Design-Wettbewerb auf der LA Auto Show

Design-Wettbewerb auf der LA Auto Show 2009

— 12.11.2009

Star Wars auf der LA Auto Show

Wie fahren wir in 21 Jahren Auto? Genau das sollten Designer diverser Autobauer zur LA Auto Show 2009 zeichnen. Die Ergebnisse wirken wie Science-Fiction. autobild.de zeigt die Entwürfe.

Wehe, wenn sie losgelassen: Die Los Angeles Auto Show (4. bis 13. Dezember 2009) hat die regionalen Design-Studios der Hersteller animiert, Fahrzeuge für junge Leute im Jahr 2030 zu zeichnen. Die Visionen zum Thema "Junge Mobilität im Jahr 2030" (Youthmobile 2030) wirken wie eine Mischung aus "Krieg der Sterne" und Manga-Comics. Unter den Entwürfen Autos aktueller Prägung zu finden, das ist schlicht unmöglich. Von der superflachen Flunder bis zum abgedrehten Dreirad ist alles dabei. Die Design-Studios von Audi, GM, Honda, Mazda, Nissan und Toyota blicken 21 Jahre in die Zukunft. Mit dabei sind Entwürfe, in denen sich mit menschlicher DNA Form, Farbe und Material des Fahrzeugs ändert – oder in denen sich Autos in Verkehrsnetzwerke einklinken, während beim Fahren gleichzeitig Musik getauscht wird.

Hier geht es zur LA Auto Show

Im GM Cat Hero tritt der Fahrer gegen den Bordcomputer an.

Fast ebenso abenteuerlich wie die Entwürfe sind die Erklärungen. Die beiden Audi, eOra und eSpira, sollen zum Beispiel Freiheit und Erwachsenwerden verkörpern. Wobei der eOra mit seiner aufgesetzten Kabine an ein Mondmobil erinnert, während der eSpira eher einer Rennzigarre gleicht. Der eOra soll sich wie beim Skifahren über Impulse und Gewichtsverlagerung steuern lassen, sein Pendant wiederum auf körperliche Veränderung oder Gesten reagieren. Beim Cat Hero von GM wird Fahren zum Spiel: Der Fahrer tritt gegen den Bordcomputer an. Nach dem Eingeben des Fahrziels in die Navigationsapplikation des Smart Phones fährt man gegen das Auto um die Wette. Das sieht aus wie eine hochgestellte Scheibe auf drei oder vier Rädern, dessen Fahrtüchtigkeit man zurecht bezweifeln darf. Es würde schlicht umkippen.

DNA verändert Form des Honda Helix

Fleigen oder fahren? Der Honda Helix passt sich mit menschlicher DNA an die Wünsche an.

Es geht aber noch abgedrehter: Der Honda Helix definiert aus dem menschlichen Genom die Individualität des Fahrers und setzt sie in Beziehung mit seinem Fahrzeug. Er soll menschliche DNA in anpassungsfähige Polymere einbetten, die Form, Farbe und Material des Autos verändern. So fliegt der Helix bei Bedarf wie ein Ufo oder sieht wahlweise auch wie ein ultraflacher Düsenjet auf Rädern aus. Optisch durchaus in ähnlicher Weise definiert Mazda mit dem Souga die automobile Zukunft, wobei hier die Besitzer mithilfe eines "virtuellen Mentors" selbst designen können. So soll jedes Fahrzeug erschwinglich im Preis, umweltfreundlich und genau auf den Fahrer zugeschnitten sein.

Toyota verlinkt Autos

Die Nissan-Designer träumen mit dem V2G vom umweltneutralen Auto für Berufspendler im Jahr 2030. Dafür setzten die Japaner bei dem Einsitzer auf einen Elektroantrieb. Mit zwei schräg verschraubten großen Rädern hinten und zwei verkleideten, ausgestellten Rädern vorn wirkt der V2G fast wie ein Motorrad, der Fahrer nimmt in einer schmalen Kabine in Tropfenform Platz. Außerdem soll er sich einfach den Wünschen seines Besitzers anpassen. Weiter geht die Star-Wars-Show mit dem Toyota LINK. Dieser soll sich nahtlos in eine Art soziales Verkehrsnetzwerk einklinken, wobei zwei Fahrzeuge eine mobile Einheit bilden können. Die schmale Fahrerkabine wirkt dabei wie ein Motorrad auf Kufen, wie der LINK die Balance hält, bleibt offen. Zur Individualisierung können die Besitzer über eine Software das äußere Design des Fahrzeugs digital nach ihrem Geschmack verändern. Zusätzliches Schmankerl: "LINK SPHERES", Reifen aus elektrisch leitfähigem Material. Sie sollen Reibung in Energie verwandeln und so die Akkus des Elektroantriebs aufladen.

Der Sieger der 6. Design-Challenge wird am 3. Dezember 2009 gekürt.

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