Der neue Jaguar XJ
Jaguar zeigt Zähne
Der Vorgänger war etwas zu zahm. Aber mit dem neuen XJ setzt Jaguar zum Sprung an – er soll in der Luxusklasse frische Beute machen. Auf der IAA im Herbst 2009 wird er zu sehen sein, im Januar kommt er auf die Straße.
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Geduckt wie auf der Prisch kommt der neue Jaguar XJ daher
Spektakulär auch das Profil: Geduckt wie auf der Pirsch kommt er daher mit seiner hohen Bordwand, befreit von Falten und Sicken, und den schmalen, lang gezogenen Seitenfenstern. Dabei ist er gerade mal 1,5 Zentimeter flacher als der Vorgänger, kein viertüriges Coupé also. Seine Haut (wie zuvor ganz aus Aluminium) schmiegt sich eng über die Räder und mündet in einem schmucklosen, aber wohlgeformten Hintern, flankiert von vertikal geschwungenen Rückleuchten. "Vertikal müssen die bei einem XJ sein", erklärt Designer Callum mit Hinweis auf die Tradition und weitet seinen Spagat sogleich auf ein weiteres Detail aus: die hinteren Dachpfosten (C-Säulen), "der XJ hatte immer die schmalsten". Folglich ließ er sie beim Neuen konsequenterweise gleich ganz verschwinden – visuell zumindest, denn sie verbergen sich hinter schwarzen Glasblenden. Der Effekt ist eine bis zu den Seitenfenstern herumgezogene Heckscheibe. Ähnlich trickreich: Die vorderen drei Viertel des Dachs bestehen ebenfalls aus stark getöntem Glas, und zwar serienmäßig. "Das macht das Auto optisch flacher. Und innen natürlich heller", erläutert Callum.Der Jaguar für Pfeifenraucher und Pantoffelträger war gestern
Wir sind beeindruckt und begeben uns ins Innere. Der Einstieg fällt leicht – da trifft es sich gut, dass Jaguar beim XJ nicht die Coupé-Masche strickte. In der Kanzel glitzert und glänzt es wie in der Bar eines Designer-Hotels: viel Chrom auf kühlem Metall, tiefschwarzer Klavierlack, überall weiches Leder. Und was ist mit dem Wurzelholz, jenen Brettern, die den Traditionalisten die Welt bedeuten? Callum verweist auf die Türen. Ah ja, da sind sie noch, ziemlich dick sogar und wahlweise von unterschiedlichen Bäumen, während sie vorn im Cockpit zu einem schmalen Holzstreifen verkümmern. "Das neue Interieur steht für Luxus jenseits von antiquiertem Pipe-and-Slippers-Ambiente", erläutert Callum. Zu Deutsch: Der Jaguar für Pfeifenraucher und Pantoffelträger war gestern. Der moderne Jaguar-Fahrer blickt auf einen 12,3 Zoll großen Bildschirm, der im Normalfall drei klassische Rundinstrumente abbildet. Bei Bedarf blenden sie sich zugunsten aktueller Informationen aus (zuweilen gar in 3-D-Animation) – Captain Future lässt grüßen. In Cockpitmitte entdeckt der Insasse dann eine wertvoll aussehende Analoguhr, die sich als echt herausstellt, sowie einen weiteren Monitor (acht Zoll), diesmal mit Touchscreenoberfläche.ANZEIGE
Mehr zum neuen Jaguar XJ gibt es in der Bildergalerie und in AUTO BILD 28/2009 (ab Freitag, 10.07., im Handel). Außerdem im neuen Heft: die große IAA-Vorschau mit allen kommenden Stars aus Frankfurt!
| Die Motoren des Jaguar XJ | |||
|---|---|---|---|
| 3.0 V6 Diesel | 5.0 V8 | 5.0 V8 S/C | |
| Hubraum | 2993 cm³ | 5000 cm³ | 5000 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 202 (275)/4000 | 283 (385)/6500 | 375 (510)/6000 |
| max. Drehmoment | 600/2000 | 515/3500 | 625/2500 |
| 0–100 km/h | 6,4 s | 5,7 s | 4,9 s |
| Vmax | 250 km/h | 250 km/h | 250 km/h |
| Verbrauch – CO2 | 7,0 l D/100 km – 184 g/km | 11,4 l S/100 km – 269 g/km | 12,1 l S/100 km – 289 g/km |
| Leergewicht | 1796 kg | 1755 kg | 1892 kg |
| Kofferraumvolumen | 520 l | 520 l | 520 l |
| Länge/Breite/Höhe | 5122/1894/1448 mm | 5122/1894/1448 mm | 5122/1894/1448 mm |
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