. Als Newcomer steht er neun Mal in der ersten Startreihe und gewinnt acht Rennen. Am Ende des Jahres ist er nicht nur der beste Neueinsteiger. Er holt auch den Meitstertitel.

Vom Formel BMW-Meister zum Star der Formel-3-Euroserie

Der Formel-3-Cup ist Hülkenbergs nächste Station. Er beendet die Saison 2006 mit dem fünften Platz. Parallel dazu holt ihn Schumacher-Manager Willi Weber ins deutsche Team der Nationenrennserie A1. Hülkenberg holt seinen ersten großen Erfolg: den Titel des "Weltcups des Motorsports". "Nico hat mir deshalb besonders gefallen, weil er mich an den jungen Michael Schumacher erinnert hat", schwärmt Weber. "Er ist wahnsinnig ehrgeizig, zielgerichtet und bereitet sich extrem professionell vor."
2007 der Wechsel in die Formel-3-Euro Serie und Endrang drei. Ein Jahr später wird er auch dort Meister.

Die letzte Station vor der Formel 1

Freude über den GP2-Titel 2009 im gesamten ART-Team.

Logische Konsequenz: der Einstieg in die Formel-1-Nachwuchsklasse GP2. Dort räumt er wieder erfolgreich ab. Mit vier ersten, zwei zweiten und vier dritten Plätzen wird er ein Rennen vor Schluß dritter deutscher GP2-Meister nach Nico Rosberg und Timo Glock.
Sein neuer Chef Frank Williams lobt Hülkenberg schon jetzt: "Er ist ein überaus mutiger Fahrer, der alle Voraussetzungen für einen Top-Piloten mitbringt. Wir sind sehr glücklich, ihn zu haben. Ich glaube auch, dass er ein sehr guter Formel-1-Fahrer werden wird."

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Knobo
20.09.2009, 07:06Uhr

Mit 10 das tausendeMArkteure Kart unterm Baum- und dann noch die Saisons finanziert.
Möglichkeiten muss man nur haben...

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