Der neue VW Jetta

Der neue VW Jetta Der neue VW Jetta

Der neue VW Jetta

— 25.05.2005

Klorollenmütze adé

Im August 2005 kommt der Jetta zurück. Aus dem Rentnermobil wird auf Wunsch ein Stufenheck-GTI – mit Passat-Anmutung und mächtig viel Kofferraum. Basispreis: 18.950 Euro.

Irgendwie hat er es geschafft, sich an allen europäischen Automessen vorbeizuschmuggeln. Der neue VW Jetta löst im August – also noch vor der IAA 2005 – als Stufenheck-Version des Golf V den Bora ab und belebt einen alten Namen neu. "Jetta" – stand das nicht mal für piefige Rentnermobile mit gehäkelten Klorollenschonern und Wackeldackel? Stimmt.

Auf der anderen Seite ist der Jetta längst das erfolgreichste europäische Auto in den USA. Während er bei uns mal Vento, mal Bora hieß, verkaufte sich der Wolfsburger Exportschlager weltweit 6,6 Millionen Mal. Die neueste Generation heißt nun überall Jetta – und soll mit "sportlichem Design, viel Raum zum Reisen, sehr großem Kofferraum, souveräner Fahrdynamik und exzellenter Verarbeitung" glänzen, verspricht Volkswagen.

Die Frontpartie zeigt das neue VW-Gesicht. Also nicht unbedingt Golf, sondern eher Passat – mit V-förmigem Kühlergrill, allerdings ohne Tränensäcke unter den Frontscheinwerfern. Am Heck leuchten moderne LED-Einheiten, dahinter verbirgt sich das traditionelle Plus der kompakten Stufenheck-Limo: 527 Liter Kofferraum (72 Liter mehr als der Bora), die in dieser Klasse wirklich keine Wünsche mehr offen lassen.

Im Vergleich zum Bora ist der Jetta stattliche 18 Zentimeter länger geworden (4,55 Meter) und fast fünf Zentimeter breiter (1,78). Der Radstand wuchs um 6,5 Zentimeter auf 2,58 Meter. Davon profitieren auch die Insassen, denn die Beinfreiheit legte um fünf Zentimeter zu, die der Köpfe um 2,4 cm. Das bestätigt den Eindruck: fast schon ein kleiner Passat. Optisch dürften im Innenraum dank Golf-Ambiente allerdings keine Überraschungen zu erwarten sein.

Sieben Motoren stehen in der Jetta-Preisliste. Mit dem 102 PS starken Basis-Benziner geht es bei 18.950 Euro los, dann folgen FSI-Varianten mit 115, 150 und später auch 200 PS (aus dem Golf GTI). Dazu kommen drei TDI mit 105, 140 und 170 PS. Die Diesel und T-FSI-Motoren gibt es optional in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG, die beiden Basisaggregate können mit einer Sechsgangautomatik bestückt werden. Ab Herbst 2005 gibt es schließlich auch einen Partikelfilter für die Dieselmodelle – gegen Aufpreis.

Ohne Aufpreis dagegen punktet der Jetta schon in der Basis mit Klimaanlage, ESP, sechs Airbags, aktiven Kopfstützen, elektromechanischer Servolenkung, elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und 205er Reifen auf 16-Zoll-Felgen. Bei so viel Komfort wird wohl niemand mehr Wert auf traditionelle Häkelware für die Hutablage legen.

Autor: Michael Voß

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