Der neue VW Golf GTI (2009)

Vorstellung VW Golf VI GTI (2009) Vorstellung VW Golf VI GTI (2009)

Der neue VW Golf GTI (2009)

— 23.03.2009

Golf GTI, der Sechste

Der Mythos VW Golf GTI fährt in die sechste Runde – mit 210 PS fast doppelt so stark wie GTI Nummer eins und mit 26.650 Euro rund viermal so teuer. Alle neuen Infos und Fotos zum Golf GTI!

1976 fing es an: Der VW Golf GTI erblickte das Licht der Welt. Ein neues Segment wurde begründet, der Name GTI prägt es bis heute. Damals leistete der GTI 110 PS und kostete 13.850 D-Mark. Ein Auto, das erschwinglich war und den Namen Volks-Porsche durchaus verdiente. Am 4. April 2009 geht nach bisher 1,7 Millionen verkauften Exemplaren Generation sechs an den Start. Mit 210 PS kitzelt der jüngste VW Golf GTI noch einmal zehn Pferdchen mehr aus den Zweiliter-TSI als der Vorgänger VW Golf VI GTI und fast doppelt soviele wie der Ur-GTI. 240 km/h Spitze sind fünf km/h mehr als bisher und 58 mehr als als beim ersten GTI. Der Motor ist laut VW nicht einfach eine leistungsgesteigerte Variante des Vorgängers, sondern eine Neuentwicklung und erfüllt die Euro 5-Norm. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmetern ruft der TSI zwischen 1700 und 5200 Touren ab, nach 6,9 Sekunden knackt der neue VW Golf GTI die 100-km/h-Marke. Dabei soll er 7,3 Liter Super plus (minus 0,7 l/100 km) verbrauchen.

Elektronische Quersperre gegen Untersteuern

Erstmals kommt serienmäßig die elektronische Quersperre (XDS) im GTI zum Einsatz. Sie soll das Kurvenverhalten und die Traktion neu definieren. Sobald die Elektronik erkennt, dass das kurveninnere Rad der Vorderachse bei schneller Fahrt zu sehr entlastet wird, baut die ESP-Hydraulik an diesem Rad gezielt einen Bremsdruck auf, um wieder die optimale Traktion herzustellen. Das für Fronttriebler typische Untersteuern soll so entfallen. Neu ist auch die neu konzipierte Abgasanlage (je ein Endrohr links und rechts) inklusive "Soundgenerator" – das System verstärkt den Soundtrack des Golf GTI auch ins Cockpit. Sechs handgeschaltete Gänge inklusive Schaltempfehlungsanzeige sind Serie, das DSG mit sechs Stufen gibt's gegen Aufpreis. Dann rennt der GTI zwei km/h langsamer und konsumiert einen Zehntel Liter mehr, betört dafür beim Runterschalten mit einer prestigeträchtigen Zwischengas-Einlage.

Die Liste der Extras ist lang

Ohne Karo kein GTI: Das Muster der Sitze ist Tradition. Gegen Aufpreis gibt's natürlich auch edles Leder.

Auch der sechste GTI ist mit einem eigenen Sportfahrwerk bestückt: Vorne wurde es um 22 Millimeter, hinten um 15 Millimeter abge­senkt. Federn, Dämpfer und hinterer Stabilisator wurden komplett neu abgestimmt. Optional lässt sich das Fahrwerk per Knopfdruck mit der elektronischen Dämpferverstellung DCC in drei Stufen von "Comfort" über "Normal" bis "Sport" einstellen. Im Modus "Sport" wird dabei auch die Servolenkung an die dynamischere Abstimmmung angepasst. Überhaupt ist die Liste der Extras extralang: Auf Wunsch kann sich der Kunde ab Spätsommer 2009 seinen GTI mit der automatischen Distanzregelung ACC (Adaptive Cruise Control) aufrüsten, das von 30 bis 210 km/h automatisch den Abstand zum Vordermann regelt. Ebenfalls als Option ist die Einparkhilfe Park Assist erhältlich, die den GTI allein in Parklücken manövriert, die mindestens 1,1 Meter länger sein müssen als das Fahrzeug. Lediglich Gaspedal, Bremse und (in der Schaltversion) die Kupplung muss der Fahrer dann noch selbst betätigen, den Rest erledigt das System. Für erhellende Momente verbaut VW gegen Aufpreis auch noch neu gestal­tete Bi-Xenonscheinwerfern inklusive dynamischem Kurvenlicht. So knackt der GTI locker die 30.000 Euro-Marke, ein Volks-Porsche ist der Wolfsburger also auf keinen Fall.

Innen vieles wie gehabt

Innen bleibt sich der GTI treu: Die Sportsitze mit Lordosestütze sind traditionsgemäß mit Karo-Stoff bezogen, Leder kostet Aufpreis. Neu sind aktive Kopfstützen, auf denen das GTI-Zeichen prangt. Natürlich gibt's eine Pedalerie mit Kappen aus gebürstetem Edelstahl, einen GTI-spezifischen Schalthebel in Alu-Optik und ein unten abgeflachtes Lederlenkrad samt roten Ziernähten mit Griffmulden und GTI-Emblem. Dachhimmel und Dachsäulen-Verkleidungen sind in Schwarz gehalten. Schwarze, hochglänzende Details in Metalloptik werden mit "Chrom-Applikationen in Seidenmatt" kombiniert – so jedenfalls bezeichnet VW diesen Stil (siehe Bildergalerie).

Die Mischung macht's

210 PS reichen für 6,9 Sekunden bis Tempo 100 und 240 km/h Spitze. Verbrauch: 7,3 Liter teures Super plus.

Beim Exterieur wollen die VW-Designer Erinnerungen an den ersten Golf GTI wecken: Die rote Einfassung des Grills sowie die horizontale Ausrichtung von Kühlermaske und Scheinwerfern stammen vom Ur-GTI, der schwarze, hochglänzende Grill in V-Form vom Golf V GTI. Neue Details wie das typisch waben­förmige Kühlergitter und die V-förmige und bis über die Schein­werfer reichende Motorhaube steuert der GTI V bei. Jetzt ist der schwarz lackierte Grill wieder flach, oben und unten verläuft jeweils ein roter Streifen. Der GTI-Schriftzug wanderte von rechts nach links. Unten im Lufteinlass sind links und rechts je drei Kiemen platziert, durch weit nach außen gesetzte Nebelscheinwerfer soll der GTI noch breiter wirken. Die schwarzen Seitenschweller laufen nicht mehr wie beim Vorgänger komplett von vorn nach hinten durch. 17-Zoll-Felgen sind Serie, 18-Zöller kosten Aufpreis. Hinten runden ein neuer Dachkantenspoiler und der breite Stoßfänger mit schwarzem Diffusor das GTI-Paket ab. Wer jetzt erneut vom GTI-Fieber infiziert ist: Generation sechs kann ab sofort bestellt werden. Ab 26.650 Euro und damit nahezu für den vierfachen Preis des ersten GTI.

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